Tesla Softwareupdate v10.1 (2019.36) – Was ist neu?
Bildquelle: Tesla

Tesla Softwareupdate v10.1 (2019.36) – Was ist neu?

Vor wenigen Wochen hat Tesla mit der Software Version v10 verschiedene Neuerungen wie das Tesla Kino und viele kleine Änderungen im Detail eingeführt. Mittlerweile verteilt Tesla mit Version v10.1 (2019.36) bereits wieder neue Funktionen an die Fahrzeuge. Allerdings ist es wie  beim Update V10 ebenfalls so, dass manche Funktionen eine bestimmte Hardware voraussetzen. Deshalb sind je nach Alter des Fahrzeuges manchmal leider nicht alle neuen Funktionen verfügbar.

Im folgenden Abschnitt sind die Neuerungen dieses Softwareupdates kurz erklärt. In der Grafik am Ende des Artikels sind die Voraussetzungen für die einzelnen Funktionen ersichtlich.

Neuerungen ab Tesla Software Update v10.1 (2019.36)

Automatische Navigation

Die „Automatische Navigation“ beginnt, sobald man ins Fahrzeug einsteigt. Die Routenplanung wählt automatisch das wahrscheinliche Ziel aus. Die Ziele werden basierend auf den Standorten in Kalenderterminen ausgewählt. Tageszeit abhängig wird auch „zur Arbeitsstätte“ ausgewählt, wenn Sie werktags am Morgen Zuhause losfahren oder analog dazu „nach Hause“, wenn Sie die Arbeitsstätte nachmittags verlassen. Die „Automatische Navigation“ erhalten alle Fahrzeuge.

Geplante Abfahrtszeit

Wählen Sie eine Zeit, an der Ihr Fahrzeug zur Fahrt bereit sein soll und schließen Sie das Ladekabel an. Das Fahrzeug steuert den Ladebeginn so, dass er zur Reduzierung der Stromkosten vor 06:00 Morgens abgeschlossen ist. Außerdem wird die Klimaanlage rechtzeitig eingeschaltet, sodass der Fahrzeuginnenraum zur eingestellten Abfahrtszeit komfortabel temperiert ist. Die „Geplante Abfahrtszeit“ erhalten alle Fahrzeuge.

Erhöhung der Leistung

Durch die softwaremäßige Optimierung der Motorenleistung verbessert sich die Beschleunigung und die Fahrleistung. Dieses Leistungsupdate betrifft nur Fahrzeuge mit dem Permanentmagnet-Synchron-Reluktanz-Elektromotor, da der ältere Asynchronmotor bereits in der Vergangenheit sehr stark optimiert wurde. Besitzer eines Model 3 oder eines Model S / X Raven Modells, dürfen sich also über etwas mehr Beschleunigung freuen. Auch für ältere Fahrzeuge mit den Asynchronmotoren wurde bereits früher schon softwaremäßig mehr Leistung über ein Update freigeschaltet.

Stopp-Modus

Bei aktiviertem Stopp-Modus ist Rekuperation bis zum Stillstand des Fahrzeuges möglich. Ohne Stopp-Modus wird nur bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 8 km/h mit Rekuperation gebremst. Darunter müssen die Bremsen verwendet werden. Der Stopp-Modus funktioniert nur bei Fahrzeugen mit den Permanentmagnet-Synchron-Reluktanz-Elektromotoren. Dies sind aktuell alle Model 3 und die Model S und X Raven Modelle.

Verbesserte Fahrbahn-Visualisierungen

Die Fahrbahn Visualisierungen zeigen nun auch Verkehrsleitkegel (Pylonen) im Display an. Für diese Funktion ist allerdings die Option „Volles Potenzial für autonomes Fahren“ (FSD) und die Autopilot 3 Hardware Voraussetzung.

Tesla erkennt Pylone
Bildquelle: Facebook Gruppe „TESLA Fans Schweiz“

Erhöhung der maximalen Ladeleistung auf bis zu 170 kW (betrifft nur Model 3 Standard Reichweite Plus)

Bisher war die maximale Ladeleistung beim Model 3 Standard Reichweite Plus auf 100 kW begrenzt. Tesla hat mit dem Softwareupdate ab 2019.36 dieses Limit auf 170 kW angehoben. Das bedeutet Model 3 SR+ können am Supercharger in Europa mit 145 kW laden, da dies das Maximium der aktuellen Supercharger V2 Generation ist. An Ionity Ladestationen sind sogar bis maximal 170 kW möglich. Im Vergleich dazu laden Model 3 „Maximale Reichweite“ und „Performance“ mit maximal 200 kW. Der Unterschied wird also geringer und das SR+ Modell von der Preis/Leistung her noch interessanter.

 

Vergleichstabelle

Die folgende Tabelle fasst die Funktionen aus dem Update zusammen und zeigt die Voraussetzungen auf.

Tesla 2019.36 Unterschiede
Bildquelle: auf Basis von Informationen von tesletter.com

 

Fazit

Ältere Fahrzeuge werden zurzeit leider immer mehr benachteiligt. Viele der neuen Funktionen setzen offenbar auch die neuere „Hardware“ voraus, um von den Softwareupdates vollumfänglich profitieren zu können.

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