Tesla Modelle Vergleich - Versicherung Schweiz
Bildquelle: Tesla

Tesla Modelle im Vergleich: Welches Modell kaufen?

Wer bisher noch nie ein Elektroauto gekauft hat, muss sich bei der Auswahl eines Modells plötzlich mit neuen Fahrzeugeigenschaften wie Akkukapazität, Ladeleistung oder Reichweite beschäftigen. In diesem Beitrag geht es um den Vergleich der Tesla Modelle. Es ist ein Ratgeber für den Kauf eines Tesla, mit dem man herausfindet, welches Modell am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Diese Tesla Modelle gibt es als Neuwagen

Tesla bietet derzeit in Europa vier Modelle als Neuwagen an.

In der Oberklasse sind es die Schräghecklimousine Model S und das SUV Model X. In der Mittelklasse die Limousine Model 3 und das Kompakt-SUV Model Y.

Mehr individuelle Fahrzeugdetails zum Vergleich dieser Tesla Modelle sind im jeweiligen Link unter den Fotos zu finden.

Tesla Model S Plaid Refresh 2021 Plaid Rot
Model S : Oberklasse Limousine – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla
Tesla Model 3 rot
Model 3 : Mittelklasse Limousine – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla
Model X : Oberklasse SUV – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla
Model Y : Mittelklasse SUV-Crossover – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla

Den Cybertruck und den Roadster 2 erwähne ich hier nicht, da der Marktstart für diese Fahrzeuge bisher nicht bekannt ist. Außerdem plant Tesla auch einen Kleinwagen, der aber frühestens 2025 auf den Markt kommen wird. Sein Design ist bis jetzt nicht bekannt.

Vor der Anschaffung eines Elektroautos ist es sinnvoll, sich ein paar grundlegende Fragen zu stellen. Das erleichtert es, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und beugt Enttäuschungen vor. Die folgende Übersicht kann dabei helfen.

Wie ist das Platzangebot?

Was das Platzangebot angeht, bietet bisher nur das Model X mehr als 5 Sitze für Erwachsene an. Es ist in Varianten mit fünf-, sechs- oder sieben Sitzen erhältlich.

Das Model S war zwar früher optional mit zwei rückwärts gerichteten Kindersitzen erhältlich, diese gibt es aber nur bei älteren Gebrauchtwagen.

Für das Model Y ist ebenfalls ein eingeschränkter sechster und siebter Sitz (vermutlich nur für Kinder) geplant. Diese Variante ist in Europa aber noch nicht bestellbar.

Der Kofferraum ist natürlich ein weiteres Kriterium und der ist beim Model S deutlich größer als beim Model 3. Außerdem sollten Europäer berücksichtigen, dass das Model 3 über keine große Heckklappe verfügt. In Europa sind hingegen Fahrzeuge weitverbreitet, deren Heckklappe sich inklusive Heckscheibe komplett öffnen lässt. Diese Möglichkeit bieten aber nur Model S, X oder Y.

Welche Reichweite benötigt man im Alltag?

Da es keine Teslas mit kleinen Akkus gibt, ist jedes Tesla Modell Langstrecken tauglich.

Die Reichweite definiert sich aber nicht nur durch die Akkukapazität. Durch die hohe Energieeffizienz von Elektroautos fällt auch die Karosserieform wegen des Luftwiderstandes stärker ins Gewicht als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Model 3 und S sind daher effizienter im Verbrauch als Model Y und X.

Trotzdem unterscheiden sich die älteren Tesla Modelle in der Anzahl notwendiger Ladepausen und deren Dauer auf der Langstrecke im Vergleich zu den neueren Tesla Fahrzeugen enorm.

Während ein Model X 60D von 2015 (dies war die Model X Variante mit dem kleinsten Akku) im Winter je nach Witterung nur gegen 300 Km weit kommt, kann ein Model 3 in der Variante “maximale Reichweite” im Sommer über 600 Km weit mit einer einzelnen Akkuladung fahren.

