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Wie hoch ist der Preis für das Tesla Model 3?

Wie hoch ist der Preis für Tesla Model 3? Das Tesla Model 3 war das am meisten erwartete Modell von Tesla. Bietet es doch die Möglichkeit zu einem etwas günstigeren Preis, als bisher in die Elektromobilität von Tesla einzusteigen. Immer öfter liest man aber von starken Preis-Schwankungen und dadurch unzufriedenen Kunden. Wann sollte man kaufen und lohnt es sich mit einem Kauf zuzuwarten?

Was kostet ein Tesla Model 3?

Zurzeit sieht die Preisstruktur beim Model 3 wie folgt aus (Preise ohne Bearbeitungsgebühr von 970 EUR):

Fahrzeug Variante:Preis (April 2021):
Model 3 Standard Reichweite PlusCHF 39'990 / EUR 39'990
Model 3 Maximale ReichweiteCHF 49'990 / EUR 49'990
Model 3 PerformanceCHF 58'990 / EUR 54'990

Auch wenn es nicht so scheint, macht Tesla das Model 3 mit sinkenden Akkupreisen Schritt für Schritt günstiger. Bei der Markteinführung in Deutschland im Februar 2019, war die günstigste Model 3 Version das “Maximale Reichweite” Modell für 53.280 EUR inklusive 970 EUR Bearbeitungsgebühr (Quelle: Wikipedia). In der Schweiz kostete dieses Modell bei Einführung 59.400 CHF. Sechs Monate später kostete ein Tesla Model 3 dieser Variante bereits rund 1000 EUR weniger und zusätzlich dazu wurde das günstigere “Standard Reichweite Plus” Modell eingeführt. Außerdem musste der Autopilot damals im Frühjahr für 3000 EUR in Form der Option “Erweiterterte Autopilot-Funktionalität” (EAP) noch dazu gekauft werden. Heute ist der Basis Autopilot in einem gegenüber EAP leicht reduzieren Umfang kostenlos im Basispreis des Fahrzeuges enthalten.

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Noch viel größere Schwankungen zeigte sich bisher bei den Performance-Modellen. Hier hat Tesla klar zu bestimmten Zeiten die Nachfrage mit Preissenkungen stimuliert. Unglücklicherweise konnte es in der Vergangenheit bei einem schlechten Timing tatsächlich passieren, dass ein Fahrzeug dieser teureren Kategorie bereits wenige Monate nach dem Kauf für rund 10’000 EUR weniger angeboten wurde.

Tesla Model 3 jetzt kaufen oder warten?

Tesla ist ein börsennotiertes Unternehmen an der amerikanischen Börse Nasdaq und muss deshalb quartalsweise Bilanzen und Verkaufszahlen vorlegen. Um die Aktionäre bei Laune zu halten wird immer wieder beobachtet, dass die Verkäufe vor allem gegen Ende eines Quartals massiv mit Aktionen angekurbelt werden. Auch im dritten Quartal 2019 ist das zum Beispiel in den USA der Fall. Dort werden Model 3 vorübergehend bis Ende September mit zwei Jahren kostenlosem Supercharging verkauft.

Wenn man dieses Hin und Her der Preise über einen längeren Zeitraum beobachtet, zeigt sich, dass oft in der zweiten Quartalshälfte die Preise gesenkt werden oder irgendwelche Sonderangebote bis Quartalsende lanciert werden. Dies vermutlich mit dem Ziel eine möglichst hohe Anzahl Verkäufe in kurzer Zeit zu erreichen.

Oft werden die Umsätze auch mit der Verknappung einer Option gesteigert. Zum Beispiel wurde so mehrmals das kostenlose Supercharging beim Model S und X per Datum beim Kauf für Neuwagen entfernt und später doch wieder eingeführt. Auch bei der Option “Erweiterterte Autopilot-Funktionalität” (EAP) und dem “Volles Potenzial für autonomes Fahren (FSD)” schwanken die Preise in unregelmäßigen Abständen. Bei Model S und X wurden die Varianten mit Standard Reichweite (75 kWh) in der Vergangenheit zweimal auf Ankündigung aus dem Angebot entfernt, um vermutlich die Verkäufe nochmals zu steigern, bevor diese Variante nicht mehr erhältlich ist. Beim FSD wird hingegen regelmäßig mit einer Preiserhöhung “gedroht”, die dann in der Regel mittlerweile aber doch recht dauerhaft eingeführt wird.

Wer unmittelbar NACH einer Preisreduktion ein Fahrzeug kauft, trifft in der Regel einen guten Moment. Zwei Preisreduktionen innerhalb kurzer Zeit gab es meines Wissens noch nie. Allerdings können Preisreduktionen auch Ankündigungen für Neuerungen in den Modellen sein. Da Tesla keine Modelljahre hat, sondern Änderungen laufend in die Produktion einfließen lässt, können neue Überarbeitungen auch ohne Ankündigung schlagartig eingeführt werden. Das Model 3 wurde zum Beispiel Ende 2020 günstiger abverkauft bevor die Refreshvarianten eingeführt wurden.

