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Tesla Selbstentladung minimieren Flughafen Standby Vampir Stromverlust

Bildquelle: boscorelli (Tamas Erdosi)/Depositphotos.com

So lässt sich die Selbstentladung beim Tesla minimieren

Ein Tesla benötigt nicht nur dann Strom, wenn er gerade verwendet wird. Auch in geparktem Zustand sind manche Verbraucher, wie unter anderem der onboard Computer aktiv. Ein Grund dafür ist, dass das Fahrzeug versucht immer mit dem Internet verbunden zu bleiben, um auf Verbindungsversuche der Mobiltelefonapp zu reagieren. Auch die Überprüfung und der Download neuer Software-Updates findet regelmäßig automatisch statt. All diese Dinge führen zu einer passiven Entladung des Akkus, auch wenn das Fahrzeug nicht verwendet wird. Mit den folgenden Tipps lässt sich diese Selbstentladung beim Tesla minimieren.

 

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Man nennt diesen Verbrauch, ohne dass das Fahrzeug bewegt wird, auch “Vampirverlust” oder “Vampire Drain”, da der Akku quasi „ausgesaugt“ wird. Natürlich verwendet Tesla auch einen Standby-Modus, um diesen Verbrauch zu reduzieren. Aber wie bereits erwähnt, sind im Fahrzeug aus verschiedenen Gründen immer irgendwelche Systeme aktiv.

Was kann man also tun, um diesen Stromverlust zu begrenzen? Gerade dann, wenn eine längere Standzeit geplant ist, kann dieser Standbyverbrauch sogar zum Problem werden. Etwa während des Urlaubs, wenn der Tesla an einem Flughafen parkt und mehrere Wochen nicht bewegt oder geladen wird.

Der Akku entlädt sich dabei langsam immer weiter und laut der Empfehlung von Tesla sollte ein Elektroauto nicht längere Zeit bei einem Akkustand von unter 20 % abgestellt werden. Wenn eine Standzeit von mehr als 10 Tagen geplant ist, sollte man wie folgt vorgehen.

Lange Standzeit mit Lademöglichkeit

Wer zum Beispiel ohne Tesla drei Wochen in den Urlaub fährt, das Fahrzeug aber Zuhause mit Lademöglichkeit stehen lässt, geht am besten wie folgt vor:

  • Fahrzeug mit ungefähr 50 % Akku Ladestand parken.
  • Den maximalen Ladestand in den Einstellungen auf 50 % begrenzen.
  • Das Ladekabel mit dem Tesla verbinden.

Sobald der Ladestand auf 45 % abgesunken ist, beginnt das Fahrzeug mit der Ladung auf 50 %. So bleibt der Ladestand immer konstant im Bereich von 45-50 %. Das ist der schonendste Zustand für den Akku, um eine vorzeitige Alterung oder Degradation zu minimieren.

Lange Standzeit ohne Lademöglichkeit

Wenn das Fahrzeug zum Beispiel drei Wochen am Flughafen ohne Lademöglichkeit geparkt werden muss, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

Das Fahrzeug, wenn möglich, mit etwa 90 % Akkustand abstellen und idealerweise die folgenden Tipps anwenden. Der Akku sollte so voll wie möglich sein, aber nicht mehr als 90 % geladen sein. Das längere Parken bei einem Akkustand von mehr als 90 % wirkt sich negativ auf die Degradation des Akkus aus.

Eigentlich sollte ein Tesla-Akku während 24 Stunden im Standby nicht mehr als ein bis zwei Prozent an Ladung verlieren. So ist eine Abwesenheit von 4 bis 5 Wochen in der Regel kein Problem. Wer länger abwesend ist, sollte jemanden damit beauftragen, das Fahrzeug zu laden. Sinnvollerweise sollte man vorab testen, wie viel Strom der eigene Wagen pro 24 Stunden Standzeit ungefähr verbraucht. Der Standbyverbrauch kann je nach Fahrzeugmodell und Softwarestand sehr unterschiedlich sein. Darüber wird auch im TFF-Forum immer wieder diskutiert.

