Sollte man besser jetzt einen Tesla kaufen oder noch warten, und lohnt sich ein Tesla überhaupt, ja oder nein?
Vielleicht kommt doch bald ein größerer Akku oder andere neue Ausstattungsmerkmale?
Gibt es vielleicht demnächst sogar eine Preisreduktion oder ändert sich das Design mit einem Facelift?
Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Interessenten vor dem Tesla-Kauf. Man kann sich nie sicher sein, welche Änderungen Tesla in Zukunft bringt. Der US-Autobauer ist dafür bekannt, viele Überarbeitungen unangekündigt direkt in die Produktion einfließen zu lassen. Der Rhythmus mit fixen Modelljahren wird im Vergleich zu anderen Herstellern nur bedingt so gehandhabt.
In diesem Beitrag findest Du Entscheidungsgrundlagen, die für oder gegen den Kauf eines Tesla zum jetzigen Zeitpunkt sprechen.
Es geht um den aktuellen Stand der Dinge. Sowie das, was bald kommt und das, was in Zukunft vielleicht kommen könnte.
Die aktuelle Situation
Trotz der durch die Inflation und gestiegenen Rohstoffpreise steigenden Preise hat Tesla seit Anfang 2023 die Preise für seine Fahrzeuge massiv gesenkt.
Allerdings darf man nicht übersehen, dass zuvor in der zweiten Jahreshälfte 2022 die Preise massiv erhöht wurden. Sie sind heute also eigentlich nicht so günstig, wie sie vorher waren, aber die Preise bei Tesla sind deutlich günstiger als die der Konkurrenz (da es im 2023 bei den meisten anderen Herstellern keine Preisreduktionen gab).
Im Laufe des Jahres 2024 kam es sogar zu einem richtigen Preiskampf. Da die Nachfrage nach Elektroautos sank, schraubte Tesla seine Preise nach und nach wieder nach unten.
Model 3 und Y
Beim Model 3 kann man sagen, dass Tesla die Produktion im Griff hat. Die Modelle aus chinesischer Produktion sind noch besser verarbeitet als die Fahrzeuge aus den USA. In Europa werden seit Juli 2021 nur noch Model 3 aus chinesischer Produktion verkauft und keine mehr aus den USA. Model 3 aus deutscher Produktion gibt es aktuell noch keine.
Da die neuen Model 3 Facelift mit dem Codenamen „Highland“ auch aus China kommen, ist deren Qualität wie gewohnt gut.
Seit März 2022 werden Model Y Performance und Long Range für den europäischen Markt im brandenburgischen Grünheide produziert. Der erste Eindruck dieser Fahrzeuge konnte nicht so richtig überzeugen. Irgendwie logisch, denn welcher Hersteller kann schon beim Hochfahren einer Produktion sofort perfekte Qualität liefern?
Mittlerweile ist die Qualität aus Grünheide aber laut verschiedenen Berichten ebenfalls gut. Im Mai 2023 startete auch die Produktion des Standard Model Y. Somit stammen mittlerweile alle in Europa verkauften Model Y aus Grünheide.
Model S und X
Model S und X wurden von Ende 2020 bis Ende 2022 nicht mehr in Europa verkauft. Durch den lange erwarteten Refresh erhielten endlich auch diese Fahrzeuge eine Überarbeitung. Diese beiden Fahrzeugmodelle werden aber für den globalen Markt nur in Kalifornien produziert.
Ende 2022 wurden die ersten überarbeiteten Fahrzeuge endlich auch in Europa ausgeliefert. Wer dieses Model S bestellt hatte, musste also bis zu zwei Jahre darauf warten. Die Qualität der Verarbeitung ist offenbar „Ami typisch“, also nicht so gut, wie man sie in Europa erwarten würde.
Mehr dazu in diesem Video:
Fortschritt beim autonomen Fahren mit FSD
Wer die FSD Option gekauft hat und ein Fahrzeug mit dem „FSD Computer“ für autonomes Fahren besitzt, hat bezüglich Updates seit Jahren in Europa nicht wirklich viele Neuerungen erhalten.
