Skip to main content
Welche Tesla Modelle gibt es

Bildquelle: Tesla

Welche Tesla Modelle gibt es? Übersicht und Kaufberatung

Wer bisher noch nie ein Elektroauto gekauft hat, muss sich bei der Auswahl eines Fahrzeuges plötzlich mit neuen Themen wie Akkukapazität oder Reichweite beschäftigen. In diesem Beitrag findest Du eine Übersicht, welche Tesla Modelle es gibt. Außerdem auch eine Tesla Kaufberatung mit den wichtigsten Fragen, die Du Dir stellen kannst, um Dein Wunschfahrzeug auswählen zu können. Es sind allgemeine Fragen dabei, die sich beim Kauf jeder Elektroautomarke stellen. Zusätzlich aber auch Kriterien speziell für den Kauf eines Tesla. Natürlich lasse ich die Frage nach dem Design außen vor, da sie Geschmacksache ist. Wer komplett neu im Thema Tesla Elektromobilität unterwegs ist, findet hier eine Liste mit Abkürzungen zum Thema.

Inhaltsverzeichnis


 
 

Übersicht der Tesla Modelle, welche es als Neuwagen gibt

Tesla bietet derzeit vier Modelle als Neuwagen an. In der Oberklasse die Schräghecklimousine Model S und das SUV Model X. Die kompakte Mittelklasse-Limousine Model 3 und das Kompakt-SUV Model Y. Mehr Fahrzeugdetails finden sich auf dem jeweiligen Link unter den Fotos:

Tesla Model S Plaid Refresh 2021 Plaid Rot

Model S : Oberklasse Limousine – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla

Tesla Model 3

Model 3 : Mittelklasse Limousine – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla

Tesla Model X Ausstattung

Model X : Oberklasse SUV – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla

Tesla Model Y blau Welche Tesla Modelle gibt es

Model Y : Mittelklasse SUV-Crossover – weitere Details hier – Bildquelle: Tesla

Den Cybertruck und den Roadster 2 erwähne ich hier nicht, da der Marktstart für diese Fahrzeuge noch nicht eindeutig bekannt ist. Außerdem plant Tesla angeblich auch einen Kleinwagen, der aber frühestens 2024 auf den Markt kommen dürfte. Sein Design ist noch nicht bekannt.

 

Vor der Anschaffung eines Elektroautos ist es sinnvoll, sich ein paar grundlegende Fragen zu stellen. Das macht es einfacher die eigenen Bedürfnisse zu erkennen. Die folgende Übersicht kann dabei helfen.

 

Wie ist das Platzangebot?

Was das Platzangebot angeht, bietet bisher nur das Model X mehr als 5 Sitze für Erwachsene, da es in einer Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer-Variante erhältlich ist. Das Model S war zwar früher optional mit zwei rückwärts gerichteten Kindersitzen erhältlich und das Model Y bietet ebenfalls einen eingeschränkten sechsten und siebten Sitz an. Dabei scheint es sich aber ebenfalls nur um Kindersitze zu handeln.

Der Kofferraum ist natürlich ein weiteres Kriterium und der ist beim Model S deutlich größer als beim Model 3. Außerdem sollten Europäer berücksichtigen, dass das Model 3 über keine große Heckklappe verfügt. In Europa sind hingegen Fahrzeuge weitverbreitet, deren Heckklappe sich inklusive Heckscheibe komplett öffnen lässt. Diese Funktion bieten nur Model S, X oder Y. Eine super Alternative zum Model 3 ist daher nur das Model Y. Preislich zwar etwas teurer, aber sonst sehr ähnlich.

Welche Reichweite benötigt man im Alltag?

