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Wegweiser Tesla Elektromobilität

Bildquelle: Bartolomiej Pietrzyk/Shutterstock.com

Einstieg in die Tesla Elektromobilität

Dieser Beitrag richtet sich an alle interessierten Personen, die bisher noch keine Erfahrung mit Elektroautos haben. Er bietet einen kurzen Überblick und schnellen Einstieg in das Thema Elektromobilität mit Tesla Fahrzeugen. Von diesem Artikel verweisen verschiedene Links auf detailliertere Beiträge zu unterschiedlichen Themen.

Inhaltsverzeichnis

Die Firma Tesla
Die Fahrzeuge
Autohersteller oder Techkonzern
Der Unterschied zu anderen Autoherstellern
Rekuperation
Reichweite
Das Aufladen des Akkus
Garantie, Service und Reparaturen
Sind Elektroautos schlecht für die Umwelt?
Einen Tesla kaufen

 

Die Firma Tesla

Durch die Elektroautos und den Firmen-CEO Elon Musk wurde Tesla bekannt. Aber Autos sind bei Weitem nicht alles, was Tesla so macht. Die Firma “Tesla Inc.” ist ein amerikanisches Unternehmen, das Elektroautos, Batterie-Stromspeicher- und Photovoltaikanlagen herstellt und vertreibt. Die Stromspeicher werden sowohl für private Haushalte mit eigener Photovoltaikanlage, sowie auch im kommerziellen Bereich als Zwischenspeicher für das Stromnetz genutzt.

Tesla Modelle am Supercharger

Tesla Elektroautos an einer Supercharger Schnellladestation. – Bildquelle: Tesla

 

Tesla Powerwall

Die Tesla Powerwall ist ein Stromspeicher für private Haushalte – Bildquelle: Tesla

 

Tesla Megapack

Das Tesla Megapack wird für Batteriespeicherkraftwerke eingesetzt – Bildquelle: Tesla

 

Solche Speicher werden zum Beispiel für Kraftwerke in Australien oder auf Hawaii eingesetzt, um Stromschwankungen auszugleichen. Außerdem baut Tesla auch Solarzellen. Zum Beispiel mit dem speziellen “Solar Roof” Dachziegel mit integrierten Solarzellen, die optisch wie normale Dachziegel aussehen:

Tesla Solar Roof

Das Tesla Solar Roof sind Dachziegel mit eingebauten Solarzellen. Leider bisher nur in USA erhältlich – Bildquelle: Tesla

 

Winterreifen schon gekauft?

Tesla Winterreifen Empfehlungen

Foto: serezniy/Depositphotos.com

 

Diese Kombination aus Elektrofahrzeugen und Produkten zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energie macht Tesla zu einem perfekt aufgestellten Energiekonzern.

Das Ziel des Unternehmens lautet deshalb auch:

“to accelerate the world’s transition to sustainable energy and transportation”

Was so viel bedeutet wie die Beschleunigung des weltweiten Übergangs zu Energie und Verkehr basierend auf erneuerbarer Energie. Das Ziel: wegzukommen von der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Kohle und Gas, indem dieser Energiebedarf durch Energie aus erneuerbaren Quellen ersetzt wird. Also zum Beispiel aus Solar-, Wind- und Wasserkraftenergie.

Mit dieser Vision investierte der amerikanische Unternehmer Elon Musk bereits im Jahr 2004 mehrere Millionen US-Dollar in Tesla und wurde dadurch damals zum größten Anteilseigner und Vorsitzenden.

Seit dem Beginn der Industrialisierung um das Jahr 1850 steigt die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre konstant an. Ein Zusammenhang mit der globalen Erwärmung wird von den meisten Wissenschaftlern mittlerweile bestätigt, auch wenn manche Menschen die Unwetter im Sommer 2021 immer noch als Zufall sehen. Fakt ist: Die Bewohner unseres Planeten leiden unter immer häufigeren und extremeren Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels.

Um diesem negativen Trend zu begegnen, entwickeln Firmen wie Tesla alternative Produkte, die der Menschheit in Zukunft ein Leben auf Basis von erneuerbaren Energien wie etwa Solar oder Windkraft ermöglichen.

