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Tesla Datenlogger Vergleich

Neun Tesla Datenlogger Anbieter im Vergleich

Mit einem Tesla Datenlogger lassen sich Fahrzeugdaten auswerten und analysieren. Informationen zum Verbrauch, den einzelnen Fahrten und Ladungen können grafisch ausgewertet und analysiert werden. Dadurch erhält mal einen exakten Einblick in die laufenden Kosten und das Fahrverhalten und kann durch Optimierungen sogar Geld sparen. Oder einfach nur interessehalber ein paar Statistiken betrachten.

Neben weiteren Funktionen wird auch der sogenannte Vampirverbrauch des Fahrzeugs gemessen und kann so sichtbar gemacht werden. Der Vampirverbrauch ist die Menge an Energie, die auch bei Nichtbenutzung des Fahrzeugs durch den Computer, die Internetverbindung und sonstige aktive Komponenten verbraucht wird.

Es existieren verschiedene Tesla Datenlogger Produkte auf dem Markt. Sie sind sich grundsätzlich vom Prinzip her alle ähnlich, unterscheiden sich aber beim Funktionsumfang, der Aufmachung und dem Preis trotzdem stark. In diesem Beitrag schreibe ich über die Unterschiede und meinen Eindruck zu neun Produkten auf dem Markt.

 

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Inhaltsverzeichnis

Wie können Daten über mein Fahrzeug gesammelt werden?
Wo werden meine gesammelten Daten gespeichert?
Login Daten: Passwort oder Token?
Die bekanntesten Tesla Datenlogger im Vergleich

Stats
Tesla Explorer
TeslaFi
Teslalogger
j+ pilot
TeslaScope
TezLab
Tronity
Volante

Vergleichstabelle der Unterschiede
Unterschied zwischen Tesla Passwort und selbst erstelltem Token
Wie erstelle ich mein Token?
Schlafmodus und fehlende Daten zu Beginn einer Fahrt
Fazit und meine Favoriten

Wie können Daten über mein Fahrzeug gesammelt werden?

Sämtliche Tesla Datenlogger Produkte nutzen für das Sammeln der Daten den Zugriff auf das Fahrzeug über die Datenschnittstelle Tesla API. Die Tesla API wird von Tesla zur Verfügung gestellt und ist über das Internet für Programme und Apps erreichbar. Nach der Anmeldung an der Schnittstelle mit dem eigenen Tesla.com Passwort oder einem speziellen Zugriffstoken (dazu später mehr), kann der Datenlogger die aktuellen Werte direkt vom Fahrzeug auslesen. Vorausgesetzt natürlich, dass der Tesla auch mit dem Internet verbunden ist. Das Auslesen funktioniert immer nur live. Historische Daten werden nicht im Fahrzeug zwischengespeichert. Hat das Fahrzeug keinen Empfang, entsteht im Logger also eine Datenlücke.

Wo werden meine Daten gespeichert?

Grundsätzlich muss man zwischen den gesammelten Daten und den eigenen Login-Daten unterscheiden. Die Login-Daten sind nur notwendig, um auf das Fahrzeug zugreifen zu können. Die gesammelten Daten sind zum Beispiel die Verbrauchswerte, Bewegungsdaten, der aktuelle Standort des Autos, die Geschwindigkeit oder die aktuelle Laderate. Als Login-Daten dienen die E-Mail-Adresse und das Passwort des persönlichen Benutzerkontos auf Tesla.com oder ein entsprechendes Zugriffstoken, das damit erstellt wurde.

Die meisten Tesla Datenlogger speichern die gesammelten Daten irgendwo auf einem Server im Internet, man nennt dies auch “in der Cloud” speichern. Einige wenige Produkte speichern die Daten auf einer lokalen Software Installation beim Kunden. Für eine lokale Speicherung muss je nach Tesla Datenlogger entweder ein Docker Container, ein Windows/Linux/Mac Computer oder eine Raspberry Pi Mini-PC Installation vorhanden sein, die Tag und Nacht läuft. Die meisten Anbieter von Datenloggern unterstützen deshalb gar keine lokale Installation und ihre Software, Login-Daten und die gesammelten Daten liegen nur auf einem Server im Internet. Oft ist bei diesen Diensten auch nicht ganz klar, wo und in welchem Land diese Daten effektiv liegen.

