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tesla model 3 preisentwicklung

Tesla Model 3 und Y Preisentwicklung

Die Preisentwicklung beim Tesla Model 3 und Y ist von vielen Faktoren abhängig. Oft liest man von starken Preisschwankungen und unzufriedenen Kunden, die im falschen Moment genau vor einer Preisreduktion ihr Fahrzeug bestellt hatten.

Natürlich habe auch ich keine Kristallkugel, aber es gibt einige Dinge, die sich in der Vergangenheit schon wiederholt haben. Wann sollte man also kaufen und wann lohnt es sich, mit einem Kauf zuzuwarten?

In diesem Beitrag geht es darum, wie man die historische Preisentwicklung des Tesla Model 3 und Y herausfinden kann und um Tipps rund um den besten Kaufzeitpunkt.

 
 

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, machte Tesla seine Fahrzeuge mit sinkenden Akkupreisen über die Jahre Schritt für Schritt günstiger. Bei der Markteinführung in Deutschland im Februar 2019, war die günstigste erhältliche Model 3 Version, die „Maximale Reichweite“ Variante, für 53.280 EUR erhältlich (Quelle: Wikipedia). In der Schweiz kostete dieses Modell bei Einführung 59.400 CHF.

Sechs Monate später kostete ein solches Model 3 bereits rund 1000 EUR weniger und zusätzlich dazu wurde das günstigere „Standard Reichweite Plus“ Modell eingeführt. Außerdem musste der Autopilot damals für 3000 EUR in Form der Option „Erweiterterte Autopilot-Funktionalität“ (EAP) noch dazu gekauft werden. Heute ist der Basis Autopilot in einem gegenüber EAP leicht reduzieren Umfang kostenlos im Basispreis des Fahrzeuges enthalten.

Natürlich geht es aber nicht nur abwärts. Zwischenzeitlich hebt Tesla manchmal die Preise auch wieder an, wie es seit Anfang 2022 aufgrund steigender Energie- und Rohstoffpreise der Fall war.

Noch größere Schwankungen gab es in der Vergangenheit bei den teureren Performance-Modellen.

Hier hat Tesla zu bestimmten Zeiten vermutlich auch die Nachfrage mit Preissenkungen stimuliert, aber natürlich später auch wieder erhöht. Unglücklicherweise konnte es bei einem schlechten Timing tatsächlich passieren, dass ein Fahrzeug dieser teureren Kategorie bereits wenige Monate nach dem Kauf für bis zu 9’000 EUR günstiger angeboten wurde.

Historische Tesla Model 3 und Y Preisentwicklung

Eine Herangehensweise, um dieses Risiko zu minimieren, sind die Zeitpunkte von Preisreduktionen, oder Preissteigerungen im Preisverlauf zu beobachten.

Teslafans dokumentieren die Preisentwicklung der Tesla Fahrzeugmodelle in einer Google Docs Tabelle (nicht nur für Model 3 und Y). Es handelt sich dabei zwar um die amerikanischen Preise, aber meistens kommt es bei Preiserhöhungen und Reduktionen in allen Ländern zu Anpassungen.

So hat man einen ungefähren Überblick, wann und um welchen Betrag es in der Vergangenheit Änderungen bei den Preisen gab:

 

Tesla model 3 preis Preisentwicklung Tabelle

 

Eine andere Quelle gibt es bei PKW.de

Dort werden die historischen Gebrauchtwagen-Preise und der Trend für das Tesla Fahrzeuge in Euro beobachtet.

Wer sich etwas detaillierter einarbeiten möchte, kann bisherige Preiserhöhungen und -Reduktionen auch in den jeweiligen News-Artikeln von Teslamag finden. Dort einfach die Beiträge nach der Kategorie „Preis“ filtern.

Saisonaler Einfluss auf den Preis

In der Vergangenheit konnte man über Jahre hinweg immer wieder beobachten, dass Tesla die Verkäufe hauptsächlich gegen Ende eines Quartals massiv mit Sonderangeboten und Preissenkungen angekurbelt hat.

Da Tesla seine Fahrzeuge ohne Zwischenhändler vertreibt, gilt ein Auto nur als „verkauft“, wenn es dem Kunden übergeben wurde. Und als börsennotiertes Unternehmen steht Tesla unter einem gewissen Druck, da die Anzahl verkaufter Fahrzeuge idealerweise von Quartal zu Quartal steigen sollte. Etwas anderes würde von den Aktionären nicht gutgeheißen, was wiederum für fallende Aktienkurse sorgen würde.

