Skip to main content
wie lange lädt ein Tesla

Wie lange lädt ein Tesla?

Als Tesla Fahrer wird man oft gefragt, wie lange ein Tesla lädt. Denn für Menschen, die  kein Elektroauto fahren, ist es sehr ungewohnt sich vorzustellen, dass man darauf warten muss, bis das Auto wieder “voll” ist. Schließlich ist man es vom Benziner- oder Dieselfahrzeug gewohnt an die Tankstelle zu fahren, ein paar Minuten zu tanken, zu bezahlen und wieder weiterzufahren. Im Vergleich dazu wartet der Elektroauto-Fahrer doch viel länger, bis sein Akku wieder mit ausreichend Energie befüllt ist. Ich sage dazu: Ja und Nein. Warum das so ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Vermutungen und Gewohnheiten

Hauptsächlich Vermutungen und Gewohnheiten sind es, was viele Menschen glauben lässt, dass es total unpraktisch ist, ein Elektroauto zu fahren. Vermutungen daher, weil man irgendwo schon gehört oder gelesen hat, dass es lange dauert, bis der Akku wieder voll ist. Außerdem kennt man das ja vom Mobiltelefon, dessen Akku auch nicht in zwei Minuten wieder vollgeladen ist. Gewohnheiten sind es andererseits, weil man unbewusst davon ausgeht, dass man mit einem Auto den Tank immer leer fährt. Danach macht man sich bewusst auf den Weg zur Tankstelle und füllt dort wieder randvoll.

Tesla Zubehör Black Friday Sale

Diese Denkweise ist für Elektroautos nicht korrekt, denn erstens lädt das Auto auch alleine und man muss nicht während des Ladevorganges daneben stehen. Einfach Stecker einstecken, fertig. Ein Handgriff, der sogar einfacher und schneller geht, als Benzin zu tanken. Zweitens gibt es Strom im Vergleich zu Benzin nicht nur an der Tankstelle, sondern praktisch überall. Man muss sich das vielmehr so vorstellen, dass das Auto idealerweise immer dann lädt, wenn es steht und nicht gebraucht wird (was bei den meisten Autos etwa 23 Stunden am Tag der Fall ist). In der Praxis sieht das dann etwa so aus:

  • Viele Arbeitgeber unterstützen Elektromobilität und es besteht so eine Möglichkeit für Autopendler tagsüber zu laden. Selbst eine normale Steckdose ist meistens schon ausreichend, um die für den Arbeitsweg gefahrenen Kilometer in acht bis neun Stunden mehr als wett zu machen. Die Tabelle weiter unten in diesem Artikel zeigt einige Beispiele.
  • Viele Supermärkte bieten ihren Kunden die Möglichkeit – oft sogar kostenlos – das Fahrzeug während des Einkaufs zu laden.
  • Immer mehr öffentliche Parkhäuser bieten Ladeplätze für Elektroautos an.
  • Hotels verfügen meistens über Ladestationen.
  • Städte und Kommunen bauen immer mehr öffentliche Ladesäulen an zentralen Orten oder Wohnquartieren. In Deutschland und der Schweiz ist das zwar noch nicht so stark verbreitet, aber zum Beispiel die Niederlande, Dänemark oder Norwegen sind hier bereits viel weiter als etwa Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dieses Video zeigt wie fortschrittlich es sein kann. Das war die Situation in Holland – aber nicht heute – sondern im Jahr 2014!

Durch das Starten dieses Videos akzeptierst du YouTube-Cookies. Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung.

Zugegeben, wer Zuhause nicht laden kann, muss manchmal planen. Wenn man aber zusätzlich noch daheim die Möglichkeit hat einen Stromanschluss oder eine Ladestation in die Nähe des eigenen Parkplatzes zu bringen, muss man sich keine Gedanken über das Laden mehr machen. Man fährt einfach jeden Morgen mit vollem “Tank” los und nutzen die ganze Reichweite des Akkus für den Tag. Man lädt ja sein Mobiltelefon meistens auch zu Hause voll und hat dann genug Strom für den nächsten Tag. Genau gleich funktioniert es beim Elektroauto auch.

Laut Statistik fährt eine Person in der Schweiz im Durchschnitt nur 37 Kilometer pro Tag. Und auch in Deutschland oder Österreich sieht es sehr ähnlich aus. Um zum Beispiel 100 Km über Nacht nachzuladen, reicht sogar eine normale Steckdose aus. Trotzdem bietet es sich aus Effizienzgründen an, wenn möglich, eine 3-Phasige Lademöglichkeit zu installieren. Als Mieter ist das je nach Situation zwar nicht ganz einfach, da es die Zustimmung des Vermieters erfordert.

Oft hört man trotzdem Argumente wie “Wenn ich in Urlaub fahre, muss ich 800 Km an einem Tag fahren, dann will ich nicht stundenlang unterwegs laden!”

Überlegt man sich an wie vielen Tagen im Jahr man effektiv mehr als 400 Kilometer an einem Tag fahren muss, ist das Ganze aber eigentlich gar kein Problem mehr. Denn die meisten Menschen können das an einer Hand abzählen. Und wenn man bedenkt, dass man dafür an den restlichen Tagen im Jahr: nicht mit giftigen Abgasen die Umwelt verpestet, nicht mehr so stark oder gar nicht zum aufheizen unserer Atmosphäre beiträgt, generell viel kostengünstiger mobil ist, usw, usw, dann sollte das eigentlich Grund genug sein diesen Nachteil auf sich zu nehmen.

