Tesla Model S Plaid Refresh 2021 Plaid Rot
Model S 2021 Refresh - Bildquelle: Tesla

Tesla Model S – Fakten und das Wichtigste im Überblick

Das Tesla Model S ist eine Oberklasse Kombilimousine mit vier Türen, fünf Sitzplätzen und zwei Kofferräumen (je ein Kofferraum vorn und hinten). Mit einer Reichweite von bis zu 652 km (WLTP) und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 2,1 Sekunden (Plaid-Modell) ist das Tesla Model S ein beeindruckendes Fahrzeug, das sowohl in Bezug auf Leistung als auch auf Technologie Maßstäbe setzt. In diesem Beitrag geht es um einen kompakten Überblick und die Fakten zum Tesla Model S.

Das zeitlose Design des Tesla Model S ist modern und elegant. Die Limousine verfügt über eine flache, aerodynamische Karosserie und eine klare Linienführung, die dem Fahrzeug ein sportliches Aussehen verleiht. Das Interieur des Tesla Model S ist minimalistisch und futuristisch gestaltet. 

Die Türgriffe werden automatisch ausgefahren, wenn man sich nähert und versenken sich beim Schließen des Fahrzeugs wieder.

Model S Plaid wird seit 2021 produziert

Das Model S wurde 2012 erstmals vorgestellt und wird seit 2013 auch in Europa verkauft. Sowohl als Dualmotor mit Allrad- oder als Heckantrieb Version wurden über die Jahre verschiedene Fahrzeugvarianten mit unterschiedlicher Akkukapazität und Motorleistung angeboten. Bereits die “normalen” älteren Modelle boten mit 315 bis 420 PS sehr sportliche Werte.

In der sogenannten “Performance” Version bietet das Model S 2016-2020 je nach Akkukapazität sogar satte 540 bis 611 PS. In der neuen Plaid Variante sogar knapp über 1000 PS! Gepaart mit einem Drehmoment von bis zu 967 Nm ergibt sich eine Beschleunigung von bis zu 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h in der schnellsten Variante des früheren Performance Modells und 2.1 Sekunden beim Plaid. Gigantisch für ein Serienfahrzeug!

Ab Herbst 2020 gab es einen weiteren Refresh des Designs, was dazu führte, dass das Model S und X vorübergehend nicht mehr produziert wurde. Durch weitere Verzögerungen sind beide Modelle erst seit Dezember 2022 wieder in Europa lieferbar.

Reichweite / Ausstattung

Mit bis zu 652 km Reichweite und die Fähigkeit am Supercharger Schnellladenetz innerhalb von 15 Minuten bis zu 275 km Reichweite laden zu können, ist auch Langstrecke für das Model S kein Problem.

Der Infotainment-Computer mit seinem 17 Zoll Touchscreen-Display bietet neben einem Navigationssystem basierend auf Google Maps mit Echtzeitverkehrsdaten auch Internetzugang, Spotify Musik Streaming und eine HD-Rückfahrkamera. In neueren Modellen ist sogar Netflix und YouTube Video Streaming möglich. Mit automatischen Software-Updates über WLAN wird das Model S sogar immer besser und erhält laufend kostenlos neue Funktionen dazu.

Softwarefunktionen wie automatisches Parken, oder eine Homelink Integration für das automatische Öffnen des Garagentors sind zwei Beispiele dafür. Der “Wächtermodus” zeichnet mittels Kameraüberwachung auf Wunsch das Geschehen rund um das geparkte Fahrzeug als Video auf. Er sorgt so für zusätzliche Sicherheit vor Parkschäden, indem er Passanten mittels Meldung auf dem Bildschirm über die Aufzeichnung informiert.

Modelljahre

Da das Model S bereits seit 2012 auf dem Markt ist, gab es schon mehrere Überarbeitungen. Viele Änderungen an den Fahrzeugen fließen bei Tesla zwar direkt in die Produktion ein und es werden nicht zwingend Modelljahre abgewartet. Aber trotzdem gab es auch größere Überarbeitungen mit einem der folgenden drei Facelifts:

Pre-Facelift Model S 2012-2015
Pre-Facelift Model S 2012-2015 – Bildquelle: Tesla

Facelift Model S 2016-2020
Facelift Model S 2016-2020 – Bildquelle: Tesla

Model S ab 2021
Model S ab 2021 – Bildquelle: Tesla

Unterschiede zwischen Pre-Facelift (2012-2015) und dem 2016er Facelift in diesem Beitrag.

Unterschiede zwischen 2016er Facelift und 2021 Modell S in diesem Beitrag.

Auch der Innenraum hat sich über die Jahre entsprechend verändert. In den früheren Modellen von 2012 bis 2020 war der Touchscreen hochkant eingebaut. Seit dem 2021 Facelift ist er quer verbaut.