Login Daten: Passwort oder Token?

Bei den Login-Daten wird laut Angaben aller getesteten Anbieter das Tesla Benutzerkonto Passwort NICHT gespeichert. Stattdessen wird bei der einmaligen Eingabe des Passwortes ein sogenanntes Zugriffstoken erstellt. Der Datenlogger speichert dann nur dieses Zugriffstoken ab. Je nach Tesla Datenlogger und Installationsart liegt das Token auf einem Server im Internet oder auf einer Softwareinstallation lokal beim Kunden. Das Token erlaubt den Zugriff auf den Tesla, solange das Passwort des Tesla.com Benutzerkontos nicht geändert wird. Nach der Passwortänderung muss ein neues Token generiert werden. Die meisten Anbieter erlauben auch die Registrierung mit einem vom Kunden im Voraus selbst generierten Token. Dadurch muss das eigene Tesla.com Passwort nie preisgegeben werden und man teilt der Tesla Datenlogger Software nur das aktuell gültige Token mit. Zu den Vor- und Nachteilen dieser beiden Anmeldeverfahren später mehr.

 

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Die bekanntesten Tesla Datenlogger im Vergleich

Ein Überblick der Produkte in alphabetischer Reihenfolge und mein persönlicher Eindruck:

Stats

Tesla Stats

Bildquelle: Apple App Store

Bei Stats handelt es sich um eine iOS App. Neben den üblichen Grafiken zum Verbrauch und den Fahrten sind auch spezielle Daten wie zum Beispiel die Ladeleistung des Ladens oder Informationen über den Vampirverbrauch und die Batterie Degradation abrufbar. Stats punktet insofern auch dadurch, weil es eines der Tools ist, das auch für die Apple Watch funktioniert. Ein englisches Video Review über Stats.

Mein Eindruck: Einige Aspekte sind bei Stats ein Alleinstellungsmerkmal. Zum Beispiel gibt es für die Apple Watch außer mit dem Anbieter Volante keine wirkliche Alternative. Auch die Darstellung ist solide gemacht. Der Preis von einmalig 50 USD wirkt auf den ersten Blick teuer für eine App (früher kostete sie nur 30$). Da aber danach keine weiteren Abo-Kosten anfallen, relativiert sich dieser Betrag schnell. Leider gibt es von Stats keine Testversion. Funktionen wie Siri Sprachbefehle zur Fahrzeug-Bedienung oder das Programmieren von einer zeitgesteuerten Aktivierung der Klimaanlage sind interessant. Außerdem lässt sich auch vergleichen, welche Software Versionen andere Stats Besitzer auf ihren Tesla Fahrzeugen installiert haben. Schade, dass es keinen Zugriff über einen PC Webbrowser und keine Android-Version gibt.

Tesla Explorer

Tesla Explorer Datenlogger

Bildquelle: Apple App Store

Bei Tesla Explorer handelt es sich um ein iOS App. Es gibt keine Android- oder PC-Version. Mit einmalig 10 USD und ohne Abo Kosten ist Tesla Explorer aber das mit Abstand kostengünstigste Logger Programm in diesem Vergleich. Auch Grafiken für Effizienz und Vampirverbrauch sind möglich. Laut Autor werden die Benutzerkonto-Daten nicht gespeichert, sondern daraus nur einmal das Token generiert und dieses für weitere Zugriffe verwendet.

Mein Eindruck: Tesla Explorer bietet sehr viel für wenig Geld. Allerdings empfinde ich die Darstellung der Benutzeroberfläche als etwas altmodisch. Eine Aktivierung des Dienstes mit einem vom Kunden selbst erstellten Token ist leider nicht möglich. Man muss also E-Mail-Adresse und Passwort eintippen. Grundsätzlich macht die App, was sie soll und bietet auch Export Funktionen für die Daten an. Speziell zu erwähnen ist die Möglichkeit unter “Performance Config” ein uncorking fähiges Fahrzeug zu erkennen.

Der große Vorteil dieser App ist klar die Preis/Leistung. Günstiger geht nicht.

