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Tesla Model S Rot

Bildquelle: Tesla

Tesla Model S – das Wichtigste im Überblick

Das Tesla Model S ist eine Oberklasse Kombilimousine mit vier Türen, fünf Sitzplätzen und zwei Kofferräumen (je ein Kofferraum vorne und hinten). Mit seinen 4,98 Metern Länge und dem zeitlosen Design hat das Model S mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Türgriffe werden automatisch ausgefahren, wenn man sich nähert und versenken sich beim Schließen des Fahrzeugs wieder. Das folgende Video zeigt das Model S in Action (es handelt sich dabei noch um die alte Facelift Variante, die zwischen 2016 und 2020 produziert wurde)

 

Das Model S wurde 2012 auf den US-Markt gebracht und seit 2013 auch in Europa verkauft. Sowohl als Dualmotor Allrad- oder als Heckantrieb Version wurden über die Jahre Fahrzeugvarianten mit unterschiedlicher Akkukapazität und Motorleistung angeboten. Bereits die „normalen“ Modelle bieten mit 315 bis 420 PS sehr sportliche Werte. In der sogenannten „Performance“ Version bietet das Model S 2016-2020 je nach Akkukapazität sogar satte 540 bis 611 PS. In der neuen Plaid Variante sogar knapp über 1000 PS! Gepaart mit einem Drehmoment von bis zu 967 Nm ergibt sich eine Beschleunigung von bis zu 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h in der schnellsten Variante des früheren Performance Modells und 2.1 Sekunden beim Plaid. Gigantisch für ein Serienfahrzeug!

Ab Herbst 2020 gab es einen weiteren Refresh des Designs, was dazu führte, dass das Model S und X vorübergehend nicht mehr produziert wurde. Durch weitere Verzögerungen sind beide Modelle auch im Januar 2022 noch nicht wieder in Europa als Neuwagen lieferbar.

Überall hinfahren

Mit bis zu 610 km Reichweite und die Fähigkeit am Supercharger Schnellladenetz innerhalb von 40 Minuten rund 80 Prozent des Akkus aufzuladen, ist auch Langstrecke für das Model S kein Problem. Der Infotainment-Computer mit seinem 17 Zoll Touchscreen-Display bietet neben einem Navigationssystem basierend auf Google Maps mit Echtzeitverkehrsdaten auch Internetzugang, Spotify Musik Streaming und eine HD-Rückfahrkamera. In neueren Modellen ist sogar Netflix und YouTube Video Streaming möglich. Mit automatischen Software-Updates über WLAN oder das Mobilfunknetz wird das Model S sogar immer besser und erhält laufen neue Funktionen dazu.

Softwarefunktionen wie automatisches Parken, oder eine Homelink Integration für das automatische Öffnen des Garagentors sind zwei Beispiele dafür. Der „Wächtermodus“ zeichnet mittels Kameraüberwachung auf Wunsch das Geschehen rund um das geparkte Fahrzeug als Video auf. Er sorgt so für zusätzliche Sicherheit vor Parkschäden, indem er Passanten mittels Meldung auf dem Bildschirm über die Aufzeichnung informiert.

Auch der Autopilot wird durch Softwareupdates immer weiter verbessert. Das folgende Demovideo zeigt eine Softwareversion, die sich noch im Entwicklungsstadium befindet. Sie zeigt, welches Ziel Tesla mit dem Autopiloten verfolgt. In Zukunft wird es irgendwann möglich sein, dass ein Tesla völlig selbstständig fährt. Diese Funktion wird auch mit den aktuell verkauften Fahrzeugen mittels Software-Updates irgendwann möglich sein, sofern man das kostenpflichtige Softwarepaket „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ kauft:

Modelljahre

Da das Model S bereits seit 2012 auf dem Markt ist, gab es schon mehrere Überarbeitungen. Viele Änderungen an den Fahrzeugen fließen bei Tesla zwar direkt in die Produktion ein und es werden nicht zwingend Modelljahre abgewartet. Aber trotzdem gab es auch größere Überarbeitungen mit einem der folgenden drei Refresh:

Facelift Model S 2016-2020

Facelift Model S 2016-2020 – Bildquelle: Tesla

Pre-Facelift Model S 2012-2015

Pre-Facelift Model S 2012-2015 – Bildquelle: Tesla

Model S ab 2021

Model S ab 2021 – Bildquelle: Tesla

Tesla Model S Interieur Firmware

Model S Innenraum (2013 – 2020) – Bildquelle: Tesla

Tesla Model S Plaid Interieur

Model S Innenraum (ab 2021) – Bildquelle: Tesla

Technik

Auch mit der im Fahrzeug verbauten Ausstattung kann das Model S punkten. Der HEPA Luftfilter ist etwa 10x so groß wie bei einem herkömmlichen Fahrzeug und filtert die Außenluft zu 99.97 % von Feinpartikeln, Gasverschmutzung, Pollen, Bakterien, Viren und Sporen. Das Schiebedach ist bei Tesla exklusiv Model S Fahrzeugen vorbehalten, wird aber leider nicht mehr produziert und ist daher nur mit einem Gebrauchtwagen erhältlich. Mit dem sich abhängig von der Fahrzeugposition automatisch in der Höhe verstellbaren Fahrwerk punktet das Model S mit einem weiteren Unterschied zum Model 3.