 

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In der Praxis ist die persönliche notwendige Reichweite stark vom Fahrerprofil abhängig. Bin ich Mitarbeiter im Außendienst und fahre täglich über 500 Km? Dann habe ich andere Anforderungen, als wenn ich nur drei- bis viermal im Jahr eine Langstrecke von mehr als 400 Km fahre.

Klappen wird das auf jeden Fall mit allen Tesla Modellen, aber es ist natürlich komfortabler und zeitsparender, wenn man bei regelmäßigen Langstreckenfahrten nicht zu oft laden muss.

Mich persönlich hat es noch nie gestört, dass mein Model S75D von 2017 nur rund 380 km Reichweite hat. Ich fahre aber auch nur rund fünfmal im Jahr eine Strecke von mehr als 300 Km pro Tag. Und für diese Fälle habe ich ja das Tesla Supercharger Netzwerk.

Ein weiterer Aspekt der maximal möglichen Reichweite eines Tesla ist der ideal nutzbare Bereich des Ladestands, in dem der Akku in der Regel auf Langstrecke betrieben wird. Das ist der Bereich zwischen dem unteren Minimum, bis zu dem man den Akku meistens leer fährt und dem Maximum, wie weit man ihn in der Regel beim Ladestopp wieder auflädt. Bei einem Fahrzeug mit größerem Akku deckt dieser Bereich mehr Kilowattstunden Akkukapazität (also auch mehr Reichweite) ab. Dazu im nächsten Abschnitt gleich mehr.

Wie viel Speicherkapazität sollte der Akku haben?

Der Akku eines Elektroautos lädt nicht von 0 bis 100 % durchgehend gleich schnell. Je höher der Ladestand des Akkus, desto langsamer die Ladegeschwindigkeit. “Unten heraus” bei einem Ladestand von etwa 10 bis 40 % laden die Batterien generell am schnellsten (sofern sie auf Betriebstemperatur sind).

Auf Langstrecke benötigt man daher am wenigsten Zeit, wenn man sein Fahrzeug immer im Bereich von etwa 10 bis 70 % lädt. Über 70 Prozent zu laden dauert unverhältnismäßig viel länger gegenüber der gewonnenen Reichweite. Weiter herunterzufahren bedeutet ein höheres Risiko, dass man vielleicht doch wegen eines Umwegs mit einer leeren Batterie liegen bleiben könnte.

Ein Akku mit 100 kWh Gesamtkapazität, lädt daher mit einer 10 bis 70% Ladung mehr Reichweite nach, als ein Fahrzeug mit kleinerem Akku. Die Fahrdauer zwischen den Ladepausen ist also länger.

Bei älteren Model S und Model X wurde die Kapazität des Akkus noch in der Modellbezeichnung angegeben (z.B. s75 entspricht dem Model S mit 75 kWh Akkukapazität). Mittlerweile werden Model S und X Neuwagen aber nur noch mit 100 kWh Akku verkauft.

Model 3 und Y haben unterschiedliche Akkukapazitäten und teilweise sogar verschiedene Batteriezelltypen.

Außerdem gibt es Batterietypen mit NCA/NMC Lithium-Ionen-Zellen, die im Alltag nur auf 80% geladen werden sollten, wenn das Fahrzeug nicht verwendet wird. Die restlichen 20% Kapazität steht einem im Alltag also nicht unbedingt immer zur Verfügung. Das sollte bei der Auswahl der Akkukapazität entsprechend berücksichtigt werden.

Mehr Details dazu in diesem Beitrag zu den Akkutypen.

Wie wichtig ist die Schnellladefähigkeit?

Die Schnellladefähig (DC Laden mit Gleichstrom) ist vor allem auf Langstrecke wichtig. Sie ist bei allen Tesla Modellen möglich. Grundsätzlich gilt: je neuer das Fahrzeug und je größer die Akkukapazität, desto höher seine maximale und durchschnittliche Ladeleistung an den Schnellladestationen.