Tesla Model S Interieur Firmware
Model S Innenraum (2013 – 2020) – Bildquelle: Tesla
Tesla Model S Plaid Interieur
Model S Innenraum. Mit dem “Yoke” Lenkrad (ab 2021) – Bildquelle: Tesla

Die alte Model S Facelift-Variante, die zwischen 2016 und 2020 produziert wurde, unterscheidet sich äußerlich nicht sehr stark von der aktuellen Version aus dem Jahr 2021. Im folgenden Video wird sie gezeigt:

https://youtu.be/7Q0nou4e5-U
Model S mit Facelift (2016-2020)

Model S Namenskonventionen

Tesla hat im Laufe der Jahre zwei grundlegende Namenskonventionen für die Modellvarianten eingeführt.

Das ältere System verwendet eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Bei Bezeichnungen, die mit einem P beginnen, handelt es sich um ein Performance-Modell mit einem größeren Heckmotor. Zum Beispiel: P85, P90D oder P100D. Die Ziffern entsprechen ungefähr der Akkukapazität, auch wenn sie nicht ganz genau sind.
Wenn die Bezeichnung auf ein D endet, handelt es sich um ein Auto mit Doppelmotor/Allradantrieb.
Es gibt außerdem spezielle Bezeichnungen. Zum Beispiel solche, die mit einem + enden (z. B. P85+ oder einige seltene P90+. Das Plus Modell ist hier genauer erklärt.

Modelle mit zusätzlicher Leistung werden mit einem L gekennzeichnet. Zum Beispiel P90DL. Das L steht für “Ludicrous“, auf dem Badge des Autos wird dies durch eine Unterstreichung der Modellvariante angezeigt.

Die später verwendete Namenskonvention besteht darin, einfach die Reichweite des Fahrzeugs anzugeben. Etwa “Standard Range”, in Deutsch “Standard Reichweite”. Beim Model S entspricht dies dem 75D Modell. Oder “Long Range” (100D), sowie “Performance” (P100D). Für den Badge am Fahrzeug wird dafür aber “Dual Motor” für die das Long Range Modell und “Dual Motor” für die Performance Variante verwendet (Der Unterstrich ist auch auf dem Badge vorhanden). Ein Unterstrich in roter Farbe definiert bei der neuen Namensgebung ein Ludicrous Modell.

Diese Änderungen der Namenskonvention fielen mit den Raven-Modellen zusammen. Alle Model S unter dieser Namensgebung sind allradgetrieben.

Interessant ist im Zusammenhang mit den älteren Model S auch dieser Beitrag bei Wikipedia.

Technik

Auch mit der im Fahrzeug verbauten Ausstattung kann das Model S punkten. Der HEPA Luftfilter ist etwa 10x so groß wie bei einem herkömmlichen Fahrzeug und filtert die Außenluft zu 99.97 % von Feinpartikeln, Gasverschmutzung, Pollen, Bakterien, Viren und Sporen. Das Schiebedach ist bei Tesla exklusiv Model S Fahrzeugen vorbehalten, wird aber leider nicht mehr produziert und ist daher nur mit einem Gebrauchtwagen erhältlich. Mit dem sich abhängig von der Fahrzeugposition automatisch in der Höhe verstellbaren Luftfahrwerk punktet das Model S mit einem weiteren Unterschied zum Model 3.

Tesla HEPA Filter
Der Tesla HEPA Filter (oben) – Bildquelle: Tesla

Etwa Ende 2016 kam die 100-kWh-Batterie auf den Markt, was zu den Modellen P100D und 100D mit mehr Leistung und Reichweite führte. Diese Autos hatten auch einen leicht überarbeiteten Innenraum mit neuen Sitzen.

Abgesehen von kleineren Verbesserungen und Software-Updates blieben die Fahrzeuge bis 2018 unverändert. Dann kam mit der MCU2 ein neuer Infotainment-Computer zum Einsatz. Der bisher eingesetzt Computer war an seine Leistungsgrenzen gekommen. Neue Funktionen konnten nur noch mit einem schnelleren Prozessor umgesetzt werden. So kam es, dass Funktionen wie der Wächtermodus und die Dashcam nur mit der neuen MCU2 verfügbar waren. Für ältere Fahrzeuge mit MCU1 gibt es allerdings die Möglichkeit für ein kostenpflichtiges Upgrade.

 

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Im Jahr 2019 gab es ein letztes großes Update, bevor die Produktion 2020 eingestellt wurde. Tesla verbesserte die Luftfederung mit einem adaptiven System. Und begann auch im Model S auf der Vorderachse den gleichen Permanentmagnet-Synchron-Reluktanz-Elektromotor zu verwenden, wie das bereits im Model 3 der Fall war.

