Tesla Dashcam : USB-Stick richtig formatieren
Bildquelle: Tesla

Tesla Dashcam : USB-Stick richtig formatieren

Die Tesla Dashcam und der Wächtermodus benötigen einen USB-Stick zum Speichern der Videos. Im Tesla können nur USB-Sticks mit dem Dateisystem FAT32 (Windows) oder ext4 (Linux) verwendet werden. Die meisten USB-Sticks bis 32 GB Größe wurden bereits vom Hersteller mit FAT32 formatiert. Größere Sticks werden aber oft mit exFAT oder NTFS Format verkauft. Solche Sticks müssen am PC neu formatiert werden, damit sie im Fahrzeug lesbar sind. Das Formatieren löscht sämtliche Daten auf dem USB-Stick.

Wichtig: Nur Tesla Fahrzeuge mit mindestens Autopilot Hardware 2.5 können Videos auf dem Stick speichern. Der Wächtermodus funktioniert zwar auch mit AP2.0, aber die Videos können nicht gespeichert werden. Dashcam ist beim AP2.0 nicht möglich. Mehr Details dazu in der Übersicht der Autopilot Unterschiede.

Den USB-Stick formatieren (Windows-PC)

Der Explorer unter Windows 10 kann leider nur USB-Sticks mit einer maximalen Größe von 32 GB formatieren. Durch die Verwendung von Dritthersteller-Tools können aber auch größere Sticks mit FAT32 formatiert werden. Ein solches kostenloses Tool ist zum Beispiel Rufus. Die folgende Anleitung erklärt, wie ein USB-Stick auf einem Windows-Computer mit Rufus formatiert werden kann.

ACHTUNG: Alle Daten auf dem USB-Stick werden durch das Formatieren gelöscht!

  • Rufus downloaden. Es genügt die „portable Version“. Diese hat den Vorteil, dass sie nicht auf dem PC installiert werden muss. Man kann sie direkt von der EXE Datei mit einem Doppelklick starten.
  • Rufus mit einem Doppelklick starten und folgende Einstellungen auswählen:

1.Unter „Laufwerk“ den USB-Stick auswählen. Wichtig: vergewissern Sie sich, dass Sie das korrekte Laufwerk ausgewählt haben!
2. Unter „Startart“ die Option „Nicht startfähig“ auswählen.
3. Als „Dateisystem“ sollte „FAT32 (Standard)“ ausgewählt werden.
4. Als „Größe der Zuordnungseinheit“ sollte der Eintrag mit der Beschriftung (Standard) gewählt werden.

Tesla USB Stick FAT32 formatieren

5. Dann auf „START“ klicken um den USB-Stick zu löschen und mit FAT32 zu formatieren.
6. Nach der erfolgreichen Formatierung auf „SCHLIESSEN“ klicken.
7. Auf dem Stick muss danach noch ein leerer Ordner mit dem Namen „TeslaCam“ angelegt werden:

TeslaCam Ordner USB Stick

8. Nach dem Einstecken im Auto sollte oben rechts das Dashcam-Logo mit einem roten Punkt auftauchen:

Tesla Dashcam Icon

Diese Anzeige bedeutet, dass das Fahrzeug zurzeit ein Video aufzeichnet und auf dem USB-Stick speichert.


Meine USB-Stick Empfehlung für Wächtermodus und Dashcam finden Sie hier.

Den USB-Stick formatieren (Mac)

Mac Benutzer müssen keine speziellen Tools verwenden. Den Stick einfach mit dem Festplattendienstprogramm löschen und dabei die Einstellung MS-DOS (FAT) auswählen. Dabei kann man den Stick auch gleich mit einem passenden Namen benennen. Danach auf dem frisch formatierten Stick den TeslaCam Ordner erstellen. Fertig.

Problemlösung

Das Dashcam Symbol mit dem roten Punkt erscheint nicht

Dieses Problem tritt auf, wenn der USB-Stick vom Fahrzeug nicht erkannt wird. Der Stick muss entweder im FAT32 oder ext4 Dateisystem formatiert sein. Der Fehler tritt auch auf, wenn der Ordner „TeslaCam“ nicht erstellt wurde. Auch ein USB Hub oder ein Verlängerungskabel zwischen Stick und USB-Port kann die Ursache sein. Im Zweifelsfall den Stick direkt am Port einstecken, um zu testen, ob er so funktioniert.

Einige Benutzer berichten im Internet davon, dass sie bei der „Größe der Zuordnungseinheit“ mit der Wahl von „4096 Bytes“ auch USB-Sticks zum Funktionieren gebracht haben, die mit einer anderen Einstellung nicht funktioniert haben.

Andere Benutzer berichten, dass bei ihnen die Dashcam nur mit dem Ordnernamen „Teslacam“ ohne großes C funktioniert hat.

Teilweise wird auch darüber berichtet, dass bestimmte Sticks nur an einem Port funktionieren. Man sollte also alle vorderen USB-Ports des Fahrzeugs ausprobieren.

Das Programm Rufus scheint die Sticks anders zu formatieren als der Windows 10 Explorer. Wer einen Stick mit Windows ohne Erfolg formatiert hat, sollte trotzdem Rufus ausprobieren. Es wird auf Facebook darüber berichtet, dass Sticks danach funktioniert haben.

Videos enthalten teilweise Bildstörungen

Die Schreibgeschwindigkeit des USB-Sticks ist zu langsam und das Fahrzeug kann die große Datenmenge nicht schnell genug auf den Stick schreiben. Der USB-Stick sollte dem USB3 Standard entsprechen und eine genügend hohe Schreibgeschwindigkeit aufweisen. Folgende Sticks sollten laut Erfahrungen von Tesla-Fahrern funktionieren.

Videos werden nicht mehr aufgezeichnet

Möglicherweise ist der USB-Stick voll. Die Daten der Dashcam werden nach einer Stunde automatisch wieder überschrieben. Manuell gespeicherte Dashcam Sequenzen und Wächtermodus Videos werden aber ab der Tesla Software-Version V10 zwar automatisch gelöscht möglicherweise konnte aber diese Funktion trotzdem die Videos nicht löschen. Überprüfen Sie dazu an einem PC oder Mac den Füllgrad des Sticks. Läuft ein Stick voll, ist er nicht mehr verwendbar bis wieder von Hand freier Platz geschaffen wurde. Manche vollgelaufenen Sticks müssen sogar neu formatiert werden, um sie wieder verwendbar zu machen.

Der USB-Stick funktioniert plötzlich nicht mehr

Wenn der Stick ohne Stoppen der Videoaufzeichnung vom Port abgezogen wird, kann das Dateisystem des Sticks beschädigt werden. Im besten Fall muss der Stick nur neu formatiert werden, damit er wieder funktioniert. Im schlimmsten Fall ist der Stick sogar dauerhaft beschädigt.

Um eine Beschädigung zu vermeiden, kann die Videoaufzeichnung durch langes Drücken auf das Dashcam Symbol gestoppt werden (das Symbol wird grau, wenn die Aufzeichnung gestoppt ist). Der Stick sollte erst abgezogen werden, wenn der rote Punkt auf dem Symbol erloschen ist.

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