TeslaFi

Teslafi

Bildquelle: teslafi.com

TeslaFi* ist praktisch der Platzhirsch, was die Bekanntheit angeht. Mit einer Flotte von über 17,000 Fahrzeugen (Stand: Dezember 2021) ist TeslaFi einer der größeren Loggerdienste. TeslaFi ist nur in Englisch und nur als Webseite verfügbar. Eine App gibt es nicht.
Neben den üblichen Auswertungen zu Ladesitzungen und Fahrten sind auch Statistiken zu der Akkudegradation und eine Amazon Alexa Integration verfügbar. Die Ladekosten sind pro Standort individuell hinterlegbar.

Falls es Probleme mit dem Energiesparmodus gibt und der Tesla wegen dem Datenlogger nicht mehr einschlafen kann, bietet TeslaFi diverse Parameter zur Optimierung an. Über die Flottenstatistik sind zudem Informationen zu den installierten Software-Versionen und anonyme Ladestatistiken aller TeslaFi-Fahrzeuge verfügbar. Die Registrierung des Fahrzeugs erfolgt entweder über das Passwort oder ein Token.

Mein Eindruck: Der Zugriff auf TeslaFi erfolgt über eine Webseite. Mittlerweile ist diese auch in einer responsiven Version für Mobiltelefone verfügbar. Dadurch hat sich auch das Look-and-Feel verbessert. TeslaFi bietet die Möglichkeit mittels persönlicher Tags auch individuelle Statistiken auszuwerten. Zum Beispiel für das Laden an einem bestimmten Ort. Der Firmware Version Tracker ist auch ohne Registrierung zugänglich. Durch die große Anzahl registrierte Fahrzeuge weltweit, zeigt er einen guten Durchschnitt der aktuell verbreiteten Softwarestände an.

TeslaFi

 

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Teslalogger

Teslalogger Tesla Logging Tool

Bildquelle: TFF-Forum

Der Teslalogger unterscheidet sich zu allen anderen Produkten in diesem Vergleich dadurch, dass er nur als lokale Installation beim Kunden funktioniert. Gleichzeitig ist genau das seine große Stärke. Der Teslalogger Autor Christian Pogea alias “Bassmaster” wollte eine Lösung, bei der man weder seine Tesla.com Zugangsdaten noch das Token einem Cloud-Anbieter zur Verfügung stellen muss. Der Teslalogger wird auf einem eigenen Raspberry Pi Mini-PC installiert, der dann Zuhause am Internet Router angeschlossen über die Tesla API während 7x24h die Fahrzeugdaten abrufen kann. Dadurch gibt man weder das eigene Tesla Passwort noch ein Zugriffstoken aus der Hand. Der für den Teslalogger notwendige Mini-PC kann ohne Software zum Beispiel bei Amazon.de oder Conrad.ch gekauft werden:

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Nicht Verfügbar

Über die Firma E-Mobility Driving Solutions kann eine microSD Karte mit vorinstallierter Teslalogger Software gekauft werden. Zu Hause muss dann der Raspberry Pi mit dieser Karte selbst in Betrieb genommen werden. Als Alternative für die weniger in IT-Technik versierten Teslafahrer, werden bei E-Mobility Driving Solutions auch vorkonfigurierte Raspberry Pi Sets verkauft (Unboxing-Video). Damit sind nur sehr geringe Vorkenntnisse notwendig und die Inbetriebnahme ist in wenigen Minuten erledigt. Für versierte IT-Freaks ist auch eine kostenlose manuelle Raspberry Pi Software Installation und eine Docker Version verfügbar.

Mein Eindruck: Der Teslalogger ist eine tolle Lösung und kann einen tiefen Einblick in die Fahrzeug-Statistiken bieten. Auch die Auswertung der Degradation des eigenen Akkus im Vergleich zur restlichen Teslalogger Flotte ist sehr interessant. Ein Beispiel dazu:

Teslalogger Akku Degradation

Bildquelle: TFF-Forum

Anonymisierte Flotteninformationen über die Ladeleistungskurven abhängig zur Softwareversion des Fahrzeuges sind praktisch, um die Veränderungen der Ladekurven mit unterschiedlichen Firmware Versionen zu vergleichen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte und weder sein Tesla Passwort noch ein Token einer Drittperson zur Verfügung stellen will, ist bei Teslalogger an der richtigen Adresse. Einzigartig ist auch die Kombination mit der iOS/Android App “Scan My Tesla“, die über die ODB-Schnittstelle des Tesla auch noch Informationen zu den Temperaturen und Spannungen der Akkuzellen auslesen und an den Teslalogger liefern kann. Dieses Feature unterstützt keines, der anderen Produkte in diesem Vergleich.