Wer FSD nicht gleich mit dem Fahrzeug mitgekauft hat und es trotzdem nachträglich möchte, kauft es am besten unmittelbar VOR einer angekündigten Preiserhöhung dieser Option. Oder man bringt Geduld mit und wartet sogar auf eine überraschende Preisreduktion beim FSD. Die gab es früher auch bereits mehrmals. Das allerdings dann meistens nur für kurze Zeit.

 

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Sind diese Preise teuer?

Auf den ersten Blick erscheinen rund 40’000 EUR für ein Auto sehr teuer. Was aber oft vergessen wird, sind die Vorteile, die ein Elektroauto gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor bietet. Dadurch sinken nämlich die Betriebskosten eines Fahrzeuges massiv. Schlussendlich ist ein Tesla in der Vollkostenrechnung sogar günstiger als ein vergleichbarer Verbrenner. An folgende Unterschiede werden oft beim Vergleich der Preise mit einem Verbrenner Fahrzeug nicht gedacht:

  • Strom ist wesentlich günstiger als Benzin oder Diesel. Das Model 3 hat bei sparsamer Fahrweise einen Verbrauch von rund 15 kWh pro 100 Km. Bei einem Stromtarif von 29 Cent/kWh sind das 4,35 EUR pro 100 Km. Für die Schweiz würden die Kosten bei einem Strompreis von 25 Rappen pro kWh bei 3,75 CHF pro 100 Km liegen. Noch besser fährt man natürlich, wenn man gratis Strom tankt. Zum Beispiel beim Arbeitgeber, wenn er die Elektromobilität mit einer Lademöglichkeit unterstützt. Oder als Eigenheimbesitzer mit der eigenen Photovoltaik-Anlage.
  • Elektroautos benötigen weniger Wartung. Dadurch sinken auch die Betriebskosten. Die gesparten Servicekosten, die man in den ersten 10 Jahren für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor aufbringen muss, sind nicht unerheblich. Mehr Informationen zu den Tesla Wartungskosten in diesem Beitrag.
  • Oft werden Elektroautos steuerlich begünstigt. Dies dient aktuell noch zur Förderung der Elektromobilität. Natürlich wird dies nicht für immer so bleiben. In Deutschland gibt es zum Beispiel den BAFA Umweltbonus und in Österreich die Umweltförderung. In der Schweiz zahlen Elektroautos je nach Kanton weniger oder keine Verkehrssteuern.
  • Im Tesla Model 3 Preis sind bereits sehr viele Extras in der Grundausstattung enthalten, die bei anderen Herstellern aufpreispflichtig sind. Um fair zu vergleichen, muss man diese Extras ebenfalls dazu rechnen. Außerdem sind einige Ausstattungsmerkmale beim Verbrenner nur schwer erhältlich (zum Beispiel die Standheizung und die Vorklimatisierung via Mobiltelefon-App). Alain Veuve hat dazu einen interessanten Vergleich gemacht. Das Model 3 wird in einem fairen Vergleich von praktisch keinem anderen Hersteller bezüglich Anschaffungskosten geschlagen. Werden dazu noch die günstigeren Betriebskosten berücksichtigt, sinkt die Vollkostenrechnung weiter.

Die wichtigste Frage zu “Wie hoch ist der Preis für Tesla Model 3?” ist die Frage nach der Gesamtkostenrechnung. Wer Preise vergleicht, sollte nicht nur die Anschaffungskosten betrachten, sondern immer die Vollkostenrechnung aus Anschaffung und Betriebskosten (Versicherung, Treibstoff, Service, usw.) vergleichen.

Fazit

Natürlich sollte man sich keine Illusionen machen. Technologie wird dank Fortschritt immer billiger. Das ist so und wird immer so bleiben. Wer erinnert sich nicht an die ersten Flachbildschirm-Fernseher? Die kosteten ein Vermögen. Heute kann man viel größere, bessere und billigere Geräte kaufen. Aber das hört niemals auf. Auf vermeintlich günstigere Technologie kann man ewig warten, denn es wird immer etwas Besseres geben als das, was man vor wenigen Jahren gekauft hat. Schlussendlich ist alles eine Frage des Preises der Akkuzellen. Und dieser kennt durch effizientere Fertigung und neuere Technologie nur eine Richtung: nach unten. Das schlägt sich über Zeit auch in den Preisen für die Fahrzeuge nieder, beziehungsweise man bekommt einfach mehr fürs Geld.

Wer bezüglich des Restwertes eines Tesla Bedenken hat, sollte vielleicht besser ein Leasing mit vordefiniertem Rückkaufpreis anstelle eines Barkaufs bevorzugen. Wer hingegen plant das Fahrzeug sehr lange zu fahren, ist mit dem Barkauf besser bedient. Schließlich scheinen Teslas dafür ja lange genug zu halten. Und dann ist der ehemalige Kaufpreis eigentlich sowieso egal.

Als Alternative gibt es auch die Möglichkeit einen Tesla im Abo zu fahren. Kein Kauf, kein Leasing und trotzdem alles komplett inklusive. Zum Beispiel bei folgenden Anbietern:

Carvolution in der Schweiz:

 

FINN in Deutschland (ACHTUNG: Wohnsitz in Deutschland notwendig):



 

Du bist Tesla Einsteiger? Eine kurze Übersicht der Tesla Fahrzeuge findest Du hier.


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