Tesla Wallbox oder mobile Ladestation?
Bildquelle: Tesla

Tesla Wallbox oder mobile Ladestation?

Eine moderne Ladestation für Tesla Elektrofahrzeuge ist kompakt und kann problemlos an der Wand befestigt werden, weshalb sie auch „Wallbox“ genannt wird. Oft liest man den Satz: „Wer seinen Tesla zu Hause lädt, kauft sich am besten eine Wallbox.“ Gegenüber einer normalen Haushaltssteckdose hat die Wallbox tatsächlich den Vorteil, dass damit der Akku schneller wieder aufgeladen ist. Ein Nachteil ist allerdings die feste Installation an einem Ort. Wer zu Hause eine mobile Ladestation verwendet, hat die Möglichkeit dieses einfach mitzunehmen und so zum Beispiel auch auf Reisen das gleiche Gerät nutzen zu können.

Für mein Model S benutze ich zu Hause als Wallbox den Wall Connector von Tesla und auf Reisen neben Superchargern und Destination Chargern den UMC1 von Tesla. Dieser erlaubt im Vergleich zum neuen nur noch einphasigen UMC2 zum Glück auch noch das dreiphasige Laden.

Dieser Artikel vergleicht einige der beliebtesten Ladelösungen, die sehr häufig von Tesla Fahrern in Internet Foren und auf Facebook erwähnt werden. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile und ich habe sie aus verschiedenen Testberichten gesammelt und hier alphabetisch aufgelistet.

Dinitech NRGkick

  
max. Ladeleistung22 kW (je nach Variante)
max. Ladestrom32 A (je nach Variante)
Nennspannung230/400 V
Nennstrom32 A (je nach Variante)
Gerät mobilJa
Schutzart Gehäuse
zusätzlicher Fehlerstrom Schutz notwendig?FI A (RCD)
App / Web-ZugangApp: je nach Geräte-Variante / Web: Mit „NRGkick Connect“ Modul.
Absicherung gegen unbefugte NutzungNein
Integrierte EnergiemesseinheitJa, via App
Kabellänge5m (optional 7.5m)
DiebstahlschutzJa
Schnittstelle für LastmanagementNein

Vorteile:

  • Stabiles Gehäuse.
  • Hohe Betriebssicherheit durch integrierten Fehlerstromschutzmechanismus (benötigt trotzdem auch externen FI A).
  • Ladestrom über App stufenlos verstellbar. (Am Gerät selbst in fünf Stufen).
  • Integrierte Strommessung via App abrufbar.
  • Anbindung an WLAN durch „NRGkick Connect“ Modul bietet weitere Funktionen wie Zugriff von überall oder Photovoltaik Überschussladen.

Nachteile:

  • In der Variante „NRGkick light“ ist kein Bluetooth verfügbar. Dadurch sind mit diesem Ladegerät keine Funktionen via App oder WLAN/“NRGkick Connect“ möglich.
  • Aufpreis für Bluetooth Schnittstelle mit 200 EUR etwas teuer. „NRGkick Connect“ Modul nur mit Bluetooth verwendbar.

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Fazit: Das Produkt überzeugt vor allem durch die einfache Bedienung und das geringe Gewicht. Durch das sehr gut gegen Wasser geschützte Gehäuse kann der NRGkick auch im Außenbereich eingesetzt werden. Leider hat der NRGkick keine Authentifizierungsoption. Man kann zwar die App per PIN sperren, aber die Ladeeinheit selbst kann verwendet werden.

