Tesla nennt die Kombination der Fahrassistenzsysteme, bestehend aus Abstandsgeschwindigkeitsregler, Spurwechselassistent und Lenkassistent, auch Autopilot. Da das System laufend weiterentwickelt wird, existieren mehrere Versionen des Tesla Autopiloten. Die Unterschiede im Funktionsumfang des Autopilot liegen in der Kombination der im Tesla verbauten „Hardware“ in Form von Kameras zur Umgebungserkennung, Computern zur Bildverarbeitung, und der installierten „Software „. Bei der Software gibt es neben dem „Basic Autopilot“ auch die optionalen kostenpflichtigen Pakete FSD und EAP.
In diesem Artikel geht es um:
- Welche Autopilot Computer-Versionen und Kameras wurden in welchen Modelljahren verbaut und was kann die unterschiedliche Hardware?
- Was sind die Unterschiede der Tesla Autopilot Softwarepakete „Basic Autopilot“, „Enhanced Autopilot (EAP)“ und „Volles Potenzial für autonomes Fahren (FSD)“?
- Namensgebung der Tesla Autopilot Varianten
- Viele Namen, aber nur eine Bedeutung
- Tesla Autopilot: Die Historie
- Funktionsumfang der Tesla Autopilot Hardware Generationen
- Tesla Autopilot Hardware Unterschiede im Detail
- Tesla Autopilot Software Funktionsumfang im Detail
- Was können Tesla Fahrzeuge ohne jegliche Autopilot Funktionen?
- Wie findet man heraus, welche Autopilot Hardware ein Tesla hat?
- Fazit
- Weitere Details zum Tesla Autopilot
Namensgebung der Tesla Autopilot Varianten
Die Namen und Abkürzungen zum Thema Tesla Autopilot können verwirrend sein. Das kommt auch daher, weil Tesla über die Jahre die Namen immer mal wieder geändert hat. Das führt dazu, dass man bei Gebrauchtwagen im ehemaligen Kaufvertrag des Neuwagens Formulierungen liest, die sich heute auf der Tesla Webseite gar nicht mehr finden.
Umgangssprachlich wird generell von AP (Autopilot) oder auch HW (Hardware) gesprochen.
Die Bezeichnung AP1 oder HW1, beziehungsweise AP2 oder HW2, usw meint jeweils das gleiche Produkt. HW bezieht sich dabei eher auf die im Fahrzeug verbauten Kameras und Computer, während AP eher das ganze System an sich meint.
Neu gibt es in diesem Zusammenhang auch noch den Begriff „AI“, zum Beispiel AI5. Damit ist das gleiche Prinzip gemeint, wie bei HW. Die Computer der 5.Generation werden als nicht AP5 oder HW5 genannt, sondern AI5.
Viele Namen, aber nur eine Bedeutung
Aus Marketinggründen ändern sich die Produktbezeichnungen immer mal wieder. Hier ist eine Übersicht der verschiedenen Autopilot-Bezeichnungen, die Tesla über die Jahre offiziell verwendet hat:
Autopilot für die Autobahn = Autopilot 1 (AP1). Der Begriff „Autopilot für die Autobahn“ wurde aber im Jahr 2017 auch vorübergehend für Fahrzeuge mit der EAP Software-Option verwendet, was zu Missverständnissen führt. (Betrifft nur alte Model S mit AP1 Hardware).
Basic Autopilot = kostenloser Autopilot = Basis Autopilot oder einfach nur „Autopilot“. Dieses Produkt ist im Funktionsumfang ohne Kauf zusätzlicher Software-Optionen eines Fahrzeugs enthalten (betrifft nur Fahrzeuge mit AP2, AP2.5, AP3 oder AP4 Hardware).
Enhanced Autopilot = EAP = „verbesserte Autopilot-Funktionalität“ = „verbesserter Autopilot“ (betrifft nur Fahrzeuge mit AP2, AP2.5, AP3 oder AP4 Hardware).
