Tesla Batterieentladung bei längerer Standzeit – was tun?
Quelle: Tesla

Tesla Batterieentladung bei längerer Standzeit – was tun?

Ein Tesla benötigt auch dann Strom aus dem Akku, wenn er nicht verwendet wird. Der Grund für diese Batterieentladung ist zum Beispiel der onboard Computer, der immer mit dem Internet verbunden ist, um auf Anfragen der Mobiltelefon App zu reagieren. Auch die Überprüfung auf Software Updates findet regelmäßig automatisch statt. Daher verbraucht ein Tesla jeden Tag etwas Strom, auch wenn er nicht zum Fahren verwendet wird.

Doch was ist zu tun, wenn eine längere Standzeit geplant ist? Zum Beispiel an einem Flughafen, wenn man für längere Zeit im Urlaub ist? Der Akku entlädt sich dabei langsam immer weiter und laut der Empfehlung von Tesla sollte ein Elektroauto nicht längere Zeit bei einem Akkustand von unter 20% geparkt werden.

Grundsätzlich muss man zwischen Standzeiten mit Lademöglichkeit und ohne Lademöglichkeit unterscheiden:

Keine Lademöglichkeit vorhanden

Wenn das Fahrzeug zum Beispiel drei Wochen am Flughafen ohne Lademöglichkeit parkiert werden muss, gilt folgende Empfehlung:

  • Fahrzeug mit 90% Akkustand abstellen. Der Akku sollte so voll wie möglich sein, aber nicht mehr als 90% geladen sein. Das längere Parken bei einem Akkustand von mehr als 90% wirkt sich negativ auf die Degradation des Akkus aus. In der Regel verliert ein Tesla-Akku pro 24 Stunden etwa 1-2% an Ladung. So ist eine Abwesenheit von 4-5 Wochen in der Regel kein Problem. Wer länger abwesend ist, sollte jemanden damit beauftragen das Fahrzeug zu laden. Sinnvollerweise sollte man vorab testen wie viel Strom der eigene Wagen pro 24 Stunden ungefähr verbraucht. Der Verbrauch kann je nach Fahrzeugmodell und Softwarestand sehr unterschiedlich sein und wird im TFF Forum unter dem Thema „Vampirverlust“ rege diskutiert.

Eine Lademöglichkeit ist vorhanden

Wer zum Beispiel ohne Tesla drei Wochen in den Urlaub fährt, das Fahrzeug aber Zuhause mit Lademöglichkeit stehen lässt, geht am besten wie folgt vor:

  • Fahrzeug mit ungefähr 50% Akku Ladestand parkieren.
  • Den maximalen Ladestand in den Einstellungen auf 50% begrenzen.
  • Das Ladekabel der Wallbox oder des mobilen UMC am Tesla einstecken.

Sobald der Akku Ladestand auf 45% abgesunken ist, beginnt das Fahrzeug mit der Ladung auf 50%. So bleibt der Ladestand immer konstant im Bereich von 45-50%, was für eine längere Standzeit als ideal und schonend für den Akku gilt.

Weitere Möglichkeiten zum Strom sparen

  • Nicht ständig mit der Tesla Mobiltelefon App auf das Fahrzeug zugreifen. Jeder Zugriff kostet Strom, da das Fahrzeug aus dem stromsparenden Tiefschlaf geweckt wird.
  • Drittanbieter Apps wie zum Beispiel TeslaFi oder TezLab ausschalten, da sie sich regelmäßig mit dem Fahrzeug verbinden.
  • Unter den Sicherheitseinstellungen die Funktion „passiver Einstieg“ ausschalten. Dies spart ebenfalls Strom, da das Fahrzeug nicht ununterbrochen überprüft ob sich der Schlüssel in Reichweite befindet.
  • Bis März 2018 wurde für den Mittelkonsolen-Bildschirm die alte Version MCU1 in Model S und Model X Fahrzeugen verbaut. Mit der MCU1 kann manuell ein Energiesparmodus aktiviert werden:

Tesla Ladeverlust

Für die maximale Energie Einsparung sollte „Energiesparmodus=An“ und „Immer verbunden= Aus“ eingestellt sein. Nachteil des Energiesparmodus: Beim öffnen der Türen dauert es etwa 10 Sekunden bis der Computer gestartet und das Fahrzeug fahrbereit ist. Für eine längere geplante Standzeit ist das aber definitiv keine Einschränkung.

Mit „Immer verbunden=aus“ dauert es beim Zugriff mit der Mobiltelefon App etwa 30-60 Sekunden länger bis das Fahrzeug „wach“ ist. Erfahrungsgemäß funktioniert dieses automatische Aufwecken aber leider nicht immer.

Ab März 2018 gebaute Fahrzeuge mit MCU2 besitzen diese Einstellungen nicht. Laut Tesla Support regelt der Computer den Energiesparmodus bei diesen Fahrzeugen automatisch.

 

Menü schließen