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Tesla Ladekarten Vergleich

Bildquelle: Scharfsinn/Depositphotos.com

Ladekarten Vergleich: So findest Du die passende Karte

Braucht man überhaupt eine Ladekarte? Das kommt ganz auf das eigene Fahr- und Ladeprofil an. Natürlich kann man mit einem Tesla auch ausschließlich zu Hause laden und für Langstrecke das Supercharger Netzwerk nutzen. Aber mittlerweile gibt es so viele Ladestationen anderer Anbieter, dass es sich lohnt zu prüfen, ob das Nutzen dieser Möglichkeiten nicht besser zum eigenen Fahrverhalten passt. Ganz nach dem Motto: „steht er, dann lädt er“, sollte man unter der Berücksichtigung der Kosten eigentlich jede Lademöglichkeit für sein Elektroauto nutzen. Ein Ladekarten Vergleich macht daher immer Sinn.

In diesem Beitrag schreibe ich über Tipps wie man die für sich passende Ladekarte finden und die gängigen Anbieter im Markt vergleichen kann.

Welche Vorteile bietet mir die passende Ladekarte?

Mit einer Ladekarte lässt sich die Ladesäule freischalten und man kann so sein Elektroauto aufladen. Technisch funktioniert das meistens über einen RFID-Chip in der Karte, der es ermöglicht für die Kostenerfassung den Nutzer zu erkennen. Die Abrechnung erfolgt dann in der Regel per Rechnung oder Kreditkarte. Barzahlung ist an Ladesäulen nicht möglich.

Mit der passenden Karte sollten also dort, wo man sich oft aufhält möglichst viele Ladestationen zu möglichst günstigen Preisen freischaltbar sein. Da es sehr viele Anbieter von Ladekarten gibt, ist es aber nicht einfach den besten Tarif zu finden. Einerseits gibt es eine riesige Anzahl regionaler Anbieter – etwa Stadtwerke. Sie stellen lokale, meist kleine Netzwerke von Ladestationen in ihrem Einzugsgebiet zur Verfügung. Sie sind aber meistens nur auf ein kleines Gebiet und wenig Standorte begrenzt. Die größeren Energiedienstleister bieten dafür landesweite Netzwerke an. Und zusätzlich dazu gibt es auch noch die Roamingkarten Anbieter, die Zugang zu den Säulen verschiedener grossen und kleinen Netze bieten. Je nach Vertrag, den diese Firmen mit den Ladesäulenbetreibern haben, kann der Preis für den Kunden irgendwo zwischen extrem attraktiv und wahnsinnig teuer sein. Vergleichen lohnt sich also in jedem Fall.

Das eigene Ladeverhalten ist entscheidend

Wichtig ist es zuerst herauszufinden wie das eigene Fahr- und Ladeverhalten aussieht. Abhängig davon empfiehlt sich nämlich eine Karte eines regionalen Stromanbieters oder eine Roamingkarte mit möglichst großer Abdeckung in ganz Europa. Da das eigene Ladeverhalten einen großen Einfluss auf die Kosten hat, ist ein bestimmter Anbieter für die eine Person vielleicht genau der Richtige aber für eine andere Person überhaupt nicht kostengünstig. Grundsätzlich kann man folgende Fahrerprofile unterscheiden:
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Nur seltenes Laden im Notfall notwendig.

Meistens wird zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen. Die Ladekarte wird hauptsächlich für den Notfall verwendet, falls man in eine unerwartete Situation kommt und zwingend auswärts laden muss.

Tipp: Eine Karte ohne Grundgebühren, die an möglichst vielen Säulen Zugang bietet. Der Preis pro kWh ist dann wegen der seltenen Verwendung eher sekundär.

Batterie IconGelegentliches Laden an verschiedenen Orten.

Wer oft an verschiedenen Orten parkt, kann gut davon profitieren unterwegs seinem Auto auch mal etwas Strom zu gönnen. Zum Beispiel bei Supermärkten, Fitnesscentern oder im Parkhaus. Laden ist an vielen Orten möglich.

