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Tesla Wallbox Gen3 Gen 3 Die Unterschiede zu Gen 2

Bildquelle: Tesla

Tesla Wallbox Gen 3 – Das sind die Unterschiede

Seit Mai 2021 ist der „Tesla Wall Connector Gen 3“ – so heißt die neue Wallbox von Tesla – auch in Europa erhältlich. In diesem Beitrag vergleiche ich die Unterschiede und Vorteile gegenüber dem Vorgänger Tesla Wall Connector Gen 2.

 
 

Der Tesla Wall Connector Gen 3 kann jetzt WLAN

Auf den ersten Blick sehen beide Geräte von der Form her relativ ähnlich aus. In der Farbe kommt die Gen 3 Variante in schlichtem Weiß daher, während der Vorgänger Silbergrau war (Sondereditionen waren schwarz). Technisch wurde so einiges weiter entwickelt und der neue Gen 3 Wall Connector bietet neue Funktionen, aber zu einem höheren Preis als der Vorgänger.

Tesla Wallbox Gen3 Weiss

Weiße Gen 3 Wallbox – Bildquelle: Tesla

Die Tesla Wallbox Gen 3 Unterschiede

Folgende Verbesserungen hat die Gen3 Wallbox gegenüber der älteren Gen2 Variante:

WLAN Unterstützung

Die Gen3 bietet WLAN-Unterstützung. Beim Vorgänger gibt es keine Möglichkeit sich über Handy oder Computer auf die Wallbox zu verbinden. Man kann bei der Gen2 zwar über die Tesla App und einer Verbindung über das Fahrzeug das Laden stoppen und starten und mittlerweile sogar den Ladestrom einstellen, aber eine Anpassung der Wallbox Einstellungen ist nicht möglich.

Der Wall Connector Gen 3 unterstützt zwei WLAN Netze parallel, er kann also selbst ein WLAN-Signal zu Konfigurationszwecken anbieten und ein zweites externes WLAN verwenden, um über eine Internetverbindung ein Firmware Update für die Wallbox downloaden zu können.

Natürlich funktioniert die Box auch ohne externe WLAN-Verbindung. Wichtig ist dabei zu erwähnen: Ein Fernzugriff via Internet und das externe WLAN auf die Wallbox ist NICHT möglich. Ein Firmware Upgrade ist sowieso auch ohne Internet Zugriff der Wallbox möglich, indem man die neue Software von einem Endgerät aus über das interne WLAN einspielt (Smartphone o.ä.)

Die Anpassung der Ampere Zahl und anderer Einstellungen ist bei der Gen 3 Wallbox nur über das interne WLAN der Box möglich. Dazu muss man ein Handy oder Tablet in Reichweite der Box mit dem internen WLAN verbinden. Dieses interne WLAN-Signal ist nach dem Drücken der Taste am Stecker oder nach einem kurzen stromlos machen der Box jeweils für einige Minuten verfügbar. Für den Alltag ist das nicht wirklich praktikabel, aber dieses WLAN ist auch nur für die Grundkonfiguration und das einmalige Setzen der Ampere Zahl gedacht. Vielleicht wird sich das in Zukunft mittels Software-Update noch ändern.

Dieses  Video auf der Tesla Webseite zeigt den Verbindungsaufbau mittels QR-Code und die Konfigurationsmöglichkeiten des Wall Connectors Gen 3.

 

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Kein teurer externer FI-B Fehlerstromschutzschalter notwendig

Ein Nachteil des Gen2 Wall Connectors war die Notwendigkeit eines zusätzlichen externen FI Typ-B Fehlerstromschutzschalters. Zusätzlich zum Kaufpreis für die Wallbox wurden mit dem FI-B nochmals rund 250 EUR fällig. Die Gen 3 Wallbox bietet einen integrierten Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) Typ A + DC 6 mA und macht so den externen FI Typ B überflüssig. Mit der Gen 3 ist lediglich zur Absicherung der Zuleitung der günstige externe FI Typ A notwendig (20 EUR). Der Gesamtpreis der Ladestation reduziert sich also um rund 250 EUR gegenüber dem alten Gen2 Modell.

In Deutschland förderfähig

HINWEIS: Die Wallboxförderung in Deutschland wurde mittlerweile eingestellt.

Die Gen 3 Wallbox ist außerdem in Deutschland KfW förderfähig. Dazu müssen aber folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Gesamtkosten (Gerät und Installation) müssen mindestens 900 EUR betragen.
  • Der Elektriker muss die Box auf 11 kW begrenzen und dies auf der Rechnung bestätigen.

Stromaufteilung zwischen mehreren Wallboxen

Eine Gen2 Wallbox kann drei weitere Wallboxen über Signalverkabelung in Reihe steuern, beim Gen 3 sind bis zu 15 weitere Wallboxen möglich. Diese Funktion ist ab Firmware Version 21.8.5 aktiv.  Die Kommunikation zwischen den Wallboxen erfolgt über WLAN. Details zum Lastmanagement.