Autonomes Fahren = FSD = „Full-Self Driving“ = „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ (betrifft nur Fahrzeuge mit AP3 oder AP4 Hardware, Upgrade von AP2/2.5 auf AP3 ist aber möglich).
Tesla Autopilot: Die Historie
Seit Oktober 2014 werden alle Tesla Fahrzeuge mit Autopilot-Hardware ausgestattet. Sie haben also Computer und Kameras bereits ab Werk eingebaut.
Die erste Tesla Autopilot Generation kam 2014 für das Model S auf den Markt und wurde von Tesla einfach „Autopilot“ genannt. Dafür notwendige Kameras und Computer wurden in jedem Fahrzeug ab Oktober 2014 verbaut. Aktiviert ist der Autopilot in diesen Fahrzeugen nur, wenn man auch die Software-Option dafür kauft. Oft wird diese Autopilot-Generation auch mit AP1 (Autopilot 1) oder HW1 (Hardware1) abgekürzt.
Ab 2016 kam der Nachfolger AP2 mit ungefähr der VIN Nummer 160’000 auf den Markt. Seine Funktionen werden durch den Kauf der Software-Option „verbesserte Autopilot-Funktionalität“ (EAP / „enhanced Autopilot“) aktiviert.
Ab 2017 wurde dieser wiederum durch die verbesserte Variante AP2.5 ersetzt. Zusätzlich zum EAP wird seit diesem Zeitpunkt für Fahrzeuge mit mindestens AP2 Computer auch das optionale Software-Paket „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ (FSD / „Full Self-Driving“) verkauft. Dieses Paket bietet den vollen Autopilot-Funktionsumfang und verspricht in Zukunft autonomes Fahren.
Seit 2019 verbaut Tesla die Computergeneration AP3 in den Fahrzeugen. Generell sind diese AP Abkürzungen keine offiziellen Bezeichnungen von Tesla, sondern haben sich durch den Sprachgebrauch unter Fans gebildet. Tesla nennt zum Beispiel den AP3 auf der Webseite offiziell nur „Computer für autonomes Fahren“ oder „FSD Computer“.
Im Frühjahr 2023 wurde bekannt, dass Tesla die Produktion der Neuwagen auf den AP4 Autopiloten umstellen wird. In einem ersten Schritt wurde das im Jahr 2023 nur für das Model S und X gemacht. Die Produktion des Model 3 und Y für Europa wurde erst im Laufe des Jahres 2024 auf HW4 umgestellt.
Funktionsumfang der Tesla Autopilot Hardware Generationen
Die unterschiedlichen Fähigkeiten des Autopiloten und der Funktionsumfang ergeben sich immer aus der Kombination zwischen der im Fahrzeug verbauten „Hardware“ und der aktivierten, beziehungsweise gekauften „Software“.
Diese Tabelle zeigt eine Übersicht des Funktionsumfangs. Die Fahrzeugjahrgänge sind mit Farbe markiert:
Gelb = alte Model S und Model X mit AP1 Hardware
Rot = Model S, Model X und Model 3 mit AP2 oder AP2.5 Hardware
Blau = alle neueren Model S, X und 3 und Y mit HW3 oder HW4 (inklusive alte auf HW3 umgerüstete Fahrzeuge).
HW4 bringt bessere Kameras und eine höhere Bildqualität. Der Funktionsumfang ändert sich sonst gegenüber HW3 aber nicht.
Tesla Autopilot Hardware Unterschiede im Detail
Autopilot 1 – AP1/HW1 – (2014-2016)
AP1 ist die erste Generation des Tesla Autopiloten. Die Hardware für AP1 wurde in den Model S und X Fahrzeugen von Oktober 2014 bis Oktober 2016 verbaut. Sie wurde ursprünglich nicht von Tesla, sondern von der Firma MobilEye unter dem System EyeQ3 entwickelt.
Diese Hardware basiert auf einer schwarz-weißen Frontkamera, Ultraschallsensoren und einem Radar in der Front. Durch die mangelnde Rundumsicht ist zwangsläufig keine 360° Sicht mit Kameras vorhanden.