Wirklich lange ist die Wartezeit nicht, während ein Tesla lädt. Und eigentlich gibt es diesen Nachteil nur auf Langstrecke. Und die fahren die meisten Menschen eher selten. Außerdem kann man die Zeit während des Ladens auch versuchen anders zu nutzen. Es ist zum größten Teil nur eine Gewohnheit und eine Frage der inneren Haltung, beziehungsweise ein gegeneinander Abwägen der Vor- und Nachteile.

 

Shop4Tesla.com - Jetzt: 10% Rabatt mit Gutscheincode: TESLAWISSEN

Werbung

 

Wie lange lädt ein Tesla?

Die Geschwindigkeit, mit der ein Akku geladen werden kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der wichtigste Faktor ist der Füllgrad des Akkus. Die Ladegeschwindigkeit ist  diesbezüglich nicht linear. Je voller ein Akku wird, desto langsamer wird er weiter geladen. Man muss sich das ungefähr wie bei einer Gießkanne vorstellen, die unter einem Wasserhahn mit Wasser befüllt wird. Will man verhindern, dass die Gießkanne überläuft, muss man den Wasserstrahl stetig reduzieren, um sie randvoll zu machen. Beim Elektroauto ist es aber auch abhängig davon, welche Stromquelle verwendet wird. So ungefähr wie viel Wasser denn überhaupt aus dem Hahn kommt.

Wer es immer eilig hat, sollte sich daher lieber vor dem Elektroauto Kauf mit dem Thema auseinandersetzen wie lange ein Tesla lädt.

Die folgende Tabelle vergleicht die “pro Stunde” oder “halbe Stunde” geladene Reichweite der aktuellen Tesla Neuwagen an den jeweiligen Stromanschlüssen. Diese Werte sind grobe Durchschnittswerte und je nach Verbrauch abweichend. Der Verbrauch wiederum wird von vielen Faktoren beeinflusst. Zum Beispiel Fahrstil, Wetter, Reifendruck, Zuladung oder Felgengrösse – ja wirklich, da ein Tesla so effizient ist, macht das durchaus etwas aus.

Hier also die Übersicht:

Tesla Ladedauer

(Weitere Informationen zur in der Grafik erwähnten Schieflast Thematik.)

Die Quelle dieser Reichweiten-Daten ist eCalc.ch. Auf dieser Webseite lassen sich auch die Werte für die verschiedenen älteren Tesla Modellvarianten berechnen, die heute nicht mehr produziert werden. Einfach das gewünschte Fahrzeugmodell auswählen, unter “Ladestation” den Wert “max. Ladeleistung” auf den kW-Wert setzen, der in der oben gezeigten Tabelle den jeweiligen Schnelladern zugeordnet ist. In der berechneten Ladekurve lässt sich dann der Kilometer-Wert für die geladene Reichweite pro Zeiteinheit ablesen.

Und wie verhält sich das auf Langstrecke?

Die Langstrecke ist für viele Menschen ein kritischer Punkt, der gegen Elektromobilität spricht. Was mache ich denn, wenn ich doch einmal hunderte von Kilometern an einem Tag fahren möchte oder muss? Ganz einfach: Man benutzt unterwegs Schnellladestationen. Bei Tesla nennt sich das “Supercharger”. Tesla besitzt mittlerweile über 3000 Standorte mit mehreren Supercharger Schnellladestationen weltweit und es werden wöchentlich mehr. Damit lassen sich komfortabel auch Langstrecke fahren, indem man einfach alle zwei bis drei Stunden eine Pause von 20 bis 30 Minuten einlegt. Weitere Details zu Langstreckenfahrten mit einem Tesla in diesem Artikel.

Tesla Supercharger Standorte – Quelle: Tesla

 

Auf der folgenden GoogleDocs Tabelle findet man einen tollen Vergleich verschiedener Elektroautos und deren Eigenschaften. Unter anderem ist im Bereich “Langstreckentauglichkeit” auch die mittlere Reisegeschwindigkeit aufgeführt. Für die ist nämlich nicht nur relevant, welche maximale Ladeleistung das Fahrzeug hat, sondern auch wie viele Kilometer es pro Minute nachladen kann. Dieser Wert wird wiederum sehr stark von der Energieeffizienz des ganzen Fahrzeugs beeinflusst.

Google Docs Vergleich Tabelle Elektroautos

 

Volker Quaschning erklärt in diesem Video sehr schön, warum Elektromobilität eben doch funktioniert und dass wir auch mit zusätzlichen Elektroautos keine Stromausfälle bekommen werden:


Durch das Starten dieses Videos akzeptierst du YouTube-Cookies. Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung.

 

Du bist Tesla Einsteiger? Eine kurze Übersicht der Tesla Fahrzeuge findest Du hier.

Weitere Informationen zum Laden auf der offiziellen Tesla Webseite.

 Smiley Hint

Enthält dieser Beitrag Fehler oder veraltete Informationen?

Dann sende mir bitte über diesen Link eine Nachricht. Danke!

 


Carvertical Tesla Banner

Werbung


Ähnliche Beiträge