Die Gen 3 Box verfügt zudem über einen integrierten RFID-Leser, der allerdings aktuell noch nicht verwendbar ist. Vermutlich kommt dieser Leser in Zukunft als Zutrittskontrolle bei Teslas Destination Chargern zum Einsatz. Es bleibt zu hoffen, dass er auch für Private eingesetzt werden kann. So könnte zum Beispiel in einer großen Tiefgarage die Wallbox gegen fremdes Laden gesichert werden.

Die folgende Tabelle fasst die Details zusammen:

 Gen 2Gen 3
Artikelnummer1050071-01-K1529455-02-D
WLAN UnterstützungNeinJa
Zusätzlicher externer Typ B Fehlerstromschutzschalter notwendigJaNein
In Deutschland KfW förderfähigNeinnicht mehr
Amperezahl über Fernzugriff via Handy verstellbarNeinJa, über Webinterface der Wallbox stufenlos zwischen 6A und 32A. Funktioniert aber nur in Reichweite der Wallbox über das integrierte WLAN-Signal, nicht über das Internet.
Maximale Leistung22 kW22 kW (bei KfW Förderung muss ein Elektriker die Leistung auf 11 kW begrenzen)
Kabellänge7.4 oder 2.6 MeterNur 7.3 Meter (früher gab es auch 2.6)
Knopf zum entriegeln des LadeanschlussesJaJa
Laden von Nicht-Tesla ElektroautosJa Ja
Integrierter StromzählerNein

Abfrage über REST API möglich.

RFID ZugriffsbeschränkungNeinEin RFID Leser ist verbaut. Zurzeit aber noch nicht nutzbar.
Lastverteilung (verbinden mehrerer Wallboxen um Strom automatisch zu verteilen und mehrere Autos gleichzeitig zu laden).JaJa, ab Software Version 21.8.5

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Weitere Informationen

Früher konnte man nur als Tesla Besitzer eine Tesla Wallbox kaufen. Zwischenzeitlich wurde diese Beschränkung aufgehoben und jeder konnte eine solche Wallbox bestellen. Da sie auch mit Elektroautos anderer Marken funktioniert, wäre sie eine günstige Alternative zu Geräten anderer Hersteller. Mittlerweile hat Tesla ober offenbar den Kauf der Wallbox wieder nur für Besitzer oder Besteller eines Teslas limitiert.

Außerdem gibt es aktuell im deutschen Tesla-Shop eine sehr günstige Variante der Gen2 Wallbox, die allerdings nur mit Tesla Fahrzeugen funktioniert. Die früheren, teureren, Gen2 Modelle funktionierten auch mit Elektroautos anderer Marken.

Informationen zur Fehlersuche und Firmware Upgrades der Gen 3 Wallbox

Downloadlink des Handbuchs der verschiedenen Tesla Wall Connector Generationen

Diskussion mit vielen Tipps über den Gen 3 Wall Connector im Tesla Fahrer und Freunde TFF Forum

Mein Fazit zur Tesla Wallbox Gen 3

Tesla verkauft den Wall Connector Gen 3 im Onlineshop (DE / AT / CH). Wegen der Chipkrise sind die Preise vermutlich gestiegen, denn sie kostet mittlerweile wieder deutlich mehr als die Heidelberg Wallbox Home Eco. Die Eco benötigt ebenfalls keinen zusätzlichen externen FI Typ B und ist ein preiswertes Wallboxangebot ohne viel Schnickschnack. Inklusive WLAN Funktion ist meines Wissens aber keine günstigere Wallbox als die Gen 3 von Tesla zu bekommen. Allerdings dient das WLAN hier nur zur initialen Konfiguration und nicht zum Ablesen von Statistiken.

Es stellt sich die Frage, ob man WLAN wirklich benötigt. Seit November 2021 hat Tesla mittels Softwareupdate endlich auch das Einstellen des Ladestroms über die Mobiltelefonapp ermöglicht. Das wäre eigentlich meiner Meinung nach die einzige Funktion, die ich über einen Fernzugriff wirklich einstellen möchte. Wenn ich das aber über das Fahrzeug kann, warum sollte ich dann remote auf die Wallbox zugreifen wollen? Ladestationen an Photovoltaikinstallationen sind dabei natürlich ausgenommen, aber dafür ist die Tesla Wallbox sowieso nicht die beste Wahl.

Ich nutze selbst seit 2017 für mein Model S die Gen 2 Wallbox von Tesla und sehe eigentlich keinen Grund, warum ich jetzt auf die Gen 3 umsteigen sollte. Optisch würde mir von allen Tesla Wallboxen die schwarze Sonderedition der Gen 2 Wallbox aus dem früheren Tesla Referral Programm am besten gefallen. Mehr als mein Auto laden kann die aber auch nicht. 🙂 Also bleibe ich weiterhin bei meiner silbernen Gen 2…das ist definitiv auch nachhaltiger für die Umwelt.

Tesla Signature Wallbox Gen 2 Referral

Schwarze Signature Wallbox Gen 2 mit Unterschrift von Elon Musk. Limitierte Edition aus dem früheren Tesla Weiterempfehlungsprogramm – Bildquelle: Twitter

 

 

 

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