Vollautonomes Fahren wird mit dieser Hardware nie möglich sein.
Der AP1 verfügt über Verkehrszeichenerkennung. Eine nachträgliche Aktivierung dieser Autopilot Option bei einem Fahrzeug mit verbauter AP1 Hardware kostet 3100 EUR und nennt sich „Autopilot-Komfortmerkmale„.
Auch Fahrzeuge mit AP1 werden aktuell noch mit Software-Updates versorgt. Es ändert sich an dem Assistenzsystem aber nicht mehr viel, da Tesla die Weiterentwicklung der Autopilot Funktionen nur mit der neueren Hardware vorantreibt.
Model 3 und Y mit AP1 Hardware gibt es keine.

Autopilot 2 – AP2/HW2 – (2016-2017)
AP2 ist die zweite Generation Autopilot Hardware. Die Hardware für AP2 wurde in den Model S und X Fahrzeugen von Oktober 2016 bis ungefähr August 2017 ab ungefähr VIN Nummer 160’000 verbaut.
Entwickelt wurde die Hardware von der Firma Nvidia. Gegenüber dem AP1 verfügt die Recheneinheit des AP2 über die 40-fache Rechenleistung des Vorgängers.
Diese Hardware-Version des Autopiloten verfügt über 8 Kameras mit RCCC Farbfilter, um eine 360-Grad-Ansicht rund, um das Fahrzeug abzubilden. Verbesserte Ultraschallsensoren und ein Radar in der Front ergänzen die Informationen der Kamerabilder. Das Radar wird allerdings mittlerweile nicht mehr verwendet.
Model 3 und Y Fahrzeuge mit AP2 Hardware existieren nicht, da Tesla bereits vor dem Produktionsstart des Model 3 im Jahr 2017 damit begonnen hatte, nur noch AP2.5 Hardware in seinen Neuwagen zu verbauen. Alle Model 3 verfügen also mindestens über AP2.5 und alle Model Y über mindestens AP3.
Tesla entwickelt die Software für den Autopiloten und FSD seit der AP2 Hardware selbst.
Die Abkehr vom AP1 Lieferanten MobilEye warf die Weiterentwicklung des Autopiloten im Jahr 2016 und 2017 allerdings signifikant zurück. Selbst grundlegende Funktionen mussten für die neue Hardware komplett neu programmiert werden, was in den Jahren 2017 und 2018 zu einer massiven Verzögerung bei der Weiterentwicklung führte.
Autopilot 2.5 – AP2.5/HW2.5 – (2017-2019)
AP2.5 ist eine überarbeitete Version des AP2. Die Hardware für AP2.5 wurde in den Model S, X und Model 3 Fahrzeugen von ungefähr August 2017 bis ungefähr April 2019 verbaut.
Entwickelt wurde die Hardware ebenfalls von der Firma Nvidia und ist eine Weiterentwicklung auf Basis des AP2. Der Unterschied zum AP2 besteht aus etwas mehr Computerleistung, zusätzlicher redundanter Verkabelung, einem anderen Frontradar und besseren Kameras. Das Radar wird allerdings mittlerweile nicht mehr verwendet.
AP2.5 stellt kein komplett neues Design dar, sondern eine Optimierung des AP2. Die AP2.5 Hardware verwendet 8 Kameras mit RCCB Farbfilter und 8 Filter, während AP2 noch Kameras mit RCCC Filter einsetzt.
Autopilot 3 – „Computer für Autonomes Fahren“ (AP3/HW3)
Der AP3 unterscheidet sich zum AP2.5 nur durch seine Recheneinheit. Verkabelung und Kameras sind identisch wie beim AP2.5. Die Recheneinheit wurde von Tesla selbst mit speziell dafür entworfenen AI Prozessoren auf einer komplett neuen Basis entwickelt.
Die Leistung des AP2.5 konnte ungefähr 110 Kamerabilder pro Sekunde verarbeiten. Mit der FSD Computer Recheneinheit AP3 wird die Verarbeitung von 2300 Bildern pro Sekunde möglich. Das ist Faktor 21 besser als der AP2.5. Viele technische Details dazu findet man im Tesla Autonomy Day Video vom April 2019.