Solarzellen Tesla Gigafactory

Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Tesla Gigafactory in Nevada – Bildquelle: Tesla

 

Außerdem ist Tesla eine Softwarefirma, die ihre Produkte vernetzt und regelmäßig mit Softwareupdates verbessert und weiterentwickelt. Die Nähe zu den Techfirmen des Silicon Valley in Kalifornien ist wohl kein Zufall. Das bringt für den Anwender ganz neue Erfahrungen mit sich, die man sonst eher aus der Computer- und Mobiltelefonbranche kennt.

Die Fahrzeuge

Alle Fahrzeuge von Tesla sind reine Elektrofahrzeuge. Sie sind aber trotzdem alltagstauglich, zukunftsorientiert und lokal 100% emissionsfrei. Lokal Emissionsfrei bedeutet, dass keinerlei Abgase beim Fahren entstehen. Lediglich bei der Produktion des Fahrzeuges und des für den Antrieb benötigten Stroms können Emissionen entstehen. Diese sind wiederum abhängig davon, welche Energiequellen dafür verwendet wurden.

Weil Tesla eine sehr junge Firma ist, bietet sie noch nicht so viele verschiedene Fahrzeugmodelle an wie die traditionellen Autobauer. Hier eine kurze Modellübersicht:

Im Sommer 2006 stellte Tesla mit dem Roadster einen zweisitzigen Sportwagen auf Basis eines Lotus Elise vor. Ab 2008 ging er in Kleinserienproduktion mit etwa 2450 Fahrzeugen. Der Roadster diente dazu, Investoren von der Machbarkeit elektrischer Fahrzeuge mit großer Reichweite und Alltagstauglichkeit zu überzeugen. Der Roadster wird seit 2012 nicht mehr produziert.

Tesla Roadster 2008

Der Roadster (2008) Bildquelle: Tesla

Im Jahr 2012 wurde mit der Oberklasse Limousine Model S Teslas erstes Fahrzeug aus Massenproduktion auf den Markt gebracht.

Wie lange hält ein Tesla. tesla akku lebensdauer

Model S (2012) mit dem alten Frontdesign – Bildquelle: Tesla

Im Jahr 2016 wurde das Model S mit einem Facelift überarbeitet und das Model X, ein SUV auf Basis des Model S veröffentlicht. Je nach Bedingungen und Fahrzeugvariante wird mit dem Model S eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern erreicht. Beim Model X sind es rund 565 Kilometer.

Tesla Vin Decoder

Model S Facelift (2016) – Bildquelle: Tesla

Tesla Model X weiss

Model X (2015) – Bildquelle: Tesla

Die Produktion dieser Varianten des Model S und Model X wurde Ende 2020 eingestellt. Danach folgte ein Refresh beider Fahrzeugmodelle mit technologischen Neuerungen und noch mehr Reichweite. Aktuell können die Refresh-Modelle auch in Europa bestellt werden, die Auslieferung erfolgt allerdings erst ab Ende 2022.

Tesla Model S Plaid Refresh 2021 Plaid Rot

Model S 2021 Refresh – Bildquelle: Tesla

Tesla Model X 2021 Refresh

Tesla Model X 2021 Refresh – Bildquelle: Tesla

 

Ab 2015 fokussierte sich Tesla auch auf die Entwicklung eines Volumenmodells im Mittelklassensegment. Dieser Fahrzeugtyp ging dann im Jahr 2017 unter dem Namen Model 3 in Produktion und wurde weltweit zu einem Verkaufshit, der Tesla in die schwarzen Zahlen brachte und den Aktienkurs explodieren ließ. Ende 2020 folgte dann mit dem “2021 Refresh” ein leicht überarbeitetes Model 3, das vor allem technische Änderungen mit sich brachte.

Tesla Model 3 Zubehör

Tesla Model 3 (2017) – Bildquelle: Tesla

Teslas Kompakt-SUV auf Basis des Model 3 trägt den Namen Model Y und ist in USA bereits seit 2020 erhältlich. Ursprünglich war geplant das Model Y ab Sommer 2021 auch in der Gigafactory Berlin für den europäischen Markt zu produzieren. Da sich der Bau der Gigafactory aber verzögert, wurden erste Model Y für Europa ab August 2021 aus China importiert und damit der Verkaufsstart auch in Europa lanciert. (Die Unterschiede zwischen Model 3 und Model Y im Detail).