 

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Tipps um Strom zu sparen und die Selbstentladung beim Tesla zu minimieren

Wenn das Fahrzeug ohne Stromquelle längere Zeit steht, helfen folgende Tipps:

    • Nicht ständig mit der Tesla Mobiltelefon App auf das Fahrzeug zugreifen. Jeder Zugriff kostet Strom, da das Fahrzeug aus dem stromsparenden Tiefschlaf geweckt wird und alle Systeme hochfährt.

 

    • Apps mit Teslazugriff, wie zum Beispiel Tronity, TeslaFi oder Teslalogger ausschalten, da sie sich regelmäßig mit dem Fahrzeug verbinden. Die Apps haben zwar in der Regel einen Modus, der das Fahrzeug nicht weckt, aber es kann sein, dass dieser nicht korrekt funktioniert. Im Zweifelsfall den Logger während des Urlaubs also lieber ausschalten.

 

    • Wer auf den Zugriff per App während des Urlaubs komplett verzichten kann und auf Nummer sicher gehen möchte, kann den mobilen Zugriff auf dem Tesla auch gänzlich abschalten. Dazu einfach auf dem Touchscreen unter Fahrzeug > Sicherheit > Mobilen Zugriff ausschalten.

 

    • Alle USB Geräte vom USB-Port trennen. Es kann vorkommen, dass USB-Geräte wie Festplatten und USB-Sticks auch bei ausgeschaltetem Fahrzeug aktiv bleiben und Strom verbrauchen. Ohne USB-Stick zeichnet der Wächtermodus natürlich nichts auf. Aber dieser sollte sowieso nicht aktiv sein, da er ein riesiger Stromfresser ist.

 

    • Intelligente Vorklimatisierung und geplantes Laden mit einem programmierten Abfahrtszeitpunkt sollte deaktiviert werden, denn das Heizen oder Vorkühlen benötigt enorm viel Energie.

 

    • Beim Model S und Model X unter den Sicherheitseinstellungen die Funktion „passiver Einstieg“ ausschalten. Dies spart ebenfalls Strom, da das Fahrzeug nicht ununterbrochen überprüft, ob sich der Schlüssel in Reichweite befindet.

 

    • Unterbrochene Downloads beenden: Ein hängendes Update kann dazu führen, dass das Fahrzeug nicht in den Standby-Modus wechselt. Also vor dem Urlaub unbedingt noch mit dem WLAN verbinden und alle Downloads abschließen.

 

    • Ganz wichtig: Den Wächtermodus unbedingt deaktivieren. Das ständige Überwachen der Umgebung benötigt sehr viel Strom. Während der Wächtermodus überwacht, sind der Infotainment-Computer und der Autopilot-Computer (wegen der Kameras) aktiv. Der Verbrauch ist dann bei dauerhaft etwa 250 Watt, was in 24 Stunden je nach Akkugröße etwa 7-8% Verbrauch sind.

 

    • Bis März 2018 wurde für den Infotainment-Computer die alte Version MCU1 in Model S und Model X Fahrzeugen verbaut. Bei der MCU1 kann man manuell einen Energiesparmodus aktivieren. Dieser sollte unbedingt eingeschaltet sein, da das Fahrzeug sonst nicht in den Standbymodus wechselt.

 

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Energiesparmodus bei Fahrzeugen mit MCU1

Für die maximale Energieersparnis sollte Energiesparmodus auf “An” und Immer verbunden auf “Aus” eingestellt sein. Nachteil des Energiesparmodus: Beim Öffnen der Türen dauert es etwa 10 Sekunden bis der Computer gestartet und das Fahrzeug fahrbereit ist. Für eine längere geplante Standzeit ist das aber definitiv keine Einschränkung.

Mit “Immer verbunden=aus” dauert es beim Zugriff mit der Mobiltelefonapp etwa 30-60 Sekunden länger bis das Fahrzeug wach ist und reagiert. Ab März 2018 gebaute Fahrzeuge mit MCU2 besitzen diese Einstellungen nicht. Laut Tesla Support regelt der Computer den Energiesparmodus bei diesen Fahrzeugen automatisch.

Mit all diesen Tipps sollte der Verbrauch durch Selbstentladung beim Tesla kaum höher als ein Prozent in 24 Stunden sein. Einem entspannten Urlaub steht also nichts mehr im Weg.

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