Die Reichweite definiert sich nicht nur durch die Akkukapazität. Durch die hohe Energieeffizienz von Elektroautos fällt auch die Karosserieform wegen des Luftwiderstandes stärker ins Gewicht als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Da es keine Teslas mit kleinen Akkus gibt, besitzt jedes Tesla Modell eine Reichweite, mit der dank Schnellladestationen auch Langstrecken komfortabel bewältigt werden können. Trotzdem unterscheiden sich die Modelle und ihre Untervarianten in der Anzahl notwendiger Ladepausen auf der Langstrecke enorm. Während ein Model X 60D (die Model X Variante mit dem kleinsten Akku) im Winter je nach Witterung nur gegen 300 Km weit kommt, kann ein Model 3 „maximale Reichweite“ im Sommer gegen 600 Km weit mit einer Akkuladung fahren.

In der Praxis ist die persönliche notwendige Reichweite stark vom Fahrerprofil abhängig. Bin ich Mitarbeiter im Außendienst und fahre täglich über 500 Km? Dann habe ich andere Anforderungen, als wenn ich nur drei bis viermal im Jahr eine Langstrecke von mehr als 400 Km fahre. Klappen wird das auf jeden Fall mit allen Tesla Modellen, aber es ist natürlich komfortabler, wenn man bei sehr häufigen Langstreckenfahrten nicht zu oft laden muss.

Mich persönlich hat es noch nie gestört, dass mein Model S75D nur rund 380 km Reichweite hat. Ich fahre aber auch nur rund fünfmal im Jahr eine Strecke von mehr als 300 Km pro Tag. Und für diese Fälle habe ich ja das Tesla Supercharger Netzwerk. Hier ein Beitrag zu meinen Erfahrungen mit dem Tesla fahren auf Langstrecke. Ein weiterer Aspekt der maximal möglichen Reichweite eines Tesla ist der Ladebereich, in dem der Akku in der Regel betrieben wird. Also der Bereich zwischen dem unteren Minimum wie weit man den Akku meistens leer fährt und dem Maximum wie weit man ihn in der Regel wieder auflädt.

Akku ist nicht gleich Akku

Es gibt zwei Zustände, die einen negativen Einfluss auf den langfristigen Gesundheitszustand des Tesla Akkus haben:

  1. Man sollte den Akku eines Elektroautos im Alltag nicht über 90 % aufladen, wenn man das Fahrzeug danach über einen längeren Zeitraum stehen lässt. (Ausnahme: LFP Akkus, sie können ohne Probleme immer bis 100% geladen werden)
  2. Außerdem sollte der Akku auch nicht mit einem Ladestand unter 20 % über einen längeren Zeitraum stehen gelassen werden. Das ist vor allem bei kalten Temperaturen wichtig

Mit längerem Zeitraum sind dabei nicht Stunden, sondern eher Tage gemeint. Idealerweise bewegt sich der Ladestand im Alltag also zwischen 20 und 90 %. Da die Werte darüber oder darunter den Akku auf Dauer schädigen. Wer etwa Zuhause und auf der Arbeit nicht laden kann, wird dadurch eingeschränkt und ist mit einem größeren Akku flexibler beim Planen der Ladevorgänge auswärts. Fazit: technisch bedingt, lädt man in der Praxis ein Elektroauto am besten nur über 90 %, wenn es wirklich notwendig ist. Zum Beispiel vor einer Langstrecke.

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass der ein Akku nicht von 0 bis 100 % durchgehend gleich schnell lädt. Je höher der Ladestand, desto langsamer die Geschwindigkeit, mit der die Zellen weiter geladen werden. „Unten heraus“ bei einem Ladestand von 10-40% laden die Batterien generell am schnellsten (sofern sie auf Betriebstemperatur sind). Auf Langstrecke benötigt man daher am wenigsten Zeit, wenn man sein Fahrzeug immer im Bereich von etwa 10-70% lädt. Darüber zu laden dauert unverhältnismäßig länger gegenüber der gewonnenen Reichweite. Weiter runterzufahren bedeutet ein höheres Risiko, dass man vielleicht doch wegen eines Umweges liegen bleiben könnte.

