Dritte Sitzreihe im Model S (Kindersitze)
Quelle: Tesla

Dritte Sitzreihe im Model S (Kindersitze)

Für das Model S hatte Tesla nach hinten gerichtete Kindersitze für eine dritte Sitzreihe angeboten. Ursprünglich konnte man die Sitze als Option zum Neuwagen für etwa 4000 EUR Aufpreis kaufen. Tesla hat die Sitze ab November 2018 aus dem Programm genommen und bietet sie nicht mehr zum Verkauf an.

Mit den Kindersitzen kann ein Model S auf sieben Plätze erweitert werden. Die Sitze sind nur für Personen bis maximal 140 cm Körpergröße und einem Gewicht zwischen 15 und 36 Kilogramm zugelassen. Wenn man die Sitze nicht benötigt, können sie mit wenigen Handgriffen vollständig im unteren Kofferraumfach versenkt werden (das Fach kann dann allerdings bei installierten Sitzen nicht für Gepäck verwendet werden). Man kann die Sitze im Service Center auch komplett ausbauen lassen.

Nachrüsten möglich?

Grundsätzlich lassen sich die nach hinten gerichteten Kindersitze im Model S nachrüsten. Allerdings muss dazu auch eine spezielle Version der Rückbank eingebaut werden, in deren Verankerungen die Kindersitze einrasten können. Außerdem ist eine Verstärkung der Heckstoßstange notwendig, die nur ab Werk eingebaut wurde. Für Fahrzeuge ab 2014 ist offenbar der Retrofit möglich, weil ab diesem Produktionsdatum alle Autos diese Verstärkung eingebaut haben (Quelle: TFF-Forum). Es ist unklar, ob der Einbau auch für Model S, die nach November 2018 produziert wurden noch machbar ist. Da Tesla die Sitze zu diesem Zeitpunkt aus dem Programm genommen hat, könnte es sein dass die notwendigen Verstärkungen seither nicht mehr eingebaut werden.

Vor dem Kauf gebrauchter Kindersitze sollte man auf jeden Fall mit dem Service Center klären, ob sie in das eigene Model S eingebaut werden können. In manchen Fällen ist offenbar sogar eine Absegnung aus Kalifornien notwendig. Wer die Sitze gebraucht kauft, muss zusätzlich mit etwa 650 EUR Einbaukosten durch Tesla rechnen (Preis für die Sitze nicht inklusive). Am einfachsten und günstigsten kommt man also zu den Kindersitzen indem man ein gebrauchtes Model S kauft, das bereits über diese Ausstattung verfügt. Über die EV-CPO Webseite kann zum Beispiel direkt nach solchen Fahrzeugen gesucht werden (unter „Column Selector“ die Option „Rear Facing Seats“ einschalten).

Sicherheit

Durch die Verstärkungen im Bereich des Fahrzeughecks hatte Tesla damals auch mit einer höheren Sicherheit geworben. Natürlich ist durch mehr Verstärkung im Fahrzeug die Sicherheit aller Insassen bei einem Unfall mit Heckaufprall besser.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • zwei Plätze mehr im Model S (wenn auch keine vollwertigen).
  • Kinder im passenden Alter sind meistens begeistert.
  • Ein Hingucker bei Probefahrten.
  • Verstärkungen im Bereich des Fahrzeughecks schützen bei einem Unfall alle Insassen besser.

Nachteile:

  • Kein serienmäßiger Sonnenschutz der Heckscheibe. Im Sommer wird es hinten schnell sehr heiß.
  • Keine Heizung/Klima im Kofferraum. Im Winter wird es schnell sehr kalt.
  • Kinder können schlecht hinaussehen, nach einer gewissen Zeit könnte ihnen übel werden.
  • Sicherheit für Kinder bei einem Unfall mit höherer Geschwindigkeit und Heckaufprall fragwürdig.
  • Kommunikation von Kindern zu den Eltern erschwert.
  • Staufach unter dem Kofferraum ist bei eingebauten Sitzen belegt.

Quelle: Erfahrung von Tesla-Fahrern im TFF-Forum und die gesammelten „Essentials„.

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