Der hilfreichste Testbericht zum NRGkick ist meiner Meinung nach dieser Artikel.

go-eCharger HOME+ als Tesla Wallbox oder mobile Ladestation einsetzbar

  
max. Ladeleistung22 kW
max. Ladestrom32 A
Nennspannung230/400 V
Nennstrom32 A
Gerät mobilJa
Schutzart Gehäuse
zusätzlicher Fehlerstrom Schutz notwendig?FI A (RCD)
App / Web-ZugangApp: über WLAN (serienmässig)
Absicherung gegen unbefugte NutzungJa, über RFID
Integrierte EnergiemesseinheitJa, via App
Kabellängeserienmässig ist kein Ladekabel dabei
DiebstahlschutzJa
Schnittstelle für LastmanagementNein

Vorteile:

  • Viele zusätzliche Funktionen über App.
  • Integrierte Strommessung via App abrufbar.
  • Durch die Wahl des Kabels können Typ-1 oder Typ-2 Kabel mit dem gleichen Gerät verwendet werden.
  • Beim Mitnehmen spart man sich Kabelsalat, da die meisten Elektroautos für öffentliche Ladesäulen ein Typ-2 Kabel dabei haben, das am go-eCharger ebenfalls genutzt werden kann.
  • Wandhalterung standardmäßig dabei.

Nachteile:

  • Anzeige der Ampere am Gerät über 32 LED etwas umständlich gelöst.
  • Wegen der integrierten Buchse liegender Einsatz nur im Trockenen möglich. Hängend auch bei Regen.
  • Gehäuse nicht so robust wie einige Konkurrenzprodukte.

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Fazit: Der go-eCharger ist ein Gerät mit sehr vielen Funktionen. Das Kabel, welches in das Fahrzeug gesteckt wird, ist nicht Teil des go-eChargers. Das hat den Vorteil, dass man es nicht kaufen muss, wenn beim Fahrzeug ein Kabel dabei ist. Das Gerät verfügt über eine aWATTar Anbindung. Bei aWATTar können Kunden Strom im Stundentakt gemäß den aktuellen Börsenpreisen beziehen. Weitere Funktionen über WLAN sind in Planung und können per Softwareupdate aufgespielt werden.

Der hilfreichste Testbericht zum go-eCharger ist meiner Meinung nach dieser Artikel.

JUICE BOOSTER 2

  
max. Ladeleistung22 kW
max. Ladestrom32 A
Nennspannung230/400 V
Nennstrom32 A
Gerät mobilJa
Schutzart Gehäuse
zusätzlicher Fehlerstrom Schutz notwendig?FI A (RCD)
App / Web-ZugangNein
Absicherung gegen unbefugte NutzungNein
Integrierte EnergiemesseinheitNein
Kabellänge5m
DiebstahlschutzJa
Schnittstelle für LastmanagementJa

Vorteile:

  • Sehr große Auswahl an Adaptern.
  • Das Gehäuse aus Metall ist sehr robust. Laut Hersteller bis zu 3 Tonnen Überrollschutz.
  • Spezielle Lademodi für den Betrieb in Großbritannien und Frankreich, sowie Norwegen.
  • Hohe IP-Schutzklasse gegen Wasser.

Nachteile:

  • Keine Konnektivität für Apps oder Webzugriff.
  • Relativ hoher Preis.

Juice Booster 2 Preise ansehen *:

Fazit: Der Juice Booster 2 ist mit seinem Metallgehäuse extrem gut geschützt. Die Vielfalt an Adaptern macht ihn universell einsetzbar. Mit dem nicht ganz günstigen Preis ist er aber eine der teureren Ladevarianten in diesem Vergleich. Wer die Funktionen über ein Handyapp nicht vermisst, hat mit dem Juice Booster 2 ein Ladegerät für jede Situation dabei.

Der hilfreichste Testbericht zum Juice Booster 2 ist meiner Meinung nach dieser Artikel. Alex vom YouTube Kanal „Elektrisiert“ zeigt in diesem Video ebenfalls einen sehr interessanten Test.