Bei älteren Model S und Model X wurde die Kapazität des Akkus noch in der Modellbezeichnung angegeben (z.B. s75 steht für Model S mit 75 kWh Akku Kapazität). Mittlerweile werden Model S und X Neuwagen aber nur noch mit 100 kWh Akku verkauft. Eine Übersicht aller älteren Modell Varianten und deren durchschnittliche Reichweite gemessen nach dem amerikanischen EPA Messzyklus (Werte in Km sind etwas weiter unten in der Tabelle. Leider wird die Tabelle mittlerweile nicht mehr gepflegt und neue Modelle fehlen).

 

Werbung

 

Wie wichtig ist die Schnellladefähigkeit?

Die Schnellladefähig (DC Laden mit Gleichstrom) ist vor allem auf Langstrecke wichtig. Sie ist bei allen Tesla Modellen möglich. Grundsätzlich kann man sagen: je neuer das Fahrzeug, desto höher seine Ladeleistung an den Schnellladestationen.Trotzdem gibt es Unterschiede bei der maximalen Ladeleistung der Tesla Modelle, welche sich bei den Wartezeiten bemerkbar macht. Durch die modernere 2170-Zellchemie können Model 3 und Model Y schneller laden als Model S und Model X, in denen noch die alten 18650-Akkuzelltypen verbaut sind. Ältere 85 kWh Model S wurden teilweise sogar durch Tesla softwaremäßig in der Schnellladefähigkeit gedrosselt, da Tesla den Akku offenbar schonen möchte. Ein ähnlicher Effekt zeigt sich auch bei Model S und X mit 60,75,90 und 100 kWh Akku, sobald eine gewisse Anzahl kWh über Gleichstrom (DC) geladen wurde. Model 3 und Y scheinen von dieser Maßnahme nicht betroffen zu sein.

Wie wichtig ist ein gut ausgebautes Netzwerk mit Ladestationen? Ein Schlüsselfaktor, warum die Elektromobilität mit Tesla so gut funktioniert, ist das Netzwerk mit den Supercharger Ladestationen. Wer zuhause laden kann, ist im Alltag mit einem Tesla selten auf die Supercharger angewiesen. Auf Langstrecke besticht das Netzwerk aber durch seine Zuverlässigkeit und die Einfachheit bei Handhabung und Kostenabrechnung. Vor allem aber durch die hohe Dichte an Ladestationen in ganz Europa. Wer seinen Akku nur auf 70% lädt, erreicht in den meisten Fällen problemlos den nächsten Standort. Dadurch reduziert sich eine Ladepause in der Regel auf maximal 30 Minuten.

Langstrecke am Supercharger. Welche Tesla Modelle gibt es

Familie beim Ladestopp am Tesla Supercharger – Bildquelle: Tesla

 

Benötigt man kostenloses Tesla Supercharging?

Ältere Model S und Model X sind auch als Gebrauchtwagen noch mit kostenloser Supercharger Option erhältlich. Bei Neuwagen ist dies zurzeit nicht mehr möglich und wird vermutlich auch in Zukunft nicht wieder kostenlos sein. Wie wichtig kostenloses Supercharging ist, kommt natürlich stark auf das Nutzerverhalten an. Wer als Außendienstmitarbeiter extrem viel Langstrecke fährt, kann natürlich durch die wegfallenden Treibstoffkosten finanziell stark profitieren.

Wer Zuhause nicht laden kann und plant das stattdessen immer am Supercharger zu machen, fährt mit kostenlosem Supercharging natürlich finanziell auch besser. Allerdings ist das nicht die Grundidee des Supercharger Ladenetzwerkes, das eigentlich für Langstrecke gedacht ist. Viele Tesla Fahrer ärgern sich, wenn die Ladestationen durch sogenannte „Locals“ blockiert werden, die so den Langstreckenfahrern die Ladeplätze streitig machen. Die Stromtarife varieren je nach Standort und werden im Navigationssystem des Autos vorab angezeigt.

Bis September 2021 erhielt man für Neuwagen Bestellungen über einen Tesla Empfehlungslink immerhin ein kostenloses Supercharging Guthaben für 1500 Km. Dieses Programm wurde aber eingestellt.