Eine hervorragende Zusammenfassung zum Autonomy Day in Textform findet man hier bei Mario Herger.
Wie Elon Musk am „Tesla Autonomy Day“ erklärt hatte, wurden die FSD Computer Prozessoren in Model S und Model X bereits seit März 2019 verbaut. Ab Mitte April 2019 wurde auch in allen Model 3 nur noch FSD Computer verbaut. Eine Ausnahme war aber das Model 3 „Standard Reichweite Plus“. Nur Fahrzeuge, für die von Anfang an FSD bestellt wurde, wurden mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem FSD Computer ab Werk ausgestattet. Andere SR+ Fahrzeuge bekamen noch Restbestände des AP2.5 verbaut.
Seit Mitte Februar 2022 werden Model S und X in USA nicht mehr mit Radar ausgestattet und verwenden nur noch „Vision only“. Bei Model 3 und Y ist das sogar schon seit Mai 2021 der Fall. Auch in Europa lässt Tesla das Radar ab Q2/22 bei den Model 3 und Y Neuwagen weg. Mit Software-Update 2022.24.6 wurde das Radar auch bei älteren Fahrzeugen (alle Modelle inklusive S und X) außer Betrieb genommen.
Was das Radar angeht, hat Tesla aber einen Rückzieher gemacht und mit dem AP4 seltsamerweise wieder ein Radar in Model S und X verbaut. Model 3 und Y bleiben aber bisher ohne Radar.
Bei den Parksensoren ist Tesla aber hartnäckig und liefert sämtliche Neuwagen seit Oktober 2022 nur noch ohne Ultraschallsensoren aus.
Ist der AP3 noch zukunftsfähig? Jein.
Die Hardware 3 wird zwar schon länger nicht mehr in Neuwagen verbaut, aber Tesla hat in der Vergangenheit gesagt, dass auch AP3 in der Lage sein wird, auf einem Niveau selbstständig zu fahren, das sicherer ist als der Mensch. Elon Musk bestätigte, dass die Hardware 3 weiterhin trainiert wird und neue FSD-Versionen für sie entwickelt werden, die Hardware 4 jedoch letztlich „etwa fünfmal“ besser als die Hardware 3 ist.
Außerdem ist „Tesla FSD Lite“ (V14 Lite) geplant. Das ist eine abgespeckte Version von Teslas Full Self-Driving (FSD) Software für ältere Fahrzeuge mit Hardware 3 (USA Markt), um auch dort einige FSD-Funktionen zu ermöglichen, die aufgrund der begrenzten Rechenleistung der Hardware 4 vorbehalten sind. Es bringt Verbesserungen wie Baustellen-Handling und bessere Reaktion auf Einsatzfahrzeuge, verzichtet aber wahrscheinlich auf Komfortfunktionen wie Summon, mit dem Ziel, eine bessere FSD-Erfahrung auf älterer Hardware zu bieten.
Was von „FSD Lite“ in Europa möglich sein wird, muss sich erst noch zeigen.
Autopilot 4 – „Computer für Autonomes Fahren“ (AP4/HW4)
Details über den neuen Autopilot-Computer „HW4“ wurden erstmals im Februar 2023 bekannt und ab Sommer 2023 in ersten Fahrzeugen in den USA verbaut. Der IT-Experte @greentheonly veröffentlichte erste Bilder von der Hardware auf X.
Die Anzahl CPU-Cores wurde von 12 auf 20 Stück, aber nicht so weit erhöht, wie erwartet. Offenbar unterstützt der Computer jetzt bis zu elf Kameras und ein verbessertes HD-Radar ist auch Bestandteil des Systems (Radar nur beim Model S und X).
Seit März 2023 haben alle neuen Model S (beim X bin ich nicht sicher) die HW4 Hardware, die 5 Megapixel Kameras und das HD Radar. Die neuen Kameras erkennt man an der roten Linse.