Natürlich muss man beim Teslalogger im Vergleich zu einer Cloud Lösung selbst Hand anlegen, denn schlussendlich betreibt man die Software selbst auf dem eigenen Raspberry Pi Computer. Die Software sollte auch ab und zu aktualisiert werden. Wer sich ein detaillierteres Bild dazu machen möchte, findet hier das Teslalogger Handbuch.

Ein Video des Tesla Owners Club Helvetia zeigt einen guten Überblick zum Teslalogger und seiner Benutzeroberfläche.

j+ pilot von Juice Technology

jpilot juice tesla

Bildquelle: Juice Technology

j+ pilot ist ein Mobiltelefonapp der Firma Juice Technology, dem Anbieter des bekannten Juice Booster Ladegerätes. Alle gängigen Informationen wie Ladevorgänge, Akkuzustand und Kosten werden angezeigt. Auch der Vampire Drain oder der Kapazitätsverlust des Akkus ist grafisch wunderbar nachzuvollziehen.

Die App kann auch als Fahrtenbuch verwendet werden (für Steuerzwecke akzeptiert). Durch eine integrierte Freischalt- und Steuerfunktion dient sie auch als Schlüssel für die Ladestationen von Juice. 

Mein Eindruck: Optisch gefällt mir die App hervorragend. Sie bietet ein schönes Design und intuitive Bedienung. Im Moment ist die App noch Beta und deshalb kostenlos verfügbar. Die ersten vier Monate erhält man kostenlos das Businessmodell Abo, danach kann man sich für eines der vier Abos entscheiden, die sich von kostenlos bis zu 50 € pro Jahr unterscheiden. Aktuell sind immerhin bereits acht Fahrzeugmodelle verschiedener Hersteller integriert: Neben den Tesla Modellen ist das auch der Audi e-tron, Opel Corsa-e, der Peugeot 208 und der i3 von BMW. Das für Steuerzwecke verwendbare Fahrtenbuch ist ein netter Pluspunkt.

 

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TeslaScope

DatenLogger Teslascope

Bildquelle: Teslascope.com

Teslascope ist ein Anbieter aus Kalifornien. Mit seiner über 12000 Teslas großen Fahrzeugflotte (Stand: 12/2021) ist der Service noch nicht so groß wie zum Beispiel TeslaFi, aber er wächst extrem schnell. Im Vergleich zu TeslaFi bietet Teslascope acht verschiedene Sprachen für die Benutzeroberfläche an. Das responsive Design dieser Webseite ist gut und funktioniert auch auf dem Mobiltelefon einwandfrei.

Zu den üblichen Statistiken und Grafiken lassen sich auch die Ladekosten individuell pro Standort hinterlegen. In den Flotteninformationen werden auch die Software Versionen der Fahrzeuge angezeigt. Praktischerweise inklusive der jeweiligen Release-Notes, die auch öffentlich zugänglich sind.

Mein Eindruck: Zuerst war ich erfreut, dass ein amerikanischer Anbieter seinen Service sogar mit einer deutschen Oberfläche anbietet. Allerdings ist die Übersetzung leider nicht so gut und lückenhaft. Teslascope wird von Freiwilligen übersetzt. Man kann den Entwickler anfragen, wenn man ihn dabei unterstützen möchte.

Bei meinen Tests mit Teslascope funktionierte die Registrierung meines Tesla auch nur mit dem Tesla Passwort. Ein selbst generiertes Token wurde nicht akzeptiert. Vermutlich war das aber nur ein vorübergehender Fehlerzustand.

Positiv ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die das Teslascope Konto zusätzlich vor fremdem Zugriff schützt. Mit Ranglisten versucht der Anbieter eine Art Community aufzubauen. Lustig sind die zusätzlichen Flotten Statistiken über Fahrzeug Namen, Farben und höchste/tiefste Umgebungstemperatur.

TezLab

TezLab Tesla

Bildquelle: Apple App Store

TezLab ist ebenfalls ein amerikanischer Anbieter. TezLab ist als iOS und Android App verwendbar. Mit etwa 30’000 Fahrzeugen (Stand: August 2020) hat TezLab eine grosse Nutzerbasis.