Wie schnell muss man Zuhause laden können?

Fährt man nur den Arbeitsweg, ist das es in der Regel problemlos ohne Laden unterwegs möglich. Kann man am Arbeitsort laden, braucht man meistens sogar Zuhause nicht einmal mehr eine Lademöglichkeit. Das Fahrzeug hat dann tagsüber ausreichend Standzeit, um mehr Reichweite als für den Arbeitsweg notwendig ist nachzuladen. Wer aber Zuhause und am Arbeitsplatz nicht laden kann, muss gut planen und auch Ladezeiten in Kauf nehmen, in denen er bewusst darauf wartet, bis das Fahrzeug wieder ausreichend geladen ist.

Ob das Laden am Supercharger statt Zuhause sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden. Wenn man Zuhause mit einer dieser Möglichkeiten auch laden kann, ist man auf jeden Fall flexibler und muss sich keine Gedanken mehr über das Laden machen. Selbst eine normale Steckdose reicht in der Regel für das alltägliche Fahrprofil der meisten Menschen aus. Allerdings sind mit dem Laden an einer Haushaltssteckdose auch Nachteile verbunden. Bei der Anschaffung einer Lademöglichkeit für Zuhause stellt sich dann noch die Frage, ob es ein mobiles Ladegerät oder fest installierte Wallbox sein soll. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Tesla Laden Steckdose aufladen. Welche Tesla Modelle gibt es

Der Tesla Wall Connector ist eine Möglichkeit zu Hause sein Elektroauto zu laden.

Du suchst noch die passende Ladestation für deinen Tesla?

Mit meinem Wallbox Ratgeber findest du das passende Ladegerät für deine Bedürfnisse.

Zum Ratgeber

ab 24.11.20 gilt in Deutschland die KFW Ladestation Förderung mit 900 EUR pro Ladestation.

 

Tesla Ladestation Wallbox Ratgeber und Kaufberatung

 

Performance Modell? Ja oder Nein?

Jedes Tesla Modell ist auch in einer Sportvariante verfügbar. Das sogenannte „Performance“ Modell. Nicht nur die Motorenleistung ist bei diesen Varianten höher, auch farbige Bremssättel und sonstige Details zieren diese PS Boliden. Die Model S und Model X Performance Modelle verfügen zusätzlich noch über den Ludicrous Beschleunigungsmodus. Das Tesla Model 3 Performance punktet dafür aber mit einem Track Modus für die Rennstrecke.

Fördermassnahmen – z.B. Umweltprämie Deutschland

Elektromobilität wird in jedem Land unterschiedlich oder gar nicht gefördert. In der Schweiz sind die Fördermaßnahmen kantonal sehr unterschiedlich. In Deutschland erhält man von der BAFA nach dem Fahrzeugkauf auf Antrag einen Geldbetrag ausbezahlt. Dies allerdings nur, sofern der Basispreis des Fahrzeugmodells einen bestimmten Betrag nicht übersteigt.

Neuwagen oder ein Gebrauchter?

Der Verbrennungsmotor existiert bereits seit über hundert Jahren. Dadurch ist das Potenzial für Weiterentwicklungen bereits seit Jahren ausgeschöpft und es waren in den letzten Jahren nur noch minimale Verbesserungen möglich. Im Vergleich dazu stehen wir bei der Elektromobilität noch ganz am Anfang. Entwicklungsfortschritte kommen rasend schnell. Bereits ein drei Jahre neueres Elektroauto kann sich von seinem Vorgänger viel stärker unterscheiden. Außerdem sinken die Preise für Akkus. Die Preis/Leistung eines Elektroautos wird also immer besser. Trotzdem könnte man ewig warten. Die Entwicklung bleibt nie stehen und es kommt immer etwas Besseres. Neuwagen können als Gebrauchte wegen des schnellen Technikfortschritts aber auch schnell an Wert verlieren. Schlussendlich ist Neuwagen oder Gebrauchter auch eine Frage der eigenen Prioritäten und des Budgets. Ein gebrauchtes Model S oder ein neues Model 3 ist zum Beispiel ein interessanter Vergleich.

