Tesla Verkehrszeichenerkennung
Bildquelle: Tesla

Tesla Verkehrszeichenerkennung

Welche Tesla Modelle beherrschen die Verkehrszeichenerkennung? Lange mussten Teslafahrer auf diese Funktion warten. Seit September 2020 ist die Funktion nun endlich auch für die neueren Fahrzeuge verfügbar, wenn auch mit Einschränkungen. Dieser Artikel sammelt die Fakten und was über dieses Thema bekannt ist.

Welche Tesla Modelle bieten Verkehrszeichenerkennung?

AP1 Hardware

Seit längerer Zeit können die älteren Model S und Model X Fahrzeuge mit Autopilot 1 Hardware (AP1) die Verkehrszeichenerkennung über die Frontkamera umsetzen. Sie zeigen die korrekte Geschwindigkeit im Display an, bremsen aber nur auf Landstraßen ohne baulich getrennte Richtungsfahrbahnen automatisch ab. Auf Autobahnen wird die von Schildern gelesene Geschwindigkeit im Display nur angezeigt und NICHT automatisch reduziert. (Quelle: TFF-Forum). Natürlich kann die angezeigte Geschwindigkeit manuell durch langes Ziehen am Autopilot Hebel übernommen werden.

Seit einigen Softwareversionen werden die Schilder von AP1-Fahrzeugen zwar noch per Kamera erkannt und im Display hinter dem Lenkrad angezeigt, aber wenn man diese angezeigte Geschwindigkeit übernehmen will, verwendet der Autopilot die im Kartenmaterial hinterlegte Geschwindigkeit. Wenn also zum Beispiel in Deutschland in einer Autobahnbaustelle die Geschwindigkeit 80 km/h erkannt und angezeigt wird, beschleunigt das Fahrzeug nach einem langen Zug am Autopilot-Hebel auf 150 km/h, weil in den Navigationskarten keine Geschwindigkeitsbegrenzung eingetragen ist. Ein Fehler, der eigentlich nicht vorkommen sollte.

Autopilot 1 ist auch nur für ältere Model S und Model X verfügbar (Fahrzeuge mit Produktionsdatum bis Oktober 2016). Der Autopilot 1 wurde von der Firma MobilEye entwickelt und von Tesla ab Oktober 2014 in den Fahrzeugen verbaut. Im Sommer 2016 kam es zu einem Streit zwischen Tesla und MobilEye, woraufhin die Partnerschaft beendet wurde.

AP2 und AP2.5 Hardware

Fahrzeuge mit AP2 und AP2.5 können per Stand September 2020 keine Verkehrszeichenerkennung. Es ist noch unklar, ob diese Funktion auch für diese Autopilotgeneration kommen wird oder ob sie den Fahrzeugen mit dem „FSD Computer“ (AP3) vorbehalten bleibt.

AP3 Hardware

Seit Softwareversion 2020.36 ist das Erkennen von Geschwindigkeitsschildern für USA enthalten. Ab Version 2020.36.3 auch für andere Länder. Leider aber nur für Fahrzeuge mit der Autopilot Hardware „FSD Computer“ (AP3). Die Software Option „FSD“ ist allerdings für die Erkennung der Schilder nicht notwendig, es reicht der verbaute „FSD Computer“. Auch ältere Fahrzeuge, die von AP2 oder AP2.5 auf den FSD Computer aktualisiert wurden, beherrschen mit der erwähnten Software Version die Erkennung von Geschwindigkeitsschildern.

Für das Reagieren auf Stoppschilder, also automatische Anhalten und Anfahren, ist  neben dem „FSD Computer“ auch die Software Option „FSD – Volles Potenzial für autonomes Fahren“ notwendig.