Trotzdem gibt es Unterschiede bei der maximalen Ladeleistung zwischen den Tesla Modellen, die sich auch bei den Wartezeiten während des Ladens bemerkbar macht.

ACHTUNG beim Kauf eines alten Model S mit 70 oder 85 kWh Akku. Diese Fahrzeuge wurden durch Tesla softwaremäßig in der Schnellladefähigkeit gedrosselt. Bei diesen Akkus gab es häufig Defekte. Und wenn man viel Langstrecke fährt, ist diese Reduktion der Ladeleistung mühsam.

Wie wichtig ist ein gut ausgebautes Netzwerk mit Ladestationen?

Ein Schlüsselfaktor, warum die Elektromobilität mit Tesla so gut funktioniert, ist das Netzwerk mit den Supercharger Ladestationen. Wer zu Hause laden kann, ist im Alltag mit einem Tesla selten auf die Supercharger angewiesen, wenn er keine Langstrecke fährt.

Auf Langstrecke besticht das Netzwerk aber durch seine Zuverlässigkeit und die Einfachheit bei Handhabung und Kostenabrechnung. Vor allem aber durch die hohe Dichte an Ladestationen in ganz Europa. Auch wenn man seinen Akku nur auf 70 % lädt, erreicht man in den meisten Fällen problemlos den nächsten Supercharger-Standort auf der Route.

Langstrecke am Supercharger. Welche Tesla Modelle gibt es
Familie beim Ladestopp am Tesla Supercharger – Bildquelle: Tesla

Wer entspannt reisen möchte, ist mit dem Supercharger-Netzwerk bestens bedient. Mittlerweile ist es aber auch für Fremdmarken geöffnet. Daher relativiert sich dieser Faktor und es ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr von Tesla. Allerdings sind die Strompreise am Supercharger für Fremdmarken höher als für Teslas.

Benötigt man kostenloses Tesla Supercharging?

Ältere Model S und Model X sind als Gebrauchtwagen noch mit unbegrenzter kostenloser Supercharger Option erhältlich. Gebrauchte Model 3 und Y verfügen alle über kein kostenloses Supercharging. Bei Neuwagen ist kostenloses Supercharging mittlerweile nur noch selten während Sonderaktionen beim Kauf eines neuen Model S und X erhältlich. Manchmal ist es dann auch nur auf ein bestimmtes kWh-Kontingent beschränkt.

Wie wichtig kostenloses Supercharging ist, kommt natürlich stark auf das Nutzerverhalten an. Wer als Außendienstmitarbeiter extrem viel Langstrecke fährt, kann natürlich durch die wegfallenden Treibstoffkosten finanziell stark profitieren.

Wer Zuhause nicht laden kann und plant das stattdessen immer am Supercharger zu machen, fährt mit kostenlosem Supercharging natürlich finanziell auch besser. Allerdings ist das nicht die Grundidee des Supercharger-Ladenetzwerkes. Es ist eigentlich für Langstrecke gedacht. Viele Tesla Fahrer ärgern sich, wenn die Ladestationen durch sogenannte “Locals” blockiert werden, die so den Langstreckenfahrern die Ladeplätze streitig machen. Die Stromtarife varieren je nach Standort und Uhrzeit und werden im Navigationssystem des Autos vorab angezeigt.

Muss man Zuhause unbedingt laden können?

Fährt man nur den Arbeitsweg, ist das es in der Regel problemlos ohne Laden unterwegs möglich. Kann man am Arbeitsort laden, benötigt man meistens sogar Zuhause überhaupt keine Lademöglichkeit.

Das Fahrzeug hat dann tagsüber ausreichend Standzeit, um mehr Reichweite als für den Arbeitsweg notwendig ist nachzuladen. Wer aber Zuhause und am Arbeitsplatz nicht laden kann, ist ausschließlich auf externes Laden angewiesen. Das muss im Alltag gut geplant werden und man muss auch Ladezeiten in Kauf nehmen, in denen man nicht nebenher lädt, sondern bewusst darauf wartet, bis das Fahrzeug wieder ausreichend geladen ist.