Tipp: Eine Karte, die einen guten Mix aus günstigem Tarif und einer großen Anzahl Lademöglichkeiten an Säulen in der eigenen Region bietet.

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Viellader, oft auf Langstrecke unterwegs.

Wer viel Langstrecke fährt, ist auch mit einem großen Akku darauf angewiesen viel auswärts laden zu können. Mit der Häufigkeit steigen auch die Kosten und ein möglichst günstiger Tarif, der nicht nur regional vorhanden ist, macht am meisten Sinn.

Tipp: Eine Karte, die einen möglichst preiswerten Tarif an den großen Europaweiten Ladenetzen bietet. Durch die häufige Nutzung lohnen sich meistens Angebote mit Grundgebühr und einem dadurch tieferen Strompreis.

Benötigt man in jedem Fall eine Ladekarte? Nicht unbedingt. Ich nutze zum Beispiel selbst mit meinem Model S auf Langstrecke ausschließlich das Supercharger Netzwerk. Da ich dort kostenlos laden kann, ist es preislich natürlich unschlagbar. Ich plane mir die Ladepausen einfach entsprechend ein.

Trotzdem besitze ich für Notfälle auch noch die Newmotion Shell Recharge Roaming Karte, mit der ich an einer riesigen Anzahl von Ladestationen verschiedener Netze in ganz Europa laden könnte.


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Im Alltag ist es aber bei mir so, dass ich vielleicht an 30 Tagen im Jahr effektiv unterwegs laden muss. Die restliche Zeit lade ich entweder zu Hause oder am Arbeitsplatz. Wäre ich öfter auf externes Laden angewiesen, würde ich vermutlich mehr von der Newmotion Karte Gebrauch machen. Sie ist für mich nicht die günstigste Karte, aber sie hat Europaweit neben den beiden Konkurrenten ChargeNow und Plugsurfing eine der größten Anzahlen unterstützte Ladesäulen. Da zahle ich dann für den Fall, dass ich sie brauche lieber etwas mehr, dafür stehen mir möglichst viele Ladepunkte zur Verfügung. Diese Roaming Netzwerkanbieter expandieren natürlich laufend mit ihren Partnerschaften. Deshalb hat mal der eine ein größeres Netz, dann wieder ein anderer. Als ich die Newmotion Karte vor drei Jahren bestellt hatte, verfügten sie über das größte Netz in Europa. Wer sich also stark auf Ladekarten verlässt, sollte regelmäßig überprüfen, ob der eigene Anbieter noch am geeignetsten ist. Wie man das macht, erkläre ich gleich.

Der Elektroauto Ladekarten Vergleich: Den passenden Anbieter finden und vergleichen

Welche Roaming Karten für große Netzwerke gibt es?

Über verschiedene Quellen im Internet lassen sich die großen Netzwerke vergleichen. Für Deutschland ist zum Beispiel der emobly Ladekarten-Kompass, der jeden Monat aktualisiert wird, eine große Hilfe. Er vergleicht die Tarife der größten Roaming Anbieter und Netzwerke.

Auch der Ladetarif Vergleich von The Mobility House und der Instadrive Vergleich bieten eine hervorragende Übersicht, die sich auch gleich an das eigene Ladeverhalten anpassen lässt.

Für die Schweiz ist der Ladenetztest des Magazins connect eine gute Informationsquelle für die Schweizer Ladenetzwerke, die mit ihren Karten aber oft auch an Stationen im europäischen Ausland Zugang bieten.

Wie beurteile ich meine regionalen Anbieter?

Wer eher zur Kategorie des regionalen Gelegenheitslader gehört, schaut sich am besten zuerst die Angebote seines Energiedienstes am Wohnort an. In der Regel findet man auf den Webseiten der Energiedienste Informationen zu deren Ladesäulenstandorten und Preisen.