Je nach Notwendigkeit bezüglich Platzbedarf oder Affinität zu Technologie-Schnickschnack wie Autopilot oder Video Streaming im Auto kann das Eine oder das Andere zum ungefähr gleichen Preis sinnvoller sein. Die Frage ist daher schwer zu beantworten und ein Neuwagen hat nicht nur einen höheren Preis, sondern besitzt sehr viele Vorteile wie zum Beispiel eine längere Fahrzeuggarantie. Natürlich sind auch Neuwagen nicht vor Problemen gefeit. Gerade wegen der schnellen Entwicklung gibt es auch Probleme, welche nur neuere Tesla Modelle betreffen.

Bei Gebrauchtwagen kann über die VIN-Nummer die Fahrzeughistorie überprüft werden. Eventuell handelt es sich ja um einen Unfallwagen, ein ehemaliges Taxi oder ein Mietwagenfahrzeug. Einfach die Fahrgestellnummer (VIN) eintippen und man erhält sofort einen Fahrzeugbericht.

Carvertical Tesla Banner

Werbung

Wie wichtig ist der Tesla Autopilot und zukünftige Funktionen für autonomes Fahren?

Ich nannte den Autopiloten gerade Schnickschnack. Meiner Meinung nach zu Unrecht. Ich finde den Autopiloten super. Er erkennt die Umgebung des Fahrzeuges durch acht Kameras und reagiert mittels Bildanalyse auf das Geschehen. Auf der Autobahn möchte ich das entspannte automatische Lenken, Beschleunigen und Bremsen durch den Autopiloten nicht mehr missen. Meiner Meinung nach verbessert er ein tolles Fahrgefühl noch weiter und es fühlt sich an wie Autofahren in der Zukunft. Aber auch hier muss man sich im Klaren sein, dass dieses System noch nicht fertig entwickelt ist. Tesla benutzt seine Fahrer als Testpersonen, um das System weiterzuentwickeln.

Man muss als Fahrer auch rechtlich gesehen nach wie vor zu jedem Zeitpunkt das Geschehen überwachen und mindestens eine Hand am Lenkrad halten und bereit sein, die Kontrolle jederzeit sofort zu übernehmen. Je nach Software Version und Situation kann es zu seltsamem Autopilot Verhalten und Phantom Bremsungen ohne ersichtlichen Grund kommen. Ich habe damit kein Problem, lässt sich der Autopilot doch jederzeit durch einen sanften Druck aufs Gaspedal übersteuern oder auch ganz einfach durch den Ein/Aus-Hebel, eine Lenkbewegung oder das Betätigen der Bremsen sofort komplett deaktivieren. Wer aufmerksam fährt, sollte mit dem Autopiloten keine Probleme habe. Ob und wo man ihn einsetzen möchte, ist schlussendlich individuelle Geschmacksache.

Da diese Software-Upgrades relativ teuer sind, sollte man sich gut überlegen, ob man sie wirklich kaufen möchte. Idealerweise unbedingt vorher Probefahren und ausführlich testen.

Ein Smartphone auf Rädern?

Mir gefällt beim Autopiloten auch, dass ich bei einer solchen großen Sache dabei sein kann. Sie entwickelt sich immer weiter bis unsere Fahrzeuge irgendwann komplett autonom fahren werden. Zu beobachten, wie das System durch regelmäßige kostenlose Softwareupdates immer besser wird und plötzlich neue Fahrsituationen meistern kann, finde ich spannend. Aber dennoch ist der Autopilot nicht Jedermanns Sache, deshalb sollte man sich gut überlegen, ob man die kostenpflichtigen zusätzlichen Funktionen benötigt. Der Funktionsumfang des Autopiloten unterscheidet sich je nach Alter des Fahrzeuges und der an das Fahrzeug gebundenen, kostenpflichtigen Optionen. Bei neueren Modellen ist der Autopilot standardmäßig in einer Basisversion dabei, zusätzliche Funktionen sind aber durch den Kauf der „Enhanced Autopilot“ oder FSD Option „volles Potenzial für autonomes Fahren“ möglich.