Tesla Model Y Zubehör

Tesla Model Y (2020) – Bildquelle: Tesla

Folgende Fahrzeugmodelle sind für die nächsten Jahre angekündigt:

Mit dem Cybertruck bringt Tesla voraussichtlich im Jahr 2022 einen futuristischen Pickup-Truck auf den Markt, dessen Karosserie aus Edelstahl besteht. Ob, und in welcher Form es der Cybertruck auch nach Europa schafft, ist bisher unklar. Bestellbar ist er aber auch bei uns.

Tesla Cybertruck

Tesla Cybertruck – Bildquelle: Tesla

Außerdem ist mit dem Tesla Roadster 2 ein viersitziger Supersportwagen in Entwicklung. Angeblich wird sogar die Basisversion des Roadsters eine Beschleunigung von 1,9 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (96,5 km/h) schaffen. Ein Verkaufsstart für den Roadster scheint ab 2023 wahrscheinlich.

Tesla Roadster

Tesla Roadster 2 – Bildquelle: Tesla

Weiterhin ist mit dem Tesla Semi ein vollelektrischer Sattelschlepper geplant. Vermutlich ab 2023 soll der Semi produziert werden. Ob er auch auf den europäischen Markt kommt, ist bisher unklar.

Tesla Semi

Der vollelektrische Tesla Semi Sattelschlepper – Bildquelle: Tesla

Außerdem hat Tesla für die Zukunft auch einen Kleinwagen angekündigt. Quasi ein “Model 2”. Vermutlich dürfte er aber frühestens 2024 auf den Markt kommen, da sich Tesla’s Finanzchef dazu geäußert hat, dass dieses Fahrzeug keine Priorität hat.

Tesla Model 2 concept

Die “Model 2” Kleinwagen Konzeptzeichnung aus einem Designwettbewerb in China. Es ist nicht klar, ob dieses Modell wirklich so aussehen wird – Bildquelle: Tesla

Die ersten Tesla Modelle wurden außer dem Roadster von 2008 alle im kalifornischen Fremont in der Nähe von San Francisco hergestellt. Mittlerweile produziert Tesla aber an verschiedenen Orten weltweit, zum Beispiel in China und demnächst auch in Deutschland.

Autohersteller oder Techkonzern?

Wie von einer Techfirma zu erwarten, sind die Fahrzeuge eigentlich rollende Computer. Vieles ist man sich vom Smartphone her bereits gewohnt. Die Bedienung und Einstellungen erfolgt fast ausschließlich über den Touchscreen. Regelmäßige kostenlose Softwareupdates verbessern die Fahrzeuge und deren Funktionsumfang laufend, sorgen aber ab und zu auch für Softwarefehler, die wieder mit neuen Updates korrigiert werden müssen.

Mit der Verbindung über die Mobiltelefonapp lassen sich viele Funktionen des Fahrzeuges fernsteuern. Dazu gehören Dinge wie das Vorheizen im Winter oder Herunterkühlen im Sommer. Dank des Akkus funktionieren Klimaanlage und Heizung nämlich auch dann, wenn das Fahrzeug nicht gefahren wird.

Auch der Zugriff auf die Einstellungen für das Laden des Akkus und das Aktivieren des “Wächtermodus”. Einem System zur Überwachung der Fahrzeugumgebung mittels den in einem Tesla eingebauten Kameras funktioniert komfortabel via Mobiltelefon. Verdächtige Aktivitäten rund um das Fahrzeug können auf Wunsch als Video auf einen USB-Stick im Fahrzeug abgespeichert werden. Demnächst sind diese Aufnahmen sogar direkt via Mobiltelefon abrufbar.

Außerdem lässt sich mit der Funktion “Herbeirufen” das Fahrzeug selbstständig per Knopfdruck etwa 10 Meter vor- oder zurückbewegen. Sehr praktisch, wenn man eine enge Garagenbox besitzt und in der Garage nur mühsam aussteigen kann. In USA rollt ein Tesla mit “intelligentem Herbeirufen” sogar bis zu 150 Meter weit über einen Parkplatz zu seinem Besitzer. Diese Funktion ist in Europa allerdings aus regulatorischen Gründen noch nicht verfügbar.