Deshalb hatte sich in der Vergangenheit oft der Rhythmus eingespielt, dass am Anfang eines Quartals in China und USA hauptsächlich Fahrzeuge für den Export produziert werden. Während diese dann per Schiff nach Europa unterwegs sind, werden die Fahrzeuge für den jeweils lokalen Markt in der Fabrik produziert.

Am Ende des Quartals werden dann so viele Fahrzeuge wie möglich in allen Märkten an die Kunden übergeben. Denn jedes Fahrzeug, das bereits produziert, aber nicht übergeben wurde, taucht in der Bilanz dieses Quartals nicht als verbuchter Gewinn auf.

Tesla produzierte dabei auch so viele Fahrzeuge pro Quartal wie möglich. Da die Konfigurationen sich nur gering unterscheiden, können sie Fahrzeuge einfach auf Halde produzieren, auch wenn noch kein Kunde sie bestellt hat.

Wenn dann gegen Ende des Quartals doch noch unverkaufte Lagerfahrzeuge vorhanden sind, werden diese oft mit Sonderangeboten abverkauft, um das Lager zum Stichtag so leer wie möglich zu haben.

Oft wurden die Fahrzeuge nicht unbedingt im Preis reduziert, aber es gab zum Beispiel manchmal auch den „erweiterten Autopilot“ kostenlos dazu. Früher wurde sogar kostenloses Supercharging in solchen Situationen als Goodie benutzt, um den Absatz gegen ein Quartalsende nochmals anzukurbeln.

Es ist immer eine Frage der Nachfrage, aber die ist bei Tesla meistens sehr hoch, was das Jagen nach einem Schnäppchen nicht einfach macht.

 

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Tesla jetzt kaufen oder warten?

Eindeutig zu beobachten ist: die Preise sinken nicht nur. Langfristig gibt es zwar diesen Trend, da jede neue Technologie am Anfang der Entwicklung teuer ist und später immer günstiger wird. Gut zu beobachten, ist das zum Beispiel bei Computerbildschirmen oder Fernsehern.

Bei Elektroautos sind es vor allem die Batterien, die mit der Weiterentwicklung immer günstiger werden.

Aber dazwischen kann es Gründe für Preissteigerungen geben. Zum Beispiel lässt sich aktuell feststellen, dass bedingt durch die hohe Nachfrage und die wegen Inflation steigenden Rohstoffpreise, der sinkende Preis für Batteriezellen abgebremst wird. Manche Forscher behaupteten bereits im Jahr 2020, dass der Preis für Batteriezellen sogar steigen werde, da immer mehr konventionelle Autohersteller ebenfalls auf Elektroautos setzen. Die extrem hohe Nachfrage nach diesen Rohstoffen erhöht die Preise.

Und genau so ist es auch gekommen. Im Jahr 2022 gab es gleich mehrere Preiserhöhungen bei Tesla. Die Frage ist nur: wann ist das Ende der Fahnenstange erreicht?

Außerdem werden Teslas ein immer gefragteres Produkt und bei großer Nachfrage steigt automatisch der Preis eines knappen Guts.

Das wiederum könnte natürlich mit dem weiteren Hochfahren der Produktion in der Gigafactory Berlin und Austin kompensiert werden. Es bleibt immer auch etwas Glück dabei, ob man im – aus preislicher Sicht – „richtigen“ oder „falschen“ Moment den Tesla gekauft hat.

Der „richtige“ Moment hängt aber nicht nur vom Preis ab. Auch technische Eigenschaften können ein Argument für den Kauf oder das Warten sein.

Ist der Preis für einen Tesla aktuell zu teuer?

Ja, Tesla Model 3 und Y sind nach der aktuellen Preisentwicklung im Jahr 2022 definitiv teuer. Wenn man bedenkt, dass ein Model 3 Standard aktuell schon 50’000 € kostet und es vor nicht allzu langer Zeit rund 10’000 € weniger waren, dann ist das schon Wahnsinn.

Die Anschaffung ist im Vergleich zum Benziner oder Diesel definitiv teurer. Aber oft wird vergessen, dass die Betriebskosten günstiger ist. In der aktuellen Situation mit sehr hohen Strompreisen schmilzt allerdings auch dieser Vorteil dahin. Es kommt extrem darauf an, wie viel man für den Strom bezahlt.