Dieses Video zeigt sehr schön, wie der Autopilot funktioniert und was er aktuell in Europa kann:


Hinweis: Durch das Starten dieses Videos akzeptierst du YouTube-Cookies.

 

Tesla hat außerhalb von USA die Entwicklung des Autopiloten quasi eingestellt. Wir nutzen in Europa mehr oder weniger den Stand von Ende 2019. Seither hat Tesla damit begonnen mit der FSD Beta den Autopilot Programmcode komplett zu überarbeiten und optimiert diesen nun.

In USA ist seit Oktober 2020 für einen langsam größer werdenden Kreis von Testbenutzern diese Beta Version der FSD Software im Umlauf. Sie bietet einen Vorgeschmack darauf, was hoffentlich bald auch in Europa möglich sein wird. In dieser unfertigen Vorabversion sind Funktionen wie automatisches Fahren innerorts inklusive Kreisverkehr und das automatische Abbiegen enthalten. Das folgende Video zeigt die FSD Beta:


Hinweis: Durch das Starten dieses Videos akzeptierst du YouTube-Cookies.

 

Im folgenden Video sieht man aber gut,  dass das Ganze noch weit entfernt von fehlerfrei ist:


Hinweis: Durch das Starten dieses Videos akzeptierst du YouTube-Cookies.

Ein Nachteil bei FSD sind die hohen Kosten. Und FSD wird aktuell noch immer für das Auto und nicht für den Besitzer gekauft. Wenn man das Fahrzeug also privat weiter verkauft, bleibt FSD beim Auto. Beim Verkauf an Tesla wird FSD sogar entfernt. Abhilfe wird wohl das FSD Abo bringen, das es aber in Europa noch nicht gibt.

In welchem Zustand ist der Akku?

Diese Frage stellt sich bei einem Neuwagen nicht. Aber die maximale Kapazität reduziert sich bei jedem Akku mit der Alterung und der Anzahl Ladezyklen. Dieser „Degradationseffekt“ fällt bei einem Tesla immerhin sehr gering aus. Statistiken zeigen, dass auch Fahrzeuge mit 280’000 km Fahrleistung noch über eine Batteriekapazität von mehr als 90 % verfügen. Trotzdem gibt es Ausreißer in der Statistik und deshalb ist es interessant zu wissen, welche Degradation gebrauchte Tesla Modelle aufweisen. Außerdem tritt die Degradation verstärkt auf, wenn das Fahrzeug sehr oft auf 100 % Akkustand geladen wird und dann über einen längeren Zeitraum stehen gelassen wird (das gilt ebenso für längere Standzeiten unter 20 % Akkustand). Daher ist es durchaus interessant über den Zustand des Akkus Bescheid zu wissen.

Diese „Vitaldaten“ lassen sich im Fahrzeug leider nicht anzeigen, aber mit einem OBD2 Stecker und dem richtigen Adapterkabel kann man diese Werte über ein Handy oder Tablet mittels Bluetooth auslesen:

Scan My Tesla Screenshot Overview

ausgelesene Akkuwerte in der „Scan my Tesla“ App

 

Auch die Menge an bisher geladenen Kilowattstunden über AC (Wechselstrom / langsames Laden) und DC (Gleichstrom / Schnellladen) ist interessant. Bei einer großen Menge über DC geladenen Kilowattstunden kommt das Fahrzeug in die Begrenzung der Ladeleistung, die Tesla zum Schutz des Akkus aktiviert. Wer selbst technisch nicht so versiert ist, kann die Akkuwerte auch auslesen lassen. In der Schweiz bietet zum Beispiel Michael Herger von eMoba.ch* einen solchen Service an.