Für Model 3 und Y in Europa kam HW4 schrittweise erst im Jahr 2024.
Bisher lief auch auf Fahrzeugen mit HW4 die Software im Emulationsmodus der HW3. Es wird quasi die HW3 auf HW4 simuliert. Daher machte es bisher keinen Unterschied, ob ein Fahrzeug mit HW3 oder HW4 ausgestattet ist. Seit Frühling 2025 wurde das Training der Software aber auf HW4 ausgerichtet.
Die Kameras der Hardware 4 sind in Bezug auf Auflösung und Wiedergabetreue etwa vier- bis fünfmal besser als die der Hardware 3. Außerdem ist die Hardware 4 etwa drei- bis fünfmal schneller und leistungsfähiger als HW3. Musk sagte, er erwarte, dass Hardware 4 letztlich etwa 5x besser sein wird als Hardware 3.
Interessantes Detail: HW3 hat eine nach vorn gerichtete Kamera mit Teleobjektiv. HW4 hat diese Telekamera nicht. Insofern kompensiert das bei HW3 die niedrigere Bildauflösung der HW3-Kameras. HW3 und HW4 können so (zumindest nach vorn) in etwa gleich weit sehen. Der größere Vorteil von HW4 liegt in der höheren Rechenleistung.
Wichtig für Gebrauchtwagenkäufer: es gibt bisher keine Upgrade-Möglichkeit von HW3 auf HW4 und es ist auch keine geplant.
Autopilot 5 – HW5 – AI5
An der Aktionärsversammlung 2024 sprach Elon Musk erstmals offen über die kommende FSD Hardware Generation 5, die nach seinen Aussagen „AI5“ genannt wird.
Er kündigte auch an, dass die AI5 Hardware etwa im Dezember 2025 in die Produktion von Kundenfahrzeugen einfließen würde und eine Reihe von Verbesserungen mit sich bringt. Mittlerweile wurde die Einführung von AI5 verschoben und es ist etwa ab Mitte 2027 mit der Massenproduktion zu rechnen.
Es wird erwartet, dass AI5 etwa 10x leistungsfähiger ist als Hardware 4.
Tesla Autopilot Software Funktionsumfang im Detail
Autopilot (2014) auf Basis des AP1
Ist als kostenpflichtige Software-Option für Model S und Model X verfügbar, die mit Autopilot-Hardware AP1 ausgestattet sind. Neben dem Spurhalteassistenten, Bremsen und Beschleunigen sind auch automatisches Parken und Herbeirufen verfügbar.
Kostenloser Basis Autopilot (ab 2019) – AP2.5 oder höher
Der kostenlose Basis-Autopilot wurde im März 2019 für Neuwagen eingeführt. Dadurch sind ehemals kostenpflichtige Optionen wie der Spurhalteassistent in den kostenlosen Funktionsumfang (Basis Autopilot) eines Neuwagens übergegangen.
Verbesserte Autopilot-Funktionalität (EAP) auf Basis von AP2 oder höher
EAP wird für Fahrzeuge mit mindestens AP2 Hardware als kostenpflichtige Software-Option angeboten. Ursprünglich war EAP nur zwischen 2016 und April 2019 verfügbar und wurde danach nicht mehr angeboten.
Später machte Tesla EAP aber wieder erhältlich. So können Kunden ohne den Kauf des teureren FSD Paketes einen Teil der Funktionen, wie den automatischen Spurwechsel, freischalten. Von EAP kann ebenfalls auf FSD aufgerüstet werden. Bezahlt wird dann nur noch der Differenzbetrag.
Sonderfall: Die EAP Funktion wurde zu Beginn Anfang 2017 teilweise von Tesla auch „Autopilot für die Autobahn“ genannt:
Für Fahrzeuge mit dieser frühen pre-EAP Funktion muss leider offenbar der volle FSD Preis für die FSD Option bezahlt werden. Ein Upgradepreis ist nicht möglich. Tesla argumentiert damit, dass diese frühe EAP Version auch preiswert erhältlich war.