Vor dem Krieg in der Ukraine und der hohen Inflation war ein Tesla in der Vollkostenrechnung immer günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner. An folgende Unterschiede werden oft beim Vergleich der Preise mit einem Verbrenner Fahrzeug nicht gedacht:

  • Strom war bis Ende 2021 meistens wesentlich günstiger als Benzin oder Diesel. Das Model 3 hat bei sparsamer Fahrweise einen Verbrauch von rund 15 kWh pro 100 Km. Bei einem Stromtarif von 29 Cent/kWh sind das 4,35 EUR pro 100 Km. Für die Schweiz würden die Kosten bei einem Strompreis von 25 Rappen pro kWh bei 3,75 CHF pro 100 Km liegen. Natürlich kann man das nicht pauschal betrachten. Jeder hat unterschiedliche Bedingungen bezüglich Strompreis und Orten, an denen er laden muss. Wer zum Beispiel beim Arbeitgeber kostenlos lädt, der die Elektromobilität mit einer Lademöglichkeit unterstützt oder als Eigenheimbesitzer eine eigene Photovoltaik-Anlage hat, ist hier definitiv in einer besseren Situation.
  • Elektroautos benötigen weniger Wartung. Dadurch sinken auch die Betriebskosten. Die gesparten Servicekosten, die man in den ersten 10 Jahren für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor aufbringen muss, sind nicht unerheblich. Mehr Informationen zu den Tesla Wartungskosten in diesem Beitrag.
  • Oft werden Elektroautos steuerlich begünstigt. Dies dient aktuell noch zur Förderung der Elektromobilität. Natürlich wird dies nicht für immer so bleiben. In Deutschland gibt es zum Beispiel den BAFA Umweltbonus und in Österreich die Umweltförderung. In der Schweiz zahlen Elektroautos je nach Kanton weniger oder keine Verkehrssteuern.
  • Im Tesla Model 3 und Y sind bereits sehr viele Extras in der Grundausstattung enthalten, die bei anderen Herstellern aufpreispflichtig sind. Um fair zu vergleichen, muss man diese Extras ebenfalls dazu rechnen. Außerdem sind einige Ausstattungsmerkmale beim Verbrenner nur schwer erhältlich (zum Beispiel die Standheizung und die Vorklimatisierung via Mobiltelefon-App). Alain Veuve hat dazu einen interessanten Vergleich gemacht. Das Model 3 wird in einem fairen Vergleich von praktisch keinem anderen Hersteller bezüglich Anschaffungskosten geschlagen. Werden dazu noch die günstigeren Betriebskosten berücksichtigt, sinkt die Vollkostenrechnung weiter.

Wann sollte man also einen Tesla kaufen?

Generell galt bisher bei Tesla immer folgende Faustregel:

Wer unmittelbar NACH einer Preisreduktion ein Fahrzeug kauft, trifft in der Regel einen guten Moment. Zwei Preisreduktionen innerhalb kurzer Zeit gab es meines Wissens noch nie. Allerdings können Preisreduktionen auch Vorläufer für Neuerungen in den Modellen sein. Da Tesla keine Modelljahre hat, sondern Änderungen laufend in die Produktion einfließen lässt, werden neue Überarbeitungen oft auch ohne Ankündigung schlagartig eingeführt. Mit der Preisreduktion will man dann noch die alten Varianten an den Mann bringen, bevor sie zu Ladenhütern werden.

Das Model 3 wurde zum Beispiel Ende 2020 günstiger abverkauft, bevor die neuen Model 3 Refreshvarianten eingeführt wurden. Um die Verkäufe nicht zum Stocken zu bringen, kündigt Tesla solche Neuerungen verständlicherweise nicht vorher an.

Wer bezüglich des Restwertes seines Tesla Bedenken hat, sollte vielleicht besser ein Leasing mit vordefiniertem Rückkaufpreis, anstelle eines Barkaufs bevorzugen. Wer hingegen plant, das Fahrzeug sehr lange zu fahren, ist mit dem Barkauf besser bedient. Schließlich scheinen Teslas dafür ja auch lange genug zu halten. Und nach so langer Zeit ist der ehemalige Kaufpreis eigentlich sowieso egal.

 

Als Alternative gibt es auch die Möglichkeit, einen Tesla im Abo zu fahren.

 

Kein Kauf, kein Leasing und trotzdem alles komplett inklusive. Zum Beispiel bei folgenden Anbietern:

Carvolution in der Schweiz:

 

FINN in Deutschland (ACHTUNG: Wohnsitz in Deutschland notwendig):



Du bist Tesla Einsteiger? Eine kurze Übersicht der Tesla Fahrzeuge findest Du hier.


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