Ob nur auswärts Laden sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden. Es kommt stark auf die Anzahl gefahrene Kilometer pro Woche an. Wenn man Zuhause mit einer dieser Möglichkeiten auch laden kann, ist man auf jeden Fall flexibler und muss sich keine Gedanken mehr über das Laden machen.

Selbst eine normale Steckdose reicht in der Regel für das alltägliche Fahrprofil der meisten Menschen aus. Allerdings sind mit dem Laden an einer Haushaltssteckdose auch Nachteile verbunden. Bei der Anschaffung einer Lademöglichkeit für zu Hause stellt sich dann noch die Frage, ob es ein mobiles Ladegerät oder eine fest installierte Wallbox sein soll. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Der Tesla Wall Connector ist eine Möglichkeit zu Hause sein Elektroauto zu laden:

Zuletzt aktualisiert am 13.04.2024 um 13:12 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Performance Modell? Ja oder Nein?

Jedes Tesla Modell ist auch in einer Sportvariante verfügbar. Das sogenannte “Performance” Modell. Nicht nur die Motorenleistung ist bei diesen Varianten höher, auch farbige Bremssättel und sonstige Details zieren diese PS Boliden.

Die aktuellen Model S und X treten in der “Plaid” Version mit mehr als 1000 PS an!

Im Vergleich zu den normalen Varianten verfügen die Tesla Performance Modelle zusätzlich noch über den Ludicrous Beschleunigungsmodus. Das gilt sowohl für die Plaid, als auch für die älteren Model S und X Performance.

Für Tesla Model 3 und Y Performance gibt es keine Plaid Version. Dafür punkten sie aber mit einem Track Modus für die Rennstrecke.

Neuwagen oder ein Gebrauchter?

Der Verbrennungsmotor existiert bereits seit über hundert Jahren. Dadurch ist das Potenzial für große Weiterentwicklungen bereits seit Jahren ausgeschöpft und es waren in den vergangenen Jahren nur noch minimale Verbesserungen möglich.

Im Vergleich dazu stehen wir bei der Elektromobilität noch ganz am Anfang und die Entwicklung der Tesla Modelle schreitet rasant voran. Bereits ein drei Jahre neueres Elektroauto kann sich von seinem Vorgänger stark unterscheiden. Das sieht man zum Beispiel anhand der Modellpflege des Model 3.

Außerdem sinken die Preise für Akkus mittelfristig gesehen. Die Preis/Leistung eines Elektroautos wird also immer besser. Neuwagen können als Gebrauchte wegen des schnellen Technikfortschritts aber auch schnell an Wert verlieren.

Schlussendlich ist die Entscheidung zwischen Neuwagen oder Gebrauchtwagen auch eine Frage der eigenen Prioritäten und des Budgets. Ein gebrauchtes Tesla Model S oder ein neues Model 3 ist etwa ein interessanter Vergleich, da beide Modelle ungefähr gleich viel kosten.

Einen hervorragenden Kaufratgeber für gebrauchte Model S findet man bei der EVClinic (die deutsche Version des Beitrages kommt nach der englischen).

Je nach Notwendigkeit bezüglich Platzbedarf oder Affinität zu Technologie-Schnickschnack wie Autopilot oder Video Streaming im Auto kann das Eine oder das Andere sinnvoller sein.

Auch diese Frage kann man daher nicht allgemein beantworten. Ein Neuwagen hat nicht nur einen höheren Preis, sondern besitzt sehr viele Vorteile wie zum Beispiel eine längere Fahrzeuggarantie. Natürlich sind auch Neuwagen nicht vor Problemen gefeit. Gerade wegen der schnellen Entwicklung gibt es im Vergleich zum Gebrauchtwagen manchmal auch Probleme, welche nur neuere Tesla Modelle betreffen. Der Vorteil ist aber, dass solche Probleme heutzutage oft mit einem Software-Update gelöst werden können.