 

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Das komplett autonome Fahren im Straßenverkehr ist ein weiteres Ziel von Tesla. Mit der Software-Option “Volles Potenzial für autonomes Fahren” funktioniert das bereits heute je nach Situation mal besser, mal schlechter. Natürlich dürfen diese Funktionen aus gesetzlichen Gründen vorläufig nur unter ständiger Aufsicht durch den Fahrer verwendet werden.

Im Vergleich dazu gibt es im Funktionsumfang reduziert auch den Basis-Autopiloten, der bei den neueren Tesla Modellen standardmäßig dabei ist und verschiedene Fahrassistenzsysteme, wie zum Beispiel Spur- und Lenkassistent mit sich bringt.

Ebenfalls gegen Aufpreis ist vom Funktionsumfang dazwischen noch der “Erweiterte Autopilot” angesiedelt. Dieser kann ebenfalls nachträglich erworben werden. Er bringt gegenüber dem Basis-Autopiloten einen automatischen Spurwechsel auf Autobahnen und andere Funktionen mit sich, ist aber vom Funktionsumfang gegenüber “Volles Potenzial für autonomes Fahren” etwas reduziert.

Da es sich bei all diesen Produkten um Software handelt, können sie auch nach dem Fahrzeugkauf noch erworben werden. Die dafür notwendige “Hardware”, also zum Beispiel die Kameras zur Bilderfassung und die Computer zur Analyse und Steuerung, sind in jedem neueren Teslafahrzeug bereits verbaut.

Der Unterschied zu anderen Autoherstellern

Wenn jemand noch nie ein Elektroauto gefahren ist, könnte man ihm stundenlang über Elektroautos erzählen. Viel besser ist es aber ihn selbst fahren zu lassen. Zwischen dem Fahrgefühl eines Verbrenners und eines Elektroautos liegen Welten. Auf einen Schlag fühlen sich Benziner und Diesel im Vergleich zum Elektroauto nur noch alt an.

Auch wenn andere Elektroautos ähnliche Eigenschaften haben, ist die Leistung eines Teslas immer noch kaum zu übertreffen. Manche Dinge erscheinen wie eine Spielerei, aber sie fügen sich nahtlos in den Alltag ein und man gewöhnt sich sofort daran. Man geht auf das Auto zu und die Türgriffe fahren automatisch aus, sobald der Schlüssel in Reichweite ist (Model S). Beim Model X öffnen und schließen sich die Türen sogar automatisch. Beim Model 3 und Model Y wird das Fahrzeug automatisch entriegelt, wenn das Handy des Besitzers in der Nähe ist, denn das Handy IST der Fahrzeugschlüssel und wird automatisch über Bluetooth erkannt.

 


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Aber nicht nur für Technikfans sind Teslas interessant. Elektroautos bieten einfach ein ganz neues Fahrgefühl. Man steigt ein, drückt den Gangwahlhebel auf “D” und fährt los. Kein Zündschloss, kein Startknopf, keine Handbremse, kein Geräusch des Motors. Der Wagen gleitet einfach sanft und leise dahin und reagiert trotzdem sofort im Ansprechverhalten. Keinerlei Verzögerung beim Beschleunigen, wie man das von handgeschalteten Fahrzeugen gewohnt ist (alle Teslas gibt es sowieso nur mit Automatik). Kein Aufheulen inklusive der ewig langen Ansprechzeit beim Gas geben an der Ampel (sorry: “Strom” geben). Die Energie ist einfach da, und zwar sofort und jederzeit. Manch einer mag jetzt denken: “Lange Ansprechzeit? Mein Sportwagen mit Verbrennermotor hat keine lange Ansprechzeit!” 

Doch! Hat er. Viele glauben das erst, wenn sie es ausprobiert haben und den Vergleich kennen. Nicht nur Tesla bietet Probefahrten an, man kann sich auch einfach für einen Tag oder ein Wochenende einen Tesla an vielen Orten mieten.