Oder man mietet sich einfach einen OBD2 Stecker mit Adapterkabel bei Teslaccessory.ch*.

Welche Räder/Felgen Größe?

Die Felgen sind nicht nur Design und Optik. Die Form der Felgen beeinflusst aufgrund von Verwirblungen der Luft auch den Luftwiderstand des Fahrzeuges. Auf den ersten Blick liest sich das belanglos, aber ein paar Prozentpunkte Unterschied machen Felgendesign und Felgendurchmesser beim Stromverbrauch in der Realität trotzdem aus. Grundsätzlich gilt: je größer und schwerer die Felge, desto höher der Verbrauch. Nicht umsonst hat Tesla das energiesparende Aero Felgendesign für das Model 3 entwickelt. Dies ist eine gute Übersicht der Verbrauchsdaten im Vergleich zu der Radgröße (Werte in Km etwas weiter unten auf der Tabelle, leider sind nur alte Modellvarianten vorhanden). Ganz nebenbei sind Reifen für einen größeren Felgendurchmesser ebenfalls teurer.

Tesla Gebrauchtwagen Marktplatz

Stoff oder Ledersitze?

Tesla Neuwagen sind generell nur noch mit Sitzen aus veganem Kunstleder verfügbar. Dieses ist allerdings sehr hochwertig und pflegeleicht. Und es sieht nebenbei nach einiger Zeit noch besser aussieht als die Echtleder Sitze, die es früher bei Model S und Model X bis etwa Sommer 2017 gab. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind auch noch Model S und Model X mit Stoffsitzen verfügbar. Für diese beiden Fahrzeugtypen waren früher auch belüftete Ledersitze optional erhältlich. Bei Model 3 und Y stellt sich die Frage nach Stoffsitzen nicht. Die gibt es nur mit Kunstledersitzen.

Wie wichtig ist sonstige Tesla Fahrzeugausstattung?

Bei Tesla gibt es generell wenig Optionen zu Auswahl, welche die Ausstattung der Modelle verändern könnte. Bereits in der Basisausstattung ist mittlerweile praktisch der komplette Funktionsumfang enthalten, denn Tesla will so die Produktion ihrer Fahrzeuge möglichst einfach halten. Trotzdem gab es früher eine größere Vielfalt an teilweise kostenpflichtigen Optionen, was gerade für Gebrauchtwagen-Käufer interessant zu wissen ist. Bei gebrauchten Model S und X sind die Unterschiede größer als beim Model 3 und Y. Für S und X waren zum Beispiel folgende Ausstattungen in der Vergangenheit nicht immer Standard:

  • Premium Upgrade Paket (enthält unter anderem den HEPA Luftfilter, Ambient Beleuchtung im Innenraum und Alcantara Applikationen).
  • Premium Audio Paket
  • Winterpaket mit Lenkradheizung, beheizten Waschdüsen und beheizten Sitzen auf der Rückbank. Ein ganz wichtiges Feature und ein Fehler, dass ich das damals nicht gekauft hatte! Man glaubt gar nicht wie oft ich das zu hören bekomme… 🙂
  • Das Schiebedach beim Model S
  • Smart-Air Luftfederung

Auch eine Anhängerkupplung kann beim Gebrauchten eine wichtige Entscheidungsgrundlage sein. Diese lässt sich nicht bei allen Modellen nachrüsten. Und nicht bei allen Drittherstellerprodukten ist die Abnahme durch die Schweizer Motorfahrzeugkontrolle möglich. Tesla selbst baut die Original-Anhängerkupplung nicht nachträglich ein.

Weitere Informationen zu den Unterschieden in der Ausstattung bieten die folgenden Vergleichstabellen für: Model 3, Model S und Model X und die Innenraum-Unterschiede beim Model 3.