Übrigens: bei Gebrauchtwagen kann über die VIN-Nummer die Fahrzeughistorie überprüft werden. Eventuell handelt es sich ja um einen Unfallwagen, ein ehemaliges Taxi oder ein Mietwagenfahrzeug. Einfach die Fahrgestellnummer (VIN) eintippen und man erhält sofort einen Fahrzeugbericht.

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Wie wichtig ist der Tesla Autopilot und zukünftige Funktionen für autonomes Fahren?

Ich nutze den Autopiloten regelmäßig. Er erkennt die Umgebung des Fahrzeuges durch acht Kameras und reagiert mittels Bildanalyse auf das Geschehen, indem er automatisch lenkt, bremst und beschleunigt. Auf der Autobahn möchte ich das entspannte, automatische Fahren nicht mehr missen.

Meiner Meinung nach verbessert er ein tolles Fahrgefühl noch weiter und es fühlt sich an wie Autofahren in der Zukunft. Aber auch hier muss man sich im Klaren sein, dass dieses System noch nicht fertig entwickelt ist.

Je nach Fahrzeug-Software Version und Situation kann es zu seltsamem Autopilot Verhalten und Phantom Bremsungen ohne ersichtlichen Grund kommen. Ich habe damit kein Problem, lässt sich der Autopilot doch jederzeit durch einen sanften Druck aufs Gaspedal übersteuern oder auch ganz einfach durch den Ein/Aus-Hebel, eine Lenkbewegung oder das Betätigen der Bremsen sofort komplett deaktivieren.

Wer aufmerksam fährt, sollte mit dem Autopiloten keine Probleme habe. Außerdem ist es nach wie vor Pflicht, dass der Fahrer den Autopiloten immer überwacht.

Da diese Software-Optionen (FSD und EAP) sehr teuer sind, sollte man sich gut überlegen, ob man sie wirklich kaufen möchte. Idealerweise unbedingt vorher Probefahren und ausführlich testen. Einmal gekaufte Software bleibt beim Weiterverkauf des Teslas auf dem Fahrzeug und nicht beim Verkäufer.

Der Funktionsumfang des Autopiloten unterscheidet sich je nach Alter des Fahrzeuges und der an das Fahrzeug gebundenen, kostenpflichtigen Software. Bei neueren Modellen ist der Autopilot standardmäßig in einer Basisversion dabei, zusätzliche Funktionen sind aber durch den Kauf der “Enhanced Autopilot” oder FSD Option “volles Potenzial für autonomes Fahren” möglich.

Dieses Video zeigt, wie der Autopilot funktioniert und was “volles Potenzial für autonomes Fahren” zurzeit in Europa kann:

Tesla hat außerhalb von USA die Entwicklung des Autopiloten im Moment quasi eingestellt. Wir nutzen hier in Europa mehr oder weniger den Software-Stand von Ende 2019. Seither hat Tesla damit begonnen, mit der FSD Beta den Autopilot-Programmcode komplett zu überarbeiten und optimiert diesen nun zuerst für die USA.

In den USA ist seit Oktober 2020 die Beta-Version der FSD Software im Umlauf. Sie bietet einen Vorgeschmack darauf, was hoffentlich bald auch in Europa möglich sein wird. In dieser unfertigen Vorabversion sind Funktionen wie automatisches Fahren innerorts inklusive Kreisverkehr und das automatische Abbiegen enthalten. Das folgende Video zeigt die FSD Beta:

Im folgenden Video sieht man aber gut, dass das Ganze noch weit entfernt von fehlerfrei ist:

Irgendwann, wenn sie besser funktioniert, wird die FSD Beta vermutlich auch in Europa zugelassen werden. Man weiß allerdings nicht, wann. Wer es also jetzt kauft, bekommt es noch günstiger als dann, wenn die FSD Beta in Europa auch kommt. Denn Elon Musk hat angekündigt, dass der Preist

Der Kauf von FSD ist also ein Poker. Mit steigendem Funktionsumfang steigt der Preis für FSD. Wer aber sein Auto weiterverkauft, bevor FSD in Europa funktioniert, hat nur sinnlos Geld ausgegeben.