Rekuperation

Was beim Fahren sofort auffällt, ist die Rekuperation. Ein Wort, das man als “Noch-nicht-Elektroautofahrer” vermutlich überhaupt nicht kennt. Mir war es jedenfalls früher kein Begriff. Unter Rekuperation versteht man die Rückgewinnung und Speicherung der Bewegungsenergie. Ein Elektromotor hat den Vorteil, dass er auch Strom produzieren kann. Deshalb wird bei allen Elektroautos der Motor benutzt, um das Fahrzeug aktiv ohne den Einsatz der mechanischen Bremsen zu verlangsamen. Dabei wird die Bewegungsenergie in Form von Strom im Akku des Fahrzeuges gespeichert und kann wieder zum Fahren verwendet werden. Dies ist einer der Gründe, warum ein Elektroauto gegenüber einem Verbrenner so effizient ist. Bei Verbrennern verpufft diese Energie ganz einfach in Form von Wärme auf den Bremsscheiben.

Diese Effizienz macht sich im Energieverbrauch beim Fahren massiv bemerkbar. Ein Model S wiegt aufgrund seines Akkus etwa 2100 kg. Trotzdem verbraucht es auf 100 km die vergleichbare Energiemenge von nur ungefähr 2 Litern Benzin. Die Rekuperation trägt dazu ebenfalls bei, da schwere Fahrzeuge auch mehr Energie rekuperieren können.

Hat man sich erst an diesen Effekt gewöhnt, kann man das Fahrzeug auch nur noch mit einem Pedal fahren. Man dosiert die Stärke der Rekuperation ganz einfach mit dem Gas…ähh… Strompedal, indem man es nicht vollständig loslässt. Zum Fahren fühlt sich das sensationell bequem an. Dieses “One-Pedal-Driving” funktioniert bei neueren Teslamodellen sogar bis zum Stillstand. Bremsen ist out. 🙂

 


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Die Reichweite

“Mit Elektroautos kommt man nicht weit bis der Akku leer ist”. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Teslas sind dafür gemacht ein ganz normales Auto in allen Situationen ersetzen zu können. So verfügen sämtliche aktuellen Modelle über eine Reichweite von mindestens 380 Kilometern. Das wirkt im Vergleich zu der Reichweite eines Diesels gering. Man darf aber nicht vergessen, dass man im Idealfall eine Lademöglichkeit zu Hause hat und so von seiner eigenen Tankstelle am Morgen immer voll losfährt. Für die meisten Menschen ist diese Reichweite des Autos daher für den größten Teil ihrer Fahrten komplett ausreichend. Falls doch einmal längere Strecken gefahren werden, ist das kein Problem. Denn dafür gibt es Schnellladestationen, zu denen wir gleich kommen.

Das Aufladen des Akkus

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Geschwindigkeiten, mit der ein Akku geladen werden kann:

  • Langsames Laden mit bis zu 11 kW Leistung: zum Beispiel für Ladestationen am Arbeitsplatz, Hotel oder Zuhause. Eigentlich überall dort, wo das Auto steht und man ein paar Stunden Zeit hat und nicht auf das Laden warten muss.
  • Etwas schnelleres Laden mit bis zu 60 kW Leistung: wenn die Standzeit weniger lang ist, zum Beispiel beim Supermarkt oder im Fitnesscenter.
  • Schnellladen mit bis zu 350 kW: Überall dort, wo man auf das Laden warten muss. Meistens findet man diese Art Ladestationen an Autobahnraststätten, da sie für Langstrecke gedacht sind, um so schnell wie möglich weiterfahren zu können.

Natürlich muss nicht nur die Ladesäule eine solche Ladeleistung unterstützen, sondern auch das Fahrzeug. Hier gibt es Unterschiede je nach Fahrzeugmodell. Prinzipiell können Elektroautos mit großen Akkus auch schneller laden als Fahrzeuge mit kleinen Akkus. Bis der Akku voll ist, dauert es aber trotzdem nicht unbedingt weniger lange. Je nach Leistung der Ladestation sind die Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit also sehr groß.