Außerdem nannte Tesla die Varianten des Model S nun Long Range und Performance. Diese Änderungen wurden unter dem Codenamen Raven-Modell bekannt. Eine weitere Änderung führte zum Modell Long Range+ mit noch mehr Reichweite.

Im Jahr 2021 führte Tesla mit der Einführung des Plaid-Modells sein bisher größtes Innenraum-Update beim Model S ein. Auch technisch wurde das Model mit den drei Motoren und weiteren Anpassungen (z. B. Infotainment Computer MCU3) wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Die Batterien sind größtenteils die gleichen wie zuvor, und das Lenkrad und der Wegfall der Lenkstockhebel und das neue Yoke Lenkrad sorgen bei den neuen Besitzern für einige Frustrationen. Das Model S ist aber optional auch mit normalem Lenkrad erhältlich.

Autopilot

Auch der Autopilot wird durch Softwareupdates immer weiter verbessert. Das folgende Demovideo zeigt eine Softwareversion, die sich noch im Entwicklungsstadium befindet. Sie zeigt, welches Ziel Tesla mit dem Autopiloten verfolgt. In Zukunft wird es irgendwann möglich sein, dass ein Tesla völlig selbstständig fährt. Diese Funktion wird auch mit den aktuell verkauften Fahrzeugen mittels Software-Updates irgendwann möglich sein, sofern man das kostenpflichtige Softwarepaket “Volles Potenzial für autonomes Fahren” kauft:

Fahren mit aktiviertem Autopiloten (in diesem Video in einem Model 3 in den USA. In Europa ist die Software aber bisher nicht so weit)

Tesla hat bisher vier verschiedene Autopilot-Hardware-Konfigurationen herausgebracht. Jede Version wurde schrittweise durch bessere Kameras, leistungsfähigere Prozessoren zur Bildverarbeitung und Änderungen am Radar verbessert.

Die folgenden Hardware-Versionen hat Tesla über die Jahre im Model S verbaut (die Jahre sind Produktionszeiträume. Die Erstzulassung eines Fahrzeugs kann aber auch mehrere Monate nach Produktion erfolgt sein):

  • HW1: Auch AP1 genannt. Dieses System wurde von der Firma Mobileye entwickelt.
  • HW2: Teslas erster eigener Autopilot-Computer. Oktober 2016 bis Ende August 2017
  • HW2.5: Ende August 2017 bis Ende August 2019
  • HW3: Ende August 2019 bis November 2022
  • HW4: Seit etwa Ende 2022

Model S Fahrzeuge mit HW2 und HW2.5 können auf HW3 aufgerüstet werden. So kann es sein, dass man Gebrauchtwagen findet, die vor dem HW3-Produktionsdatum gebaut wurden und jetzt trotzdem HW3 haben. Eine Möglichkeit zu Aufrüstung auf HW4 gibt es nicht.

Die Autopilot-Funktionen variieren je nach Hardware-Version und der für das Fahrzeug optionalen Autopilot-Software (EAP/FSD). Da es sich dabei nur um Software-Updates handelt, können diese Funktionen (entsprechende Hardware vorausgesetzt) auch nachträglich dazugekauft werden. Mehr Details zu den Autopilot-Unterschieden in diesem Beitrag.

Beim Gebrauchtwagenkauf kann es günstiger sein, ein Fahrzeug zu finden, das bereits mit EAP oder FSD ausgestattet ist, da die Gebrauchtpreise oft nicht den Kaufpreis der Option widerspiegeln.

Akku Unterschiede

Bei einer großen Anzahl der älteren Akkus gibt es erhebliche Probleme. Tesla hat beim Model S mit 85 und 70 kWh Akku die verfügbare Kapazität und die maximale Ladegeschwindigkeit nach ein paar Jahren reduziert. Dies ist zwar immer noch ein Problem, aber Tesla hat immerhin damit begonnen, einige der Einschränkungen zurückzunehmen und die Leistung wieder etwas zu verbessern.

Man sollte sich beim Gebrauchtwagenkauf aber bewusst sein, dass diese Fahrzeuge einiges langsamer laden, was sich auf Langstrecke zeitlich stark bemerkbar macht.

Bei den neueren Akkus unterscheidet sich auch die Zellchemie und sie verfügen über eine höhere maximale Ladegeschwindigkeit als die Akkus in den älteren Model S.

Kostenloses Supercharging

Manche Model S verfügen über kostenloses Supercharging. Man bezahlt also für das Laden an den Tesla Schnellladestationen nichts. Mehr Details dazu in diesem Beitrag zum kostenlosen Superchargen.

Weitere Informationen und Fakten zum Tesla Model S

Hier geht es direkt zum Tesla Modell Ratgeber. Finde heraus, welches Modell am besten zu deinen Bedürfnissen passt.

Hier geht es zum nächsten Beitrag in der Serie “Du möchtest einen Tesla kaufen?”:
Das Wichtigste zum Model X

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