Ein Grund dürften die regulatorischen Einschränkungen der UN/ECE sein. Tesla konzentriert sich seit einiger Zeit auf die Entwicklung von FSD im amerikanischen Markt. Das Fahrverhalten des Autopiloten hat sich daher in Europa seit etwa Ende 2019 leider kaum verändert.
FSD Autopilot-Computer auf HW4 Basis (Hardware 4)
Alle Model S und X mit Produktionsdatum ab Mitte Januar 2023 haben HW4 (auch AI4 genannt). Auch die Produktion des Model 3 und Y wurde im Laufe des Jahres 2023 auf Autopilot Hardware 4 umgestellt.
4680er Batteriezellen
Die neuen 4680-Zellen entwickelt Tesla, um eine höhere Energiedichte, geringere Kosten und eine einfachere Produktion zu erreichen. Durch die spezielle Konstruktion bilden diese neuen Zellen zusammen mit ihrem Boden und Deckel außerdem einen tragenden Teil der Fahrzeugstruktur.

Tesla hat an der Kato-Road in Fremont eine Produktionsanlage aufgebaut, deren Output laufend erhöht wird.
In der Gigafactory Texas werden Model Y für den amerikanischen Markt seit März 2022 teilweise mit 4680-Zellen produziert. Aktuell gibt es aber noch immer zu wenig 4680-Batterien, um den Bedarf zu decken.
Das Model Y aus der Gigafactory Berlin, sowie alle sonst für Europa bestimmten Fahrzeuge, werden daher momentan noch mit den älteren 2170-Zellen gefertigt.
Neue Model S und X (auch Plaid) nutzen sogar nach wie vor die 18650-Zellen von Panasonic. Diese Zellen wurden nicht ohne Grund gewählt; aufgrund der Tatsache, dass 18650er Zellen während des Betriebs, vor allem im Track-Modus, weniger Wärme abgeben als größere Batterien, sind es die ideale Zellen für die Ultra-Performance-Limousine.
Auch in Grünheide wird das Model Y mit den 4680-Zellen irgendwann kommen. Geplant war ursprünglich eine Umstellung der Produktion im Oktober 2022. Diese scheint sich mittlerweile aber noch zu verzögern, denn es wurden Ressourcen für die Batterieproduktion nach USA verschoben, um den Bedarf dieser Batterien für die Produktion des Cybertrucks zu decken.
Wer also unbedingt auf die neuen Zellen warten möchte, sollte seine Bestellung noch hinausschieben, bis die ersten Modelle mit diesen Zellen definitiv ausgeliefert wurden. Das kann aber durchaus noch Jahre dauern. Die Zellen werden offenbar prioritär für den Tesla Semi Lastwagen und den Cybertruck gebraucht.
Tesla schafft es offenbar nicht, die Produktion wirklich wie gewollt zu skalieren. Offenbar setzte Elon Musk sogar ein Ultimatum, und es könnte sein, dass dieser Batterietyp wieder eingestellt wird.
Neuer MCU3 Infotainment-Computer
Der seit März 2018 verbaute MCU2 Infotainment-Computer wurde ebenfalls durch einen Nachfolger ersetzt.
Aktuelle Neuwagen enthalten die MCU3, auch MCU-Z genannt. Sie ist seit Mitte 2021 in den Refresh Model S und X in USA im Einsatz. Seit Dezember 2021 auch in Model 3 und Y. Der AMD Ryzen Prozessor der MCU3 ist vergleichbar mit der Grafikleistung einer Playstation 5. Ein Retrofit zum Nachrüsten bei älteren Fahrzeugen ist leider nicht möglich.
Über einen Nachfolger ist bisher nichts bekannt.
Was kommt demnächst noch an Neuigkeiten?
Cybertruck
Die ersten Cybertruck Fahrzeuge wurden im November 2023 endlich an die Kunden in USA ausgeliefert. Ob er jemals nach Europa kommt, ist noch unklar.