Neben den üblichen Statistiken sind auch Flottendaten vorhanden. Allerdings nur das Leaderboard mit Rängen für “effizienteste Fahrweise”, usw. und leider keine Daten über die aktuellen Firmware Stände der Flotte. Die App ist nur in Englisch verfügbar.

Mein Eindruck: TezLab wirkt auf mich sehr ähnlich wie TeslaScope. Das Einrichten des Fahrzeug-Zugriffs ist ebenfalls nur über die App möglich. Die Verbindung zum Fahrzeug mit einem selbst generierten Token wird unterstützt, hat bei mir aber nicht funktioniert.

Die App hat in meinem Test beim Einrichten den Zugriff auf die Fotos auf dem iPhone verlangt (warum das notwendig sein soll ist mir schleierhaft). Ohne diese Berechtigung lässt es sich nicht einrichten. Außerdem konnte ich in der App keine Funktion zum Ändern des TezLab Passwortes finden. Via Webseite gibt es aber einen Link zum Zurücksetzen des Passwortes. Die App hat definitiv viele Fans, aber mich hat sie irgendwie nicht überzeugt.

Tronity

Tesla Logger Tronity

Bildquelle: tronity.io

Tronity* stammt von einem deutschen Anbieter und läuft auf Servern in Deutschland. Die Bedienung erfolgt über einen Internet-Browser oder iOS/Android App und funktioniert dank responsive Webdesign auch auf Mobilgeräten im Browser perfekt. Die Oberfläche ist in Deutsch oder Englisch verfügbar und wer seine Tesla Passwort oder Token lieber zu keinem Zeitpunkt mitteilen möchte, kann bei sich Zuhause auf einem beliebigen Windows-, Linux- oder Mac-PC oder auch einem Raspberry Pi mit etwas technischen Kenntnissen die Software zur Aufzeichnung der Daten installieren.

Neben den üblichen Funktionen für Fahrten und Ladesitzungen bietet Tronity auch eine Fahrtenbuch-Integration, eine Vampirverbrauch-Statistik und sogar eine CO2-Footprint Berechnung. Benachrichtigungen über Whatsapp, Telegram oder den Facebook Messenger sind möglich. Auch der Import von TeslaFi Daten und der komplette Datenexport sind Teil des Produktes. Mittlerweile bietet Tronity auch Support für die Apple Watch an.

Neu ist auch die ABRP Unterstützung. Der aktive Austausch von Fahrzeugdaten über TRONITY mit der Navigationslösung A Better Routeplanner (ABRP) ermöglicht eine optimierte Routenplanung basierend auf dem Ladezustand der Batterie. Ein sehr gutes Video mit einer Übersicht zu Tronity findest Du auf dem Kanal von DieserDad.

Mein Eindruck: Tronity hat mir sehr gut gefallen. Das Design ist sehr übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Man merkt, dass die Macher sehr viel Erfahrung in diesem Bereich haben. Praktisch finde ich auch die Möglichkeit ein Datenblatt meines Fahrzeuges zu erstellen, das die relevanten Werte bei einem Fahrzeugverkauf auflistet und so für den Interessenten ideal zusammenfasst.

Die Software zum Aufzeichnen der Fahrzeugdaten kann auch auf einem lokalen Computer betrieben werden. Dadurch gibt man sein Tesla Passwort oder Token zu keinem Zeitpunkt aus der Hand. Die gesammelten Daten sind dann aber trotzdem in der Cloud auf den Servern in Deutschland gespeichert. Diese Daten, inklusive aller Bewegungsdaten des Fahrzeuges, sind bei Tronity aber verschlüsselt auf dem Server abgelegt. Nicht einmal die Tronity Macher selbst haben Zugriff darauf. Nur der jeweilige Kunde kann die Daten mit seinem Tronity Zugangspasswort einsehen. Über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung kann das Tronity Zugangspasswort sogar noch zusätzlich abgesichert werden. Eine tolle Sache, die beim Tesla Benutzerkonto mittlerweile auch endlich möglich ist.