Zu Hause funktioniert das Laden am einfachsten mit einer Wallbox. Das ist eine Ladestation für Elektroautos, die in der Regel direkt am Parkplatz montiert wird:

Tesla Wallbox Gen3 Weiss

Tesla Wallbox Gen3 – Bildquelle: Tesla

Alternativ kann natürlich auch ein mobiles Ladegerät an einer Steckdose verwendet werden. Idealerweise sind das Industriesteckdosen, die ausreichend Leistung bringen. Etwa die rote CEE16 Dose:

CEE16 Dose

CEE16 Steckdose für bis zu 11 kW Ladeleistung

Ohne eine eigene Stromquelle zu Hause ist das Laden natürlich weniger komfortabel, da immer extern aufgeladen werden muss. Aber mittlerweile setzt sich das Thema Elektromobilität immer mehr durch und selbst als Mieter ist es heutzutage in den meisten Fällen möglich zu Hause eine Lademöglichkeit zu erhalten. In Deutschland besteht mittlerweile sogar das Recht auf Laden, was leider in der Schweiz noch nicht der Fall ist. Aber als Schweizer kann man zum Beispiel mit diesen Tipps seinen Vermieter ebenfalls überzeugen eine Ladestation zu installieren.

Wenn es dann doch mal für eine Reise auf Langstrecke geht, bietet Tesla auch noch das eigene Supercharger Ladenetzwerk an. Das sind Standorte mit Schnellladestationen, die das Wiederaufladen des Akkus während einer Kaffeepause ermöglichen. Je nach Größe des Akkus hat man nach einem rund 20 Minuten langen Ladestopp ausreichend Strom für weitere 250 bis 350 Km nachgeladen. Die gesamte Fahrzeit verlängert sich dadurch natürlich etwas. Aber die Erfahrung der meisten Elektroautofahrer zeigt, dass man eher entspannter und fitter am Ziel ankommt, als wenn man tausend Kilometer praktisch ohne Pause durchfährt. Elektroauto fahren entschleunigt. Ich hätte es selbst auch nicht gedacht, aber mittlerweile genieße ich es richtig auf Langstrecke ab und zu eine Pause zu machen.

Langstrecke Tesla Supercharger Batterie Reichweite Statistik

Ladepause am Supercharger – Bildquelle: Tesla

Das Navigationssystem des Tesla kennt alle Superchargerstandorte und plant die notwendigen Ladestopps auf der Route automatisch ein. Hier ein Beispiel einer Fahrt von Basel nach Hamburg mit einem Model 3 Long Range (mit großem Akku) und maximal 150 km/h:

Tesla Beispiel für Langstrecke Abetterrouteplanner

Beispiel für die Supercharger Ladestopps auf Langstrecke – Bildquelle: abetterrouteplanner.com

Im Alltag fährt man mit dem Elektroauto eigentlich sowieso nicht extra “zur Tankstelle”, sofern man zu Hause laden kann. Man lädt immer dann, wenn das Auto sowieso steht. Also hauptsächlich daheim oder zum Beispiel beim Arbeitgeber, als Gast im Hotel oder Restaurant, im Einkaufszentrum oder im Fitnesscenter. Ladestationen gibt es immer mehr. Es ist eigentlich vergleichbar mit dem Handy. Man fährt damit auch nicht extra an einen bestimmten Ort, um es zu laden.

Natürlich muss der Strom für die Ladung bezahlt werden. Bei den Tesla Superchargern funktioniert das sehr komfortabel. Dazu hinterlegt man eine Zahlungsmöglichkeit (etwa eine Kreditkarte oder Lastschriftverfahren) in seinem Kundenkonto auf Tesla.com. Danach muss man am Supercharger nur noch das Ladekabel am Fahrzeug einstecken, fertig! Denn die Ladestation und das Fahrzeug kommunizieren miteinander und Tesla rechnet über die hinterlegte Zahlungsmöglichkeit automatisch den bezogenen Strom ab.

Andere öffentliche Ladestationen benötigen für die Bezahlung meistens eine Kundenkarte eines Ladenetzwerkanbieters. Hier herrscht leider noch ein ziemlicher Wildwuchs an verschiedenen Anbietern und Bezahlsystemen. Man benötigt also die passenden Ladekarten für die richtigen Stationen und Tarife. Entsprechend hört man immer wieder von Problemen beim Laden an öffentlichen Ladestationen. Das muss und wird in Zukunft besser werden. Aber als Teslafahrer an den Superchargern hat man diese Probleme zum Glück nicht.