Wichtig bei Gebrauchtwagen: für sehr alte Model S ist FSD nicht erhältlich.

In welchem Zustand ist der Akku eines Gebrauchten?

Diese Frage stellt sich bei einem Neuwagen nicht. Aber die maximale Batterie-Kapazität reduziert sich bei jedem Akku mit der Alterung und der Anzahl Ladezyklen.

Dieser “Degradationseffekt” fällt bei einem Tesla immerhin sehr gering aus. Statistiken zeigen, dass auch Fahrzeuge mit rund 300’000 km Fahrleistung noch über eine Batteriekapazität von etwa 90 % verfügen.

Es gibt auch Ausreißer in der Statistik und deshalb ist es interessant zu wissen, welche Degradation gebrauchte Tesla Modelle im Vergleich zu ähnlichen Gebrauchtwagen haben.

Außerdem tritt die Degradation verstärkt auf, wenn ein Fahrzeug mit NMC/NCA-Akku häufig auf 100 % Akkustand geladen und dann über einen längeren Zeitraum stehen gelassen wird (das gilt ebenso für längere Standzeiten unter 20 % Akkustand). Der Vorbesitzer könnte dem Akku also auch durch sein Ladeverhalten zusätzlich geschadet haben.

Diese Akku “Vitaldaten” lassen sich im Fahrzeug leider nicht anzeigen, aber mit einem OBD2 Stecker und dem richtigen Adapterkabel kann man diese Werte über ein Handy oder Tablet mittels Bluetooth auslesen:

Scan My Tesla Screenshot Overview
ausgelesene Akkuwerte in der “Scan my Tesla” App

Auch das Verhältnis der bisher geladenen Kilowattstunden über AC (Wechselstrom / langsames Laden) und DC (Gleichstrom / Schnellladen) ist interessant.

Eine große Menge über DC geladene Kilowattstunden kann die Degradation verstärken.

Wer die angezeigte Werte nicht selbst interpretieren kann oder möchte, kann sich auch den vom ADAC empfohlenen Aviloo Batterie-Test zusenden lassen. Der Test ist sehr einfach durchzuführen und man erhält das Resultat der Analyse direkt per EMail.

Welche Räder/Felgen Größe?

Die Felgen sind nicht nur Design und Optik. Die Form der Felgen beeinflusst aufgrund von Verwirblungen der Luft auch den Luftwiderstand des Fahrzeuges. Auf den ersten Blick liest sich das belanglos, aber ein paar Prozentpunkte Unterschied machen Felgendesign und Felgendurchmesser beim Stromverbrauch in der Realität trotzdem aus.

Grundsätzlich gilt: je größer und schwerer die Felge, desto höher der Verbrauch. Nicht umsonst hat Tesla das energiesparende Aero Felgendesign für das Model 3 entwickelt. Ganz nebenbei sind Reifen für einen größeren Felgendurchmesser ebenfalls teurer.

 

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Stoff oder Ledersitze?

Tesla Neuwagen sind generell nur noch mit Sitzen aus veganem Kunstleder verfügbar. Dieses ist allerdings sehr hochwertig und pflegeleicht. Und es sieht nebenbei nach einiger Zeit noch besser aussieht als die Echtleder Sitze, die es früher bei Model S und Model X bis etwa Sommer 2017 gab.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind auch noch alte Model S und Model X mit Stoffsitzen verfügbar. Für diese beiden Fahrzeugtypen waren früher auch belüftete Ledersitze optional erhältlich. Bei den neuen Model S und X ab 2021 sind die belüfteten Sitze wieder Standard.

Bei Model 3 und Y stellt sich die Frage nach Stoffsitzen nicht. Diese Modelle gibt es nur mit Kunstledersitzen. Im neuen Model 3 Highland wird es aber ebenfalls belüftete Sitze geben.