Starkstromsteckdose und Tesla UMC ( Mobile Connector)

 UMC1 (bis 12/18)UMC2 (ab 01/19)
max. Ladeleistung11 kW3,7 kW
max. Ladestrom16 A16 A
Nennspannung230/400 V230 V
Nennstrom16 A16 A
Gerät mobilJaJa
Schutzart Gehäuse
zusätzlicher Fehlerstrom Schutz notwendig?FI A (RCD)FI A (RCD)
App / Web-ZugangNeinNein
Absicherung gegen unbefugte NutzungNeinNein
Integrierte EnergiemesseinheitNeinNein
Kabellänge5m5m
DiebstahlschutzNeinNein
Schnittstelle für LastmanagementNeinNein

Vorteile:

  • Der UMC wird mit dem Tesla Fahrzeug mitgeliefert.

Nachteile:

  • Seit Januar 2019 wird bei Neuwagen nur noch der einphasige UMC2 mitgeliefert (blauer Adapter inklusive). Davor war es der dreiphasige UMC1 (roter Adapter inklusive). Mit einer Phase laden ist wesentlich langsamer als mit drei Phasen. Langsames Laden bedeutet auch größere Energieverluste.
    Hinweis: Seit Januar 2020 ist der blaue Adapter nicht mehr im Standard Lieferumfang dabei und nur noch optional beim Service Center erhältlich.

Fazit: Der UMC kann als Ladegerät auf Reisen und zuhause verwendet werden. Voraussetzung dafür ist nur eine passende CEE Industriesteckdose. Tesla empfiehlt aber für Zuhause die Installation des Wall Connectors. Dies macht beim neuen UMC2 natürlich noch mehr Sinn, da er sehr langsam lädt. Informationen zur Ladedauer hier

Tesla Wall Connector – Die offizielle Wallbox von Tesla

  
max. Ladeleistung22 kW
max. Ladestrom32 A
Nennspannung230/400 V
Nennstrom32 A
Gerät mobilNein
Schutzart Gehäuse
zusätzlicher Fehlerstrom Schutz notwendig?FI A (RCD)
App / Web-ZugangNein
Absicherung gegen unbefugte NutzungNein
Integrierte EnergiemesseinheitNein
Kabellänge2.5m oder 7.5m
DiebstahlschutzNein
Schnittstelle für LastmanagementJa

Vorteile:

  • Relativ kostengünstige Ladelösung für zu Hause.
  • Stecker mit Knopf zum automatischen Öffnen der Ladebuchse.

Nachteile:

  • Nicht mobil.
  • Keine Zusatzfunktionen über App oder Webzugriff.

Fazit: Der Tesla Wall Connector ist eine relativ kostengünstige Ladestation um zuhause mit bis zu 22 kW effizient zu laden (sofern das Fahrzeug dies unterstützt). Für die alten Model S mit Doppellader ist es quasi ein Muss. Die Komfortfunktion mit dem Knopf am Stecker zum Öffnen der Ladebuchse wird von den meisten Drittherstellern nicht angeboten.

Fazit zum Thema Tesla Wallbox oder mobile Ladestation?

Die universelle Tesla Ladestation gibt es nicht. Jedes Produkt hat seine Vor- und Nachteile. Einige Ladelösungen werden in verschiedenen Paketen mit einer unterschiedlichen Anzahl Adaptern verkauft. Je nach Umfang des Paketes kann die Sache richtig teuer werden. Man sollte sich daher vor dem Kauf überlegen welche Adapter man wirklich braucht.

Egal für welche Ladestation man sich für einen Tesla entscheidet, sie sollte von einem Fachmann installiert werden, der die Richtlinien vor Ort kennt. Je nachdem ist auch eine Genehmigung oder zumindest eine Information, des Netzbetreibers notwendig. Auf der Tesla Webseite werden Partnerbetriebe empfohlen, die für die Installation von Elektroautoladestationen geschult worden sind.


Artikel Bildquellen: jeweiliger Produkthersteller – * = Dies ist ein Affiliate-Link. Du unterstützt Teslawissen.ch, wenn Du über diese Links einkaufst. Für dich entstehen dabei keine Mehrkosten.