 

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Garantie, Service und Reparaturen

Ein weiterer Vorteil von Elektroautos ist die einfache Konstruktion der Motoren. Da sie viel weniger komplex aufgebaut sind als Verbrenner, fallen eigentlich praktisch keine Wartungsarbeiten an. Tesla schreibt dazu auch, dass keine Serviceintervalle notwendig sind.  Einige wichtige Wartungsarbeiten sollte man aber gemäß Tesla Supportwebseite trotzdem regelmäßig durchführen.

Da Tesla eine relativ junge Firma ist, besitzen sie kein so dichtes Händlernetz, wie man das vielleicht von anderen Marken gewohnt ist. Die Tesla Servicecenter werden durch Tesla selbst betrieben und es kann gut sein, dass dieses je nach Wohnort 100 km oder mehr entfernt ist. Um diesen Nachteil etwas zu kompensieren hat Tesla den mobilen Ranger Service eingeführt. Das sind Service Techniker, die beim Kunden vorbeikommen und viele der Arbeiten direkt beim Kunden vor Ort durchführen können.

Mobiler Tesla Service

Mobiler Tesla Service, der direkt zum Kunden kommt. – Bildquelle: Teslaccessory.ch

Ganz generell kann man sagen, dass Elektroautos sehr lange halten. Es wird immer wieder behauptet, dass die Batterien nach einigen Jahren Schrott sind. Das ist schlichtweg falsch. Elektromotoren und Akkus halten viel länger als man manche denken. Es gibt dazu bereits Erfahrungsberichte der letzten Jahre. Mehr Details zur Lebensdauer der verschiedenen Komponenten eines Tesla.

Außerdem gibt es ja auch noch die Garantie. Bei der Garantie unterscheidet man zwischen der allgemeinen Fahrzeuggarantie. Also zum Beispiel die Defekte des Bordcomputers, Fensterheber, usw. und der Garantie auf Akku und Drive Unit (der Motor). Die Garantiedauer für Akku und Motor ist jeweils höher als die restliche Fahrzeuggarantie. Je nach Fahrzeugmodell ist die Garantie unterschiedlich lang und hat sich in der Vergangenheit auch schon für Neuwagen geändert. Hier ein Link zu den aktuellen Garantiebestimmungen für Tesla Neuwagen (auf der Tesla Webseite zuerst oben rechts im Menü die Sprache und das Land anpassen).

Sind Elektroautos schlecht für die Umwelt?

Dieser Mythos hält sich leider ebenfalls hartnäckig. Kurz zusammengefasst könnte man sogar sagen: JA, sie sind schlecht! Aber nur deshalb, weil jedes Auto schlecht für die Umwelt ist. Denn es werden Ressourcen dafür gefördert, verarbeitet und es wird Energie verbraucht. Dabei entstehen Emissionen, die wiederum in die Umwelt gelangen. Das sauberste Auto ist das Auto, das nie produziert wurde.

In Realität ist es aber tatsächlich so, dass ein Elektroauto im Gegensatz zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor eine ganz andere Liga in Bezug auf Emissionen und schädliche Umwelteffekte ist. Das Thema ist aber tatsächlich sehr kompliziert und es wurde in der Vergangenheit massiv Lobbyarbeit gegen Elektroautos betrieben, um sie absichtlich schlecht dastehen zu lassen. Wenn man sich aber etwas genauer mit dem Thema beschäftigt merkt man, dass das was früher eigentlich “normal” war, nämlich das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, eigentlich die wahre Umweltsauerei ist. (Sorry an alle Verbrennerliebhaber, ich weiß das tut weh. Aber wer sich unvoreingenommen mit den Tatsachen beschäftigt und nicht irgendwelchen Fake News der Erdöllobby und der alten Autoindustrie glaubt, kommt immer zu diesem Ergebnis.)

Neue Studien zeigen klar: Das Elektroauto schlägt die anderen Fahrzeugkategorien in puncto Umwelt IMMER.