FSD Supervised in Europa
Angeblich soll demnächst FSD auch für Europa angepasst werden, aber bis wann das passiert und bis wann die europäischen Aufsichtsbehörden es zulassen, ist noch nicht bekannt. Angeblich wird das erste Quartal 2025 angestrebt aber mehr ist nicht bekannt.
Sobald FSD Supervised in Europa kommt, dürfte mit einer Preiserhöhung beim FSD Paket zu rechnen sein. Tesla passt den Preis für FSD regelmäßig an den Funktionsumfang an.
Ob und wann FSD auch als Abo nach Europa kommt, ist nicht bekannt.
Was kommt mittelfristig?
Neue Fahrzeugmodelle
Semi
Was die Modellpalette angeht, hat Tesla bereits viele Fahrzeuge, die teilweise vor Jahren angekündigt wurden. Die Auslieferung der ersten Semi Sattelschlepper wurde endlich Ende 2022 durchgeführt und die Produktion wird langsam hochgefahren.
Roadster
Der next Generation Roadster wurde ursprünglich für 2020 angekündigt. In den letzten Jahren wurde er mehrmals bis auf 2023 verschoben, aktuell wird zwar offenbar intensiv am Roadster gearbeitet, aber es ist nicht bekannt bis wann er kommen wird. Da die Profitabilität von Tesla primär an der Massenproduktion des Model 3 und Model Y hängt, dürften diese Fahrzeuge einfach mehr Priorität haben.
Außerdem dürften die technischen Spezifikationen des Roadsters sehr hoch gegriffen sein. Der angekündigte 200 kWh Akku und der Verkaufspreis ab 200’000 USD wird für eine entsprechende Marge auch einen tiefen Batteriezellenpreis erfordern. Das widerspricht aber definitiv die aktuelle Lage der hohen Rohstoffpreise. Eine Preiserhöhung scheint also wahrscheinlich.
Der Roadster ist schlichtweg auch nur ein Nischenprodukt und vermutlich deshalb bei Tesla nicht erste Priorität. Vor einigen Jahren wurde der Roadster auch als Prämie für das damalige Referral-Programm genutzt, mit dem bestehende Tesla Kunden neue Kunden werben konnten.
Deshalb muss Tesla irgendwann auch noch achtzig Roadster als Prämien den betreffenden Kunden kostenlos übergeben. Wohl ein Grund mehr, etwas länger damit zu warten. Der neue Roadster soll noch Ende 2024 vorgestellt werden und 2025 in Produktion gehen.
Kleinwagen
Die Kompaktklasse / Kleinwagen ist bei Tesla seit einiger Zeit ein Wunsch vieler Kunden. Bereits 2020 kündigte Elon Musk Abhilfe durch ein Fahrzeugmodell unterhalb der Klasse des Tesla Model 3 an.
Dieses Fahrzeug soll 25’000 USD kosten und trotzdem mit einer Reichweite von mindestens 250-300 Meilen (400-480 km) ausgestattet sein. Wie man allerdings in der Biografie von Elon Musk* lesen kann, ist Musk kein Fan vom klassischen Kleinwagen. Er möchte viel lieber das selbstfahrende Robotaxi, das mit FSD völlig autonom auf den Strassen unterwegs ist.
Kennst Du schon die allerneueste Biografie über Musk?
Offenbar konnte das Team um Designchef Franz von Holzhausen ihn aber mit dem Argument umstimmen, dass das Robotaxi und der Kleinwagen auf der gleichen Produktionsstraße hergestellt werden können. So könnte man sehr einfach nach Bedarf neben dem Robotaxi auch ein Fahrzeug im konventionellen Stil mit Lenkrad und Pedalen herstellen.
Je nachdem, ob zu dem Zeitpunkt die FSD Software von den Behörden genehmigt sein wird, könnte das Fahrzeug also in der einen oder anderen Variante produziert werden.