Eine andere Herangehensweise funktioniert über die Suche nach allen Ladesäulen der Region. Dafür empfehle ich die Browser App Chargeprice. Es handelt sich dabei nicht um eine App für Mobiltelefone, sondern um eine Webseite. Hier können alle Ladestationen in verschiedenen europäischen Ländern angezeigt werden. Speziell sind hier die Filtermöglichkeiten zur Anzeige von Anbietern mit exklusiven Energiekunden-Tarifen. Was in der Schweiz leider nicht möglich ist, wird in Deutschland seit Jahren gemacht: man wählt seinen Energielieferanten für zu Hause selber aus. Oft haben diese Firmen auch spezielle Tarife für das Laden unterwegs inkludiert.

Chargeprice App für Ladekarten Vergleich Elektroauto

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Als weitere Möglichkeit zur Ladekostenanalyse nutze ich auch die kostenlose Mobiltelefon-App AirElectric. Sie bietet perfekte Filtermöglichkeiten um die Ladesäulen zum Beispiel nach Ladekartentyp oder Netzwerk zu filtrieren. Dadurch lässt sich sehr einfach erkennen, welche Karte im eigenen Gebiet an den meisten Ladestationen passt.

AirElectric Elektrauto Ladestationen App und Ladekarten Vergleich

Die AirElectric App gibt es für Android und iPhone.

Kostenmodelle

Was die Bezahlmodelle angeht, unterscheiden sich die Anbieter leider stark und sind oft auch nicht wirklich transparent. Einige Anbieter verlangen pauschale Grundgebühren im Abo oder Prepaidtarife. Dazu kommen dann noch die Kosten für die geladene Menge an Strom. Hier sind der Fantasie der Firmen leider keine Grenzen gesetzt und die Anbieter bedienen sich einem oder mehreren der folgenden Faktoren:

  • Zeit: Manche Anbieter verrechnen die Zeitdauer des Ladens. Dazu zählt auch die Zeit, wenn bereits nicht mehr geladen wird, aber das Kabel noch am Fahrzeug angeschlossen ist.
  • Menge: Die meisten Anbieter stellen die geladene Menge an Strom in kWh in Rechnung.
  • Startgebühr: Einige Anbieter berechnen auch für das Starten des Ladevorgangs einen fixen Betrag.

Wer selten lädt, sollte zu einer Karte eines Anbieters ohne Abo und ohne Grundgebühren greifen.

Der Preis ist wichtig, aber Zeit ist auch Geld

Wer zu Hause und am Arbeitsplatz überhaupt nicht laden kann ist sehr stark auf Ladekarten verschiedener Anbieter angewiesen. Generell sollte man nicht vergessen, dass ein Ladevorgang trotz moderner Technologie eine gewisse Zeit dauert. Das wirklich schnelle Laden funktioniert sowieso nur mit vorgewärmtem Akku und bis zu einem Ladestand von etwa 70 %.

Wer also ohne Heimlademöglichkeit im Alltag regelmäßig extern Laden möchte und dabei vor Ort auf die Ladung warten muss, sollte viel Zeit mitbringen. Vor allem im Winter funktioniert es nicht, wenn man zum Beispiel ein paar Kilometer zur Ladestation fährt und dann das Auto „schnell“ vollladen möchte. Der kalte Akku verhindert hohe Ladeströme und langes Warten ist trotz Schnellladestation angesagt.

Für sehr häufiges externes Laden in der Nähe von Zuhause lohnt es sich dann wieder die langsameren AC Ladestationen mit einem gut ausgewählten Tarif zu verwenden. Sich aber komplett nur auf externe Lademöglichkeiten zu verlassen funktioniert nur wenn ausreichend Ladestationen im Umkreis vorhanden sind. Praktisch ist in dieser Situation das folgende Transportmittel um zwischen Ladestation und dem Zuhause zu pendeln. Und das natürlich elektrisch…was sonst? 🙂


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