Informationen zu Flottendaten bietet Tronity nicht an. Dafür aber Unterstützung von Fahrzeugen anderer Automarken. Es ist somit neben j+ pilot das einzige Produkt in diesem Vergleich, mit dem sich nicht nur Teslas analysieren lassen.

Teste jetzt Tronity kostenlos über diesen Link*, dadurch verlängert sich Dein kostenloser Probezeitraum von 2 auf 4 Wochen. 

 

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Volante

Volante iOS App

Bildquelle: Apple App Store

Volante ist ein englisches iOS App aus Schweden, das neben iPhone, iPad und Apple Watch auch für den Mac erhältlich ist. Eine Browser- oder Android-Version gibt es allerdings nicht. Die Anmeldung erfolgt mit der Apple ID.

Die Verbindung zum Fahrzeug kann entweder mit dem Passwort des Tesla Benutzerkontos oder einem selbst generierten Token erstellt werden. Der erste Monat ist kostenlos. Laut Webseite bietet Volante auch Zugriff auf die Klimaanlagen-Aktivierung, wenn das offizielle Tesla App das Fahrzeug nicht mehr erreichen kann. Wie das genau gehen soll, kann ich mir aber nicht vorstellen.

Mein Eindruck: Auch wenn man die App mit dem Probemonat nur ausprobieren möchte, muss man trotzdem ein Abo aktivieren. Das ist nicht gerade kundenfreundlich, aber immerhin lässt sich das Abo in den AppleID Einstellungen sehr einfach wieder kündigen.

Ich habe es weder mit meinem Tesla Passwort noch dem selbst generierten Token geschafft mein Fahrzeug mit der App zu verbinden. Was das Problem war, konnte ich nicht feststellen. Daher wurden keine weiteren Tests durchgeführt.

Vergleichstabelle der Unterschiede

Tesla Datenlogger Vergleich

Unterschied zwischen Tesla Passwort und selbst erstelltem Token

Alle Anbieter in diesem Vergleich werben damit, dass sie nur das Token speichern und nicht das Tesla Passwort. Und dass dies viel sicherer sei als die Speicherung des Tesla Passwortes. Aber was ist genau der Unterschied?

Wer das Passwort für das Tesla Benutzerkonto kennt, hat volle Kontrolle über das Fahrzeug. Man kann damit über die Tesla Mobiltelefon App, die sich jeder aus dem App Store installieren kann, den Standort des Fahrzeuges orten, es aufsperren und sogar schlüssellos damit fahren. Außerdem kann mit dem Passwort ein Token generiert werden. Das Token kann anstelle des Passwortes verwendet werden, um die Daten vom Fahrzeug auszulesen. Mit dem Token kann man sich aber nicht im Tesla Benutzerkonto oder der Tesla App anmelden und auch das Tesla Passwort nicht ändern.

Trotzdem ist es möglich nur mit einem Token den Standort des Fahrzeuges festzustellen und auch die Türen und den Kofferraum zu entsperren. Schlüsselloses Fahren ist allerdings mit dem Token nicht möglich.

Ein Token bei einem Tesla Datenlogger Anbieter auf dem Server oder in der App zu speichern, ist also durchaus ein Sicherheitsrisiko.

Gelangt zum Beispiel ein Hacker auf den Server des Anbieters und stiehlt das Token, kann er damit das Fahrzeug orten, öffnen und Dinge aus dem Innenraum stehlen oder dieses Token an jemanden weitergeben, der das dann tut. Man vertraut also dem Anbieter, dass er das Token an einem sicheren Ort speichert und vor dem Zugriff Dritter schützt. Die (in meinen Augen) professionelleren Anbieter beschreiben auf ihren Websites, wie sie den Umgang mit dem Token handhaben.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, muss eines der wenigen Produkte mit einer lokalen Software Installation bei sich zu Hause wählen. Diese Variante bieten nur Teslalogger und Tronity (mit lokaler Installation) an. Nur so gibt man weder Passwort noch Token an Dritte weiter, aber man hat selbst mehr Aufwand mit der Pflege einer eigenen Software-Installation. Natürlich könnte auch diese Installation Zuhause Opfer einer Hackerattacke werden. Nichts ist unmöglich.

 

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Wie erstelle ich mein Token?