Mehr Details zum kompakten Kleinwagen von Tesla
Robotaxi
Während der Konferenz zu den Q1/22 Quartalszahlen wurde die Präsentation eines Tesla Robo-Taxis für das Jahr 2023 angekündigt. Es soll dem Tesla Network genannten Fahrdienst dienen, der autonom fahrende Robo-Taxis ermöglichen soll. Vorausgesetzt, die FSD Software ist bis dann fertiggestellt und erhält eine Zulassung.

Beim verhüllten Fahrzeug ganz rechts dürfte es sich um 700 Mio Stück Kleinwagen/Robotaxis für den individuellen Personenverkehr handeln.
Das andere verhüllte Fahrzeug links daneben (300 Mio Stück), könnte von der Form her eher ein kleiner Kastenwagen sein. Mittlerweile wissen wir, dass es sich um einen autonomen VAN für den Personentransport handelt.

Was nun? Jetzt einen Tesla kaufen oder warten?
Die spannende Frage lautet:
„Soll man jetzt schon einen Tesla kaufen, oder doch lieber warten?“
Tesla hat die Preise im Jahr 2024 bereits mehrmals gesenkt. Kommen noch weitere Senkungen oder war es das jetzt?
Natürlich habe ich keine Glaskugel, um in die Zukunft zu blicken. Ich erlaube mir aber ein paar Vermutungen anzustellen und vielleicht hilft dies dem einen oder anderen ja bei der Entscheidungsfindung.
Kommt nun ein Kleinwagen/Crossover oder doch nur ein Robotaxi?
Gerüchten zufolge soll Tesla drei neue Automodelle im ersten Halbjahr 2025 weltweit auf den Markt bringen.
Diese Fahrzeuge würden angeblich gleichzeitig aus 3 Fabriken ausrollen:
- Giga Texas
- Giga Shanghai
- Giga Berlin
die potenziellen Modelle:
- Aktualisiertes Model Y, (Codename Juniper)
- Kompakter Crossover, (Codename Redwood) auf Basis „unboxed manufacturing process“.
- CyberCab mit oder ohne Lenkrad und Pedalen
Aber wie geschrieben: es sind nur Gerüchte. 🙂
Mehr Details zum „unboxed manufacturing process“ in diesem Video:
Model 3
Der Zeitpunkt für den Kauf eines Model 3 ist sehr interessant. Mit dem Wechsel auf den Highland Facelift ist man technologisch vorn mit dabei. Allerdings auch zu einem hohen Preis. Tesla ist dafür bekannt, neue und überarbeitete Modelle zuerst teurer zu verkaufen. Die Preise dürften daher in den nächsten 12 Monaten eher sinken.
Außerdem würde ich nie eines der ersten Fahrzeuge einer neuen Produktion kaufen. Kinderkrankheiten sind praktisch vorprogrammiert.

Model Y
Tesla plant auch ein komplett überarbeitetes Model Y analog des Model 3 Highland. Aktuell wird er unter dem Codenamen „Juniper“ entwickelt. Die Produktion wird vermutlich im Q1/2025 beginnen.
Also lieber warten? Jein. Warten kann man immer. Vor dem Refresh ist nach dem Refresh. 🙂 Aber ein Fahrzeug aus der frisch begonnenen Produktion würde ich eher meiden. Meistens haben diese Autos einige Kinderkrankheiten.
Es kommt daher darauf an, wie lange man warten kann/möchte. Und was die eigenen Prioritäten sind.
Model S und Model X
Beim Model S und Model X dürfte sich nicht viel tun. Diese Fahrzeuge sind für Tesla immer weniger wichtig. Es gibt keine Gerüchte über geplante Facelifts. Durch Preisreduktionen auf unter 100’000 EUR scheint der Zeitpunkt sehr günstig zu sein, um ein solch geniales Fahrzeug der Oberklasse zu kaufen.
Mit dem Plaid Antrieb hat Tesla die Messlatte an Reichweite und Beschleunigung nochmals höher gelegt (aber auch teurer). Der Plaid+ war ursprünglich angekündigt, wurde aber wieder abgekündigt und wird nun doch nicht gebaut. Schließlich muss noch Luft nach oben für den neuen Roadster bleiben.
Für den Akku des Refresh Model S und X wird bisher weiterhin der alte 18650-Zelltyp aus den Vorgängern verwendet. Der 100 kWh Akku im 18650-Format ist bereits seit Jahren die höchste Kapazität im Model S und Model X. Auch beim Refresh setzt Tesla weiterhin auf diesen Zelltyp, hat aber offenbar Anpassungen am Kühlsystem gemacht.
Ob und wann die 4680-Zellen hier eingesetzt werden, ist nicht bekannt.
Lohnt sich ein Tesla? Mein Vorschlag:
Tesla jetzt kaufen. Denn es gibt immer einen Grund zum Warten! 🙂
Durchschnittlich nimmt die Effizienz von Tesla Fahrzeugen pro Jahr um drei Prozent zu. So könnte man argumentieren, dass man besser mit dem Kaufen eines Tesla ein paar Jahre warten sollte.
Aber der technologische Fortschritt bleibt nie stehen, daher bringt das Warten eigentlich nichts. Es gibt immer etwas Neues.
Ich denke dabei immer auch an die ersten Computer-Flachbildschirme, Smartphones und LCD-TV zurück. Jedes Jahr kamen neue Modelle, die viel besser und trotzdem günstiger waren. Das ist in der Entwicklung von Technologie absolut normal und unvermeidbar.
Mittlerweile gibt es sogar einen Tipp von Elon Musk, wann der richtige Zeitpunkt zum Kauf eines Tesla ist.
Aber wie bereits erwähnt: generell würde ich eines der ersten Fahrzeuge, das vom Band läuft, definitiv nie kaufen. AT-Zimmerman untersucht in diesem Video eines der ersten Model Y nach 80’000 Kilometern und ist schockiert.
Man könnte immer auf etwas Besseres warten. Aber zu welchem Preis? Hätte ich vor mittlerweile mehr als sechs Jahren mein Model S nicht gekauft, wäre ich heute bei dieser „elektrischen Revolution“ nicht mit dabei und man könnte meine Beiträge hier nicht lesen. 🙂
Warum das Warten auf neue Batterietechnologien nicht sinnvoll ist, wird auch gut in diesem Video erklärt.
Tatsächlich kann man beim Kauf eines Tesla aber auch richtig Pech haben, indem man zum Beispiel kurz vor einer Preisreduktion gekauft hat. Da hat man dann im schlimmsten Fall auch mehrere zehntausend Euro mehr bezahlt als wenige Wochen später.
Ärgerlich ist auch, wenn Tesla kurz nach dem Kauf irgendwelche tollen technischen Verbesserungen an der Fahrzeug „Hardware“ bringt, die nicht nachrüstbar sind (das war zum Beispiel bei der MCU3 so). Es nervt, wenn man unwissentlich kurz vor einem solchen Moment kauft.
Da es bei Tesla eigentlich keine Modelljahre gibt, fließen Verbesserungen oft kontinuierlich in die Produktion ein.
Wegen des Osborne-Effektes kündigt Tesla diese Änderungen in der Regel auch nicht an. Sonst stornieren Kunden ihre Bestellungen für das aktuelle, bald veraltete Produkt oder warten, bis die neue Version da ist.
Lohnt sich ein Tesla also doch nicht, wenn doch alles so schnelllebig ist?
Es ist und bleibt ein Poker. Die Preise schwanken, neue Funktionen und mehr Reichweite oder schnelleres Laden kommen laufend auf den Markt. Die Batteriepreise pro kWh sanken bisher über die Jahre immer weiter, je stärker die Elektroautos in der breiten Masse ankommen.
Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage wurden die Preise in den vergangenen Monaten massiv gesenkt. Klar, Tesla hat die Fabriken, Mitarbeiter und Ressourcen, um diese Anzahl Fahrzeuge zu produzieren. Und sie können es sich leisten, die Preise zu reduzieren, da ihre Margen im Vergleich zur Konkurrenz sehr hoch sind.
Es ist also besser für Tesla, die Fahrzeuge günstiger zu verkaufen, als weniger Fahrzeuge zu verkaufen. Außerdem hat Tesla garantiert auch Abnahmeverträge mit den Rohstofflieferanten. Die Autos müssen gebaut und verkauft werden. Koste es, was es wolle.
Laut Elon Musk will Tesla trotz Rezession am geplanten Wachstum von durchschnittlich 50 % pro Jahr festhalten. Man will also nicht nur gleich viele Autos verkaufen, sondern auch mehr als im Vorjahr. Das geht bei der aktuellen Wirtschaftslage nur über Preisreduktionen.
Man kann daher ohne Übertreibung sagen:
Aktuell sind die Preise für einen Tesla günstig.
Das hängt aber immer mit der Nachfrage zusammen. Hat Tesla genügend Nachfrage, um die produzierten Fahrzeuge zu verkaufen, werden die Preise sofort angehoben. Das konnte man in der Vergangenheit mehrmals beobachten.
Bereits mehrmals wurde auch schon zwei bis drei Wochen vor Quartalsende eine Preiserhöhung per Anfang des folgenden Quartals angekündigt, damit die Kunden noch schnell im aktuellen Quartal den Bestand aufkaufen. Aber 3-4 Wochen später im neuen Quartal wurden die Preise bereits wieder um den genau gleichen Betrag gesenkt (weil vermutlich die Nachfrage wieder nachgelassen hatte).
Bei der Preisgestaltung dreht sich bei Tesla also alles um die aktuelle und zukünftige Nachfrage.
Die Förderung ist gerade in Deutschland mittlerweile auch kein Thema mehr. Ab 2023 wurde sie reduziert und per Anfang 2024 eingestellt. Allerdings lohnt sich ein Elektroauto auch ohne Förderung.
Und was wäre die Alternative, wenn man jetzt ein anderes Auto benötigt?
Ein Verbrenner? Für mich definitiv nicht. Vom Umweltbewusstsein her könnte ich nicht mehr zurück. Und ich habe auch noch andere Gründe, warum ich Tesla fahre.
Außerdem wird das Benzin auch immer teurer, wie der Strom natürlich auch. Aber trotz hohem Strompreis fährt man mit dem Elektroauto unter Umständen günstiger.
Meiner Meinung nach bietet zurzeit nur Tesla das stimmige Gesamtpaket aus tollen, begeisternden Fahrzeugen mit guter Alltagsreichweite und einem eigenen unkomplizierten und gut ausgebauten Supercharger Netzwerk.
Ich hoffe, meine Gedanken waren für Deine Kaufentscheidung hilfreich.
Hier geht es zum nächsten Beitrag in der Serie „Du möchtest einen Tesla kaufen?“:
Tesla Empfehlungsprogramm: So kannst du Geld sparen
Als Alternative zum Kauf gibt es auch die Möglichkeit einen Tesla im Abo zu fahren. So lässt sich das Fahrzeug nach einem bestimmten Zeitraum sehr einfach wieder wechseln.
Dafür gibt es unter anderem den folgenden Anbieter:
FINN (ACHTUNG: Wohnsitz in Deutschland notwendig):
Beitrag teilen:

Du kannst meine Arbeit mit einem virtuellen Kaffee unterstützen.
Herzlichen Dank! 😉☕⚡
👉 Jetzt unterstützen

Hast du in diesem Beitrag Unstimmigkeiten oder veraltete Angaben entdeckt?
Unterstütze die Tesla-Community und sende mir bitte einen Hinweis. Vielen Dank!
Spielst du mit dem Gedanken, dir einen Tesla zuzulegen? Dann ist dieser Kaufratgeber genau das Richtige!