Paul Scherrer Institut Elektroauto CO2

Quelle: PSI

 

Außerdem stehen wir mit dem Schweizer Strommix im internationalen Vergleich hervorragend da. Im Jahr 2019 stammte 75 % des Stroms aus Schweizer Steckdosen von erneuerbaren Energiequellen. Die Schweiz ist also prädestiniert für Elektromobilität! Aber selbst dann, wenn ein Elektroauto mit dem schmutzigsten Kohlestrom betrieben wird, den man sich vorstellen kann, ist seine Umweltbilanz noch immer besser als die eines Verbrennerfahrzeuges.

Genau das ist auch der Grund, warum Tesla keine Hybrid-Fahrzeuge baut. Kurz gesagt: Hybrid ist Mist. Sie fahren bestenfalls rund 40 Kilometer mit Strom aus dem Akku und schalten spätestens danach oder bereits vorher bei höheren Geschwindigkeiten den Verbrennungsmotor zu. Der Gewinn für die Umwelt ist minimal. Die Wartung- und Anschaffungskosten sind eher höher als beim Benziner und das Mehrgewicht durch den Akku verursacht im Benzinbetrieb sogar noch einen höheren Verbrauch als es bei einem reinen Verbrenner der Fall wäre. Hybride sind eigentlich eine Lösung der Autoindustrie, damit sie ihre CO2 Emissionsvorschriften einhalten können und dadurch weniger Strafzahlungen leisten müssen. Für den Kunden bringen sie keine Vorteile. Hybride sind und bleiben eine Mogelpackung, wie es auch dieser Bericht vom Schweizer Konsumentenschutzmagazin “Kassensturz” im Detail zeigt.

Einen Tesla kaufen

Tesla ist dafür bekannt die Dinge anders zu machen. Und wie könnte es anders sein? Tesla hat auch den Kaufvorgang des Fahrzeuges optimiert. Früher war man es vielleicht gewohnt zu einer Händlervertretung zu fahren, eine Probefahrt zu machen, zusammen mit einem Verkäufer die Optionen auszuwählen und einen Vertrag zu unterschreiben. Bei Tesla macht man das – bis auf die Probefahrt – alles online.

Es gibt zwar auch Tesla Verkaufsstandorte, wirklich verbreitet sind sie aber nicht. Die Zukunft des Fahrzeugverkaufs ist genau wie bei vielen anderen Produkten nur noch online. Selbst wenn man das Fahrzeug in einem dieser “Tesla Stores” kauft, konfiguriert man es online an einem PC und führt die Bestellung über den Webbrowser durch. Was den Kaufprozess angeht, kann man die Bestellung also genauso gut vom Sofa zu Hause aus erledigen.

Dennoch sollte man sich vor einer Teslabestellung unbedingt ausreichend mit dem Thema beschäftigen. Es gibt viele Dinge, an die man sich mit einem Tesla gewöhnen muss. Hier eine Liste von ein paar Dingen, die bei Tesla anders laufen, als man sich das vielleicht gewohnt ist. Auch beim Gebrauchtwagenkauf direkt von Tesla kann man in der Regel das Fahrzeug vorab nicht besichtigen oder Probefahren und bestellt es direkt im Internet:

Tesla Gebrauchtwagen CPO Inventar

Bildquelle: Tesla.com

Wer einen Neuwagen kauft, kann je nach Wohnort und -Land von einer erheblichen Förderung für Elektromobilität profitieren. In Deutschland und Österreich gibt es großzügige Förderungen vom Staat. In der Schweiz fällt die Unterstützung massiv tiefer aus oder ist je nach Wohnkanton gar nicht vorhanden.

Eine Förderung von Wallboxinstallationen, mit denen man sein Fahrzeug zu Hause aufladen kann, gibt es in der Schweiz gar nicht.

Soviel zum kurzen Überblick über Tesla. Als weiterführende Informationen empfehle ich meine Beiträge im Teslawissen Blog und den Newsletter, damit man über alle neuen Blogbeiträge immer sofort informiert wird:

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Weiterführende Links

Support Webseite von Tesla mit vielen weiterführenden Informationen

Das ABC der Elektromobilität

 Smiley Hint

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