Wie wichtig ist sonstige Tesla Fahrzeugausstattung?

Tesla bietet für seine Neuwagen Modelle im Vergleich zur Konkurrenz generell wenig Optionen zur Auswahl. Bereits in der Basisausstattung ist mittlerweile praktisch der komplette Umfang an “Hardware” Ausstattung enthalten. Tesla will so die Produktion ihrer Fahrzeuge möglichst einfach halten. Aufpreispflichtig sind eigentlich nur Räder, Lackierung, Anhängerkupplung und Software-Optionen, wie “Full Self-Driving FSD”.

Natürlich gibt es aber trotzdem Unterschiede zwischen Model S/X und 3/Y, da es sich um eine andere Fahrzeugklasse handelt. Die folgende Tabelle zeigt die Ausstattung aktueller Neuwagen im Detail.

Übersicht der Fahrzeugausstattung aktueller Tesla Neuwagen ab 2024

AusstattungMSMXM3MY
Basic Autopilot
EAP (Enhanced Autopilot)
FSD (Full Self Driving)
Radar
Innenraum Kamera
Handyschlüssel
Adaptives Luftfahrwerk
Automatisch öffnende Fronttüren
Elektrische Heckklappe
Anhängerkupplung ab Werk bestellbar
Homelink (Garagentor Steuerung)
Track Mode für Rennstrecke
Bildschirmgröße17″ quer17″ quer15″ quer15″ quer
Kabellose Handylademöglichkeit
Abbiegelicht
Max. Ladeleistung DC250 kW250 kW250 kW250 kW
Kostenloses Supercharging
Navigation, Media, Telefon via Bedientasten am Lenkrad
Hepa Filter
Wärmepumpe
Sitzkonfigurationen55,6,7 (Plaid nur 6)55, 5+2
Beheizbare Vordersitze
Beheizbare Rücksitze
Beheizbares Lenkrad
Beheizbare Scheibenwaschdüsen
Dachträger kompatibel
Elektrisch einklappbare und beheizte Seitenspiegel
Musik und Medienwiedergabe über Bluetooth
Individuelle Fahrerprofile
Upgrade-Audiosystem – KlangfeldprozessorStandard ModellStandard Modell
Premium-Audiosystem – 13 Lautsprecher, 1 Subwoofer, 2 Verstärker plus KlangfeldprozessorLR und PerformanceLR und Performance
Premium-Audiosystem mit 22 Lautsprechern und aktiver Fahrgeräuschkompensation
Gaming-Computer mit 10 Teraflops Rechenleistung
Belüftete Vordersitze
Drei-Zonen-Airwave-Klimaanlage
Innenraum-Bodenmatten
Getöntes Glasdach mit UV- und Infrarot-Schutzschicht

Ausstattung ist Standard

Ausstattung ist optional

Ausstattung nicht verfügbar

Früher gab es eine größere Vielfalt an teilweise kostenpflichtigen Optionen, was für Gebrauchtwagen-Käufer interessant zu wissen ist. Bei gebrauchten Model S und X (2013-2020) sind die Unterschiede aber größer als bei gebrauchten Model 3 und Y.

Weitere Informationen zu den Unterschieden in der Ausstattung bei älteren Gebrauchtwagen bieten die folgenden Vergleichstabellen für: Model 3, Model S und Model X.

Wer sollte keinen Tesla kaufen?

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass ein Tesla nicht für jeden geeignet ist. Vor dem Kauf sollte man deshalb zwischen den positiven und den negativen Aspekten abwägen und herausfinden, was einem wirklich wichtig ist. Nicht jeder wird mit einem Tesla glücklich.

Die Tesla Modelle unterscheiden sich doch sehr im Vergleich zu den Fahrzeugen konventioneller Autobauer.

Hier geht es zum nächsten Beitrag in der Serie “Du möchtest einen Tesla kaufen?”:
Das Wichtigste zum Model 3

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