Übersicht der Fahrzeugausstattung aktueller Tesla Neuwagen ab 2022

(Tabelle nicht ganz sichtbar? > Mobiltelefon quer halten)

Ausstattung MS MX M3 MY
Basic Autopilot
EAP (Enhanced Autopilot)
FSD (Full Self Driving)
Radar
Innenraum Kamera
Handyschlüssel
Adaptives Luftfahrwerk
Automatisch öffnende Fronttüren
Elektrische Heckklappe
Anhängerkupplung ab Werk bestellbar
Homelink (Garagentor Steuerung)
Track Mode für Rennstrecke
Bildschirmgrösse 17″ quer 17″ quer 15″ quer 15″ quer
Kabellose Handylademöglichkeit
Abbiegelicht
Max. Ladeleistung DC 250 kW 250 kW 250 kW 250 kW
Kostenloses Supercharging
Navigation, Media, Telefon via Bedientasten am Lenkrad
Hepa Filter
Wärmepumpe
Sitzkonfigurationen 5 5,6,7 (Plaid nur 6) 5 5, 5+2
Beheizbare Vordersitze
Beheizbare Rücksitze
Beheizbares Lenkrad
Beheizbare Scheibenwaschdüsen
Dachträger kompatibel
Elektrisch einklappbare und beheizte Seitenspiegel
Musik und Medienwiedergabe über Bluetooth
Individuelle Fahrerprofile
Upgrade-Audiosystem – Klangfeldprozessor Standard Modell Standard Modell
Premium-Audiosystem – 13 Lautsprecher, 1 Subwoofer, 2 Verstärker plus Klangfeldprozessor LR und Performance LR und Performance
Premium-Audiosystem mit 22 Lautsprechern und aktiver Fahrgeräuschkompensation
Gaming-Computer mit 10 Teraflops Rechenleistung
Belüftete Vordersitze
Drei-Zonen-Airwave-Klimaanlage
Innenraum-Bodenmatten
Getöntes Glasdach mit UV- und Infrarot-Schutzschicht

 

Ausstattung ist Standard Ausstattung ist optional

Ausstattung nicht verfügbar

Weitere Informationen für den Kauf eines Tesla

Natürlich kann man bei all diesen Fragen zur Tesla Kaufberatung noch viel weiter ins Detail gehen, um für sich eine Antwort zu finden. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann sich natürlich auch beraten lassen. Michael Herger von eMoba.ch* bietet in der Schweiz einen solchen Service an. In Deutschland bietet der bekannte Youtuber Ove Kröger als „Doc Tesla“ seine Dienstleistungen und Expertise in diesem Bereich an. Der Fahrzeugkauf wird schlussendlich ganz einfach Online auf Tesla.com mit wenigen Mausklicks getätigt.

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass ein Tesla nicht für jeden geeignet ist. Vor dem Kauf sollte man deshalb zwischen den positiven und den negativen Aspekten abwägen. Die wahrscheinlich wichtigste Frage dabei ist, welche Aspekte das für einen selbst sind. Ohne eine umfangreiche Probefahrt, am besten mit einem Wochenendtrip kombiniert, würde ich niemandem raten, einen Tesla zu kaufen.

Als Alternative zum Kauf gibt es auch noch die Möglichkeit ein Model 3 im Abo zu fahren.

Kein Kauf, kein Leasing und trotzdem alles komplett inklusive. Zum Beispiel bei folgenden Anbietern:

Carvolution in der Schweiz:

Werbung

 

FINN in Deutschland (ACHTUNG: Wohnsitz in Deutschland notwendig):

 

Werbung

Du bist Tesla Neuling? Eine kurze Übersicht der Tesla Fahrzeuge findest Du hier.

 

 

 

Smiley Hint

Enthält dieser Beitrag Fehler oder veraltete Informationen?

Dann sende mir bitte über diesen Link eine Nachricht. Danke!

  * = Dies ist ein Affiliate-Link. Du unterstützt Teslawissen, wenn Du über diese Links einkaufst. Für Dich entstehen dabei keine Mehrkosten.


Ähnliche Beiträge