Volles Potenzial für autonomes Fahren (FSD) mit AP2 oder höher
Für Fahrzeuge, die mit Autopilot Hardware AP2 oder höher ausgestattet sind, kann diese kostenpflichtige Option erworben werden. Besitzer eines alten Fahrzeugs mit AP2 oder AP2.5 erhalten beim Kauf der Software-Option FSD den AP3 „Computer für autonomes Fahren“ im Fahrzeug eingebaut. Dieses Hardware-Upgrade ist im Preis von FSD enthalten. Mehr dazu im Artikel zum Autopilot Upgrade.
Was können Tesla Fahrzeuge ohne jegliche Autopilot Funktionen?
Betrifft:
- Fahrzeuge, hergestellt vor Oktober 2014. Damals wurde noch keine Autopilot-Hardware verbaut.
- Fahrzeuge, hergestellt zwischen Oktober 2014 und Oktober 2016 ohne die aktivierte kostenpflichtige Autopilot AP1 Option.
Diese Fahrzeuge verfügen alle nur über einen einfachen Tempomaten. Der Tempomat kann die eingestellte Geschwindigkeit halten. Er regelt aber den Abstand zum vorderen Fahrzeug aber NICHT.
Dies ist unabhängig von der verbauten Autopilot-Hardware identisch und betrifft somit alte und neue Fahrzeuge gleichermaßen.
Die Autopilot-Sicherheitsfunktionen wie automatisches Notbremsen, Warnung vor vorderen Kollisionen und Seitenaufprall sind aber trotz fehlendem Autopiloten in Fahrzeugen ab Oktober 2014 serienmäßig vorhanden.
Wie findet man heraus, welche Autopilot Hardware ein Tesla hat?
In den Fahrzeugeinstellungen unter „Software“ werden „Zusätzliche Fahrzeuginformationen“ angezeigt. Dort findet sich auch ein Hinweis auf die verbaute Autopilot-Hardware.
Die neueren Kameras von HW4 erkennt man an der roten Linse:


Fazit
Ob FSD oder EAP sinnvoll sind, ist Ansichtssache. Die größten Unterschiede zwischen dem „Basic Autopilot“ von Tesla und der Option „EAP“ findet man beim automatischen Spurwechsel.
Beim „Basic Autopilot“ muss man für den Spurwechsel den AP immer manuell deaktivieren und danach wieder aktivieren. Der EAP macht den Spurwechsel automatisch nach dem Antippen des Blinkers. Der Autopilot bleibt beim EAP also auch während des Spurwechsels eingeschaltet.
Die größten Unterschiede zwischen EAP und FSD macht Tesla in Europa beim Autopilot eigentlich nur durch die zusätzliche Visualisierung im Display und das Signalisieren von grünen Ampeln mittels Signalton. In Europa laufen wir hier leider auf einem sehr alten Software-Stack, da Tesla FSD seit Jahren pusht und in den USA testet. Aber es ist alles nur eine Frage der installierten Software, und FSD supervised könnte bei uns vielleicht auch demnächst kommen.
Die Preise für EAP oder FSD sind auf jeden Fall ziemlich heftig. Und dazu kommt, dass diese gekauften Softwarefunktionen normalerweise immer beim Auto bleiben und nicht beim Käufer. Wer also zum Beispiel FSD einmal gekauft hat, sein Auto danach weiterverkauft und einen neuen Tesla kauft, der muss auch FSD erneut kaufen.
Nur sehr selten gibt es Ausnahmen, wenn Tesla seine Neuwagenverkäufe steigern will. Dann bieten sie temporär die Übernahme von FSD auf einen Neuwagen an.
Eine Alternative zum teuren FSD Kauf könnte das FSD Abo bieten. Das ist in Europa allerdings (noch) nicht erhältlich.
Weitere Details zum Tesla Autopilot
- Viele technische Details zum Tesla Autopilot auf Wikipedia (englisch).
- Beschreibung der aktuellsten Autopilot-Version bei Tesla.
- Ist die Software Option „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ (FSD) wirklich sinnvoll?
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