Mit dem Tesla Passwort kann man sein Token auch ganz einfach selbst erstellen. Einige Anbieter akzeptieren direkt das Token und kennen so das Passwort nicht. Das bietet eine höhere Sicherheit, als wenn man dem Anbieter sein Passwort zum Erstellen eines Tokens überlässt. Man weiß ja nicht, was der Anbieter in diesem Fall mit dem Passwort macht und ändern kann man es danach nicht, sonst wird das Token ungültig.

Früher konnte man selbst auf einem Windows- oder Mac-Computer ein Token erstellen. Das funktioniert mittlerweile aber nicht mehr. Als Alternative gibt es jetzt die beiden AppsTesla Tokens” (Android) und “Auth app for Tesla” (iOS). Sie generieren nach der Eingabe des Passwortes ein Token. Zumindest bei “Auth app for Tesla” ist bekannt, dass der Programmcode öffentlich ist, und dadurch auszuschliessen ist, dass diese App das Passwort an Dritte sendet. Bei “Tesla Tokens” konnte ich nicht herausfinden, ob der Programmcode ebenfalls öffentlich ist.

Ein Token muss alle 60 Tage erneuert werden. Als Alternative kann aber auch die Zeichenkette des refresh_token an den Dienst übermittelt werden. Damit kann der Anbieter des Dienstes das Token jeweils selbstständig regelmäßig erneuern.

Wird das Passwort des Tesla Benutzerkontos geändert, sind access_token und refresh_token anschließend ungültig und müssen erneuert werden.

Schlafmodus und fehlende Daten zu Beginn einer Fahrt

Beim Umschalten auf den Modus “Park” wechselt der Tesla nach einiger Zeit in den Schlafmodus. Ohne diesen Energiesparzustand wäre der Standby Verbrauch so hoch, dass täglich etwa 20 km an Batteriekapazität verloren gehen. Damit das Fahrzeug einschlafen kann, darf ein Tesla Datenlogger aber nicht ständig auf das Fahrzeug zugreifen, sonst hält er das Fahrzeug wach.

Die Anbieter der Datenlogger lösen das in der Regel so: Wenn ein Tesla in die Parkstellung wechselt, werden noch eine gewisse Zeit lang Daten abgerufen. Danach wartet der Logger mindestens 15 Minuten, um dem Fahrzeug die Möglichkeit zu geben in den Schlafmodus zu wechseln. Wenn während diesen 15 Minuten eine Fahrt beginnt, bekommen das die Logger nicht mit und dieser Teil der Fahrt fehlt in den Aufzeichnungen. Die Anbieter setzen hier auf unterschiedliche Methoden, um dieses Problem zu umgehen.

Teslalogger setzt zum Beispiel auf eine Variante mit dem Android App Tasker. Verbindet sich das Mobiltelefon beim Einsteigen mit der Freisprechanlage des Tesla, wird ein Aufweck-Befehl an den Teslalogger gesendet.

Es kann sein, dass der eine oder andere Logger Probleme verursacht und den Tesla nicht mehr einschlafen lässt. Man bemerkt das dann an einem hohen Vampirverbrauch. Die meisten Anbieter stellen dazu in den Einstellungen Parameter zur Verfügung, die man selbst konfigurieren kann.

Fazit und meine Favoriten

Meine Favoriten sind der Teslalogger und Tronity*. Beide überzeugen mich bezüglich Sicherheit, Bedienung und Funktionsumfang. Als IT Mensch gefällt mir natürlich, dass ich bei Teslalogger selbst Hand anlegen darf und ich gewissermaßen die Kontrolle über alles habe. Und schlussendlich ist es die einzige Lösung, bei der man auch die gesammelten Daten bei sich Zuhause speichert.

Bei Tronity ist es einfach das stimmige Gesamtpaket, und der sehr positive Eindruck, den ich bezüglich Sicherheit und Datenschutz habe. Wer sich gar nicht mit IT-Technik herumschlagen will, für den ist Tronity meiner Meinung nach die beste Wahl.

Schlussendlich muss man für sich selbst entscheiden wie viel Hand man bei einer solchen Lösung selbst anlegen möchte, wie viel Geld man pro Jahr für einen solchen Tesla Datenlogger Service ausgeben will. Ein sehr wichtiger Punkt ist auch wie stark man einem Anbieter bezüglich Sicherheit und Passwort/Token vertraut.

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 Smiley Hint

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