Tesla HEPA Filter

Der Tesla HEPA Filter (oben) – Bildquelle: Tesla

Ende 2016 ersetzte Tesla die Autopilot Computer Hardware AP1 der Firma Mobileye durch seine eigene Entwicklung, den AP2. Etwa zur gleichen Zeit kam die 100-kWh-Batterie auf den Markt, was zu den Modellen P100D und 100D mit mehr Leistung und Reichweite führte. Diese Autos hatten auch einen leicht überarbeiteten Innenraum mit neuen Sitzen.

Abgesehen von kleineren Verbesserungen und Software-Updates blieben die Fahrzeuge bis 2018 unverändert. Dann kam mit der MCU2 ein neuer Infotainment-Computer zum Einsatz. Der bisher eingesetzt Computer war an seine Leistungsgrenzen gekommen. Neue Funktionen konnten nur noch mit einem schnelleren Prozessor umgesetzt werden. So kam es, dass Funktionen wir der Wächtermodus und die Dashcam nur mit der neuen MCU2 verfügbar waren. Für ältere Fahrzeuge mit MCU1 gibt es allerdings die Möglichkeit für ein kostenpflichtiges Upgrade.

Im Jahr 2019 gab es ein letztes großes Update, bevor die Produktion 2020 eingestellt wurde. Tesla verbesserte die Luftfederung mit einem adaptiven System. Und begann auch im Model S auf der Vorderachse den gleichen Permanentmagnet-Synchron-Reluktanz-Elektromotor zu verwenden, wie das bereits im Model 3 der Fall war.

Außerdem nannte Tesla die Varianten des Model S nun Long Range und Performance. Diese Änderungen wurden unter dem Codenamen Raven-Modell bekannt. Eine weitere Änderung führte zum Modell Long Range+ mit noch mehr Reichweite.

Im Jahr 2021 führte Tesla mit der Einführung des Plaid-Modells sein bisher größtes Innenraum-Update beim Model S ein. Auch technisch wurde das Model mit den drei Motoren und weiteren Anpassungen wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Die Batterien sind größtenteils die gleichen wie zuvor, und das Lenkrad und der Wegfall der Lenkstockhebel und das neue Yoke Lenkrad sorgen bei den neuen Besitzern für einige Frustrationen. Es ist anzunehmen, dass auch die Fahrzeuge in Europa mit diesem Lenkradtyp ausgestattet sein werden.

Leider sind die Fahrzeuge nach wie vor auch im Januar 2022 noch nicht in Europa lieferbar.

Tesla Model S Maximale Reichweite 2021 Refresh Interieur

Model S ab 2021 mit dem Yoke Lenkrad – Bildquelle: Tesla

Namenskonventionen

Tesla hat im Laufe der Jahre zwei grundlegende Namenskonventionen für die Modellvarianten eingeführt. Das ältere System verwendet eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen.

Bei Bezeichnungen, die mit einem P beginnen, handelt es sich um ein Performance-Modell mit einem größeren Heckmotor. Zum Beispiel: P85, P90D oder P100D. Die Ziffern entsprechen ungefähr der Akkukapazität, auch wenn sie nicht ganz genau sind.
Wenn die Bezeichnung auf ein D endet, handelt es sich um ein Auto mit Doppelmotor/Allradantrieb.
Es gibt außerdem spezielle Bezeichnungen. Zum Beispiel solche, die mit einem + enden (z. B. P85+ oder einige seltene P90+. Das Plus Modell ist hier genauer erklärt.

Modelle mit zusätzlicher Leistung werden mit einem L gekennzeichnet. Zum Beispiel P90DL. Das L steht für „Ludicrous„, auf dem Badge des Autos wird dies durch eine Unterstreichung der Modellvariante angezeigt.

Die spätere verwendete Namenskonvention besteht darin, einfach die Reichweite des Fahrzeugs anzugeben. Etwa „Standard Range“, in Deutsch „Standard Reichweite“. Beim Model S entspricht dies dem 75D Modell. Oder „Long Range“ (100D), sowie „Performance“ (P100D). Für den Badge am Fahrzeug wird dafür aber „Dual Motor“ für die das Long Range Modell und „Dual Motor“ für die Performance Variante verwendet (Der Unterstrich ist auch auf dem Badge vorhanden). Ein Unterstrich in roter Farbe definiert bei der neuen Namensgebung ein Ludicrous Modell.

Diese Änderungen der Namenskonvention fielen mit den Raven-Modellen zusammen. Alle Model S unter dieser Namensgebung sind allradgetrieben.

Das Tesla Model S ist aerodynamische Eleganz

Als erstes Fahrzeug wurde der Tesla Roadster in Kleinserie auf Basis eines Lotus Elise produziert. Danach hat Tesla das Model S von Grund auf als Elektroauto entworfen und entwickelt. Damit konnte erstmals ein elektrisches Serienfahrzeug der Welt zeigen, dass Komfort, Reichweite und Fahrzeuggröße bei einem Elektroauto auch ohne Kompromisse möglich sind.

Bei den älteren Model S Varianten gab es ursprünglich das Pre-Facelift Modell und ab 2016 das sogenannte Facelift. Unterschiede dazu in diesem Beitrag.

Mit dem 2021 Refresh wurde das Design des Model S an das modernere Design von Model 3 und Model Y angepasst. Der Bildschirm ist jetzt, wie bei den günstigeren Fahrzeugmodellen, im Querformat verbaut. Allerdings wurde ein zweiter Bildschirm für den Instrumentencluster doch noch beibehalten.

Ob sich ein neues oder eher gebrauchtes Model S mehr lohnt, ist sicher eine individuelle Sache und auch vom Budget abhängig. Mehr Tipps und Gedankenanstöße in diesem Beitrag.

 

Hier geht es weiter zu meinen Beiträgen über das Tesla Model S.

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