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Tesla einfach erklärt Teslawissen Elektromobilität
Bildquelle: Tesla

Vier Gründe warum ich kein Auto mit Verbrennungsmotor mehr fahren möchte

Ein Elektroauto? Wieso das denn? Wie weit kommst Du damit? Wo lädst Du dann? Geht da der Akku nicht nach wenigen Jahren kaputt?

So oder so ähnlich reagierten Freunde und Bekannte, als sie meine Pläne damals mitbekommen hatten. Ich wollte meinen beinahe zehn Jahre alten VW Scirocco TSI 2.0 verkaufen und komplettes Neuland betreten.

Mittlerweile fahre ich seit Mitte 2017 einen Tesla und aus den folgenden Gründen möchte ich nie wieder ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen.

 

Das Fahrgefühl

Wer einmal elektrisch gefahren ist und es wirklich unvoreingenommen beurteilt, wird danach nichts anderes mehr fahren wollen. Elektrisch fahren ist ein sanftes und leises Dahingleiten ohne ruckelnde und ratternde Vibrationen (die einem selbst erst auffallen, wenn man den Unterschied kennt). Es gibt keine heulenden oder brummenden Motoren und trotzdem unglaubliche und sofort verfügbare Leistung, die jeden Verbrenner alt aussehen lässt. Ein Elektroauto wirkt einfach durch und durch modern und fühlt sich an wie die Zukunft. Setze ich mich heute in einen Verbrenner, fühlt es sich an als würde ich einen Dinosaurier fahren. 

Der technologische Vorsprung

Manche Menschen behaupten Tesla wäre der restlichen Autoindustrie 7 Jahre voraus. Mittlerweile setzen ja alle Hersteller auf Elektromobilität. Aber keiner bietet bisher ein Gesamtpaket, das so alltagstauglich ist und sich laufend verbessert.

Durch Software-Updates erhält jedes Fahrzeug, gleich wie bei einem Mobiltelefon, kostenlos über WLAN oder Mobilfunknetz laufend neue Funktionen und Updates. So wird das Auto über Nacht immer besser. Ein Gefühl, dass ich bisher nicht kannte. Mein früherer VW Händler wollte sogar für ein Navigationskartenupdate einen fetten Betrag kassieren.

Die Unterhaltskosten

Ein Elektroauto benötigt praktisch keine Wartung. Entsprechend tief sind die Unterhaltskosten eines Tesla. Elektromotoren bestehen aus viel weniger Bauteilen als Verbrennungsmotoren, denn ein Elektromotor ist technisch viel simpler aufgebaut und benötigt auch kein Getriebe. Ein Elektromotor dreht sich einfach rückwärts, wenn der Fahrer den „Rückwärtsgang“ einlegen will. Der Elektroantrieb ist außerdem so ausgelegt, dass er eine Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) wartungsfrei übersteht.

Alles in allem ist ein Elektroauto in der Vollkostenrechnung bereits heute günstiger als ein vergleichbares Verbrennermodell.

Ein flächendeckendes Netz mit Schnellladestationen

Tesla bietet mit seinen “Supercharger” Ladestationen ein eigenes Netzwerk, das es auch ermöglicht auf Langstrecke jeden Punkt in Europa problemlos zu erreichen. Selbst eine Fahrt an das Nordkap ist möglich. Bisher bietet kein anderer Hersteller eine ähnlich gut ausgebaute und so zuverlässige Infrastruktur. Bei Tesla gibt es keine unterschiedlichen Ladekarten oder Bezahlsysteme. Einfach Kabel einstecken und das Fahrzeug lädt automatisch. Fahrzeug und Ladestation kommunizieren miteinander. Die Stromkostenabrechnung erfolgt automatisch über die im Kundenkonto hinterlegten Zahlungsinformationen.

Moment! Aber was ist mit Klima- und Umweltschutz?

Im Zusammenhang mit Elektroautos liest man doch immer:

“Kinderarbeit bei der Kobaltförderung in Afrika!”…”dreckiges Lithium und Umweltverschmutzung in Südamerika!”…”Der CO2 Ausstoss bei der Batterieproduktion ist viel zu hoch!”.
Solche, oder so ähnliche Aussagen bekommt man als Elektroautofahrer immer wieder zu hören. Und kurz gesagt: Diese Aussagen sind nicht zu Ende gedacht und meistens komplett falsch. Das Verbreiten solcher falschen Informationen in den Medien ist lediglich der Versuch mächtiger Firmen einen unaufhaltsamen Wandel zu etwas neuem zu verhindern.
 
Es gibt 1,3 Milliarden Fahrzeuge weltweit. Von denen fahren die allermeisten mit Benzin. Dabei ist klar, dass mit der aktuellen Situation große Firmen im Automobil- , Erdöl- und Transportsektor sehr viel Geld verdienen. Diese Firmen haben kein Interesse daran, dass ihr auf einem Verbrennungsmotor basierendes Geschäftsmodell plötzlich nicht mehr funktioniert. Wo kämen wir denn da hin, wenn plötzlich keiner mehr Benzin tankt und Automotoren nicht mehr regelmäßig zur Wartung gebracht werden, weil sie schlichtweg keine Wartung mehr benötigen? Diese Denkweise und der damit verbundene Schutz der eigenen Interessen sind übrigens kein neues Verhalten und absolut menschlich.
 
Als Bertha Benz im Jahr 1888 die erste Langstreckenfahrt mit einem Automobil machte, musste sie das an einem Sonntag tun. Denn Carl Benz, ihrem Ehemann und dem Erfinder des ersten Autos, machten die Pferdekutscher das Leben schwer. Sie bangten um ihre Zukunft. Das Auto durfte deshalb wegen ihrer Interventionen nur auf dem Fabrikgelände fahren. Dafür sorgten an Werktagen Polizisten, die das Gelände bewachten. Aber am Sonntag war auch für die Polizisten Sonntag und dem verbotenen Autoausflug stand nichts mehr im Weg. Wir wissen alle was aus dieser einen Fahrt geworden ist: ein über 100 Jahre andauernder Siegeszug des Automobils über die Pferdekutschen.
 
Mittlerweile stehen wir wieder genau an einem solchen Punkt. Das Elektroauto (und nicht Wasserstoff) wird PKW’s mit Verbrennungsmotor verdrängen. Ich empfehle allen Skeptikern das folgende Video und das kritische Hinterfragen der Sachlage im Hinblick auf den Klimawandel. Wir nehmen sehr viele Dinge in unserem Alltag als gegeben hin, die eigentlich nicht so sein müssten. Es gibt mittlerweile bessere Alternativen zum verbrennen von Erdöl.
 
